Wirtschaftliche Auswirkungen des Brexit auf NRW: Wirtschaftsbeziehungen, Standortfaktoren und Branchen

Watt, Andrew

Schriftliche Stellungnahme im Rahmen der Anhörung der Enquetekommission II des Landtags Nordrhein-Westfalen. Reihe: IMK Policy Brief, Nr. 80.
Düsseldorf:  2019, ISSN: 2365-2098. 10 Seiten


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Kurzbeschreibung:


Eine Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen des Brexit auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) sieht sich mit grundsätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Vorhandene Studien deuten darauf hin, dass die Effekte des Austritts des Vereinigten Königreichs (VK) auf die deutsche Volkswirtschaft zwar eindeutig negativ, aber quantitativ überschaubar sein dürften. In der Stellungnahme wird die Produktions- und Exportstruktur NRWs mit denen für Deutschland insgesamt verglichen. Weder aus der Betrachtung der sektoralen Produktionsstruktur noch aus der Analyse der außenwirtschaftlichen Verflechtung mit dem VK gibt es Anlässe zu der Befürchtung, dass negative Auswirkungen in NRW insgesamt proportional weit ausgeprägter sein dürften als im bundesdeutschen Durchschnitt. Andererseits wäre NRW stärker indirekt über Drittmärkte (insbesondere Niederlande) betroffen. Obwohl die Wirtschaftsstruktur des Landes insgesamt diversifiziert ist, bestehen lokale Abhängigkeiten von Branchen wie Pharma und Automobilzulieferung, die mit am stärksten von Handelsbeeinträchtigungen im Falle eines harten Brexit betroffen sein dürften. Eine eingehende regional und sektoral differenzierte Untersuchung sollte durchgeführt werden, um problematische "Hot Spots" innerhalb des Bundeslandes zu identifizieren.



Abstract:


An assessment of the economic impact of Brexit on the federal state of North Rhine-Westphalia (NRW) faces fundamental difficulties. Existing studies suggest that the effects of the UK withdrawal on the German economy as a whole are clearly negative, but quantitatively manageable. This analysis, written for the State Parliament of NRW, compares NRW's production and export structure with that of Germany as a whole. Neither the sectoral production structure nor the degree of foreign trade integration with the UK give rise to the fear that negative effects in NRW as a whole will be notably more pronounced than the German average. On the other hand, NRW would be affected more than the german average via third markets (especially the Netherlands). Although the state's overall economic structure is diversified, there are local dependencies on sectors such as pharmaceuticals and automotive supplies, which are likely to be among the most severely affected by trade disruptions in the event of a hard Brexit. A detailed regional and sectoral study should be carried out to identify problematic hot spots within the federal state.



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