BIP-Wachstum

Aufschwung intakt, Risiko erhöht

Trotz sporadisch aufflammender politischer und wirtschaftlicher Risiken setzt sich der Aufschwung in Deutschland nur leicht verlangsamt fort. Die Inlandsnachfrage bleibt dabei die Hauptantriebsfeder der Konjunktur.


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Umfassende Konjunkturprognose

Als Konjunkturforschungsinstitut analysiert und prognostiziert das IMK die kurz- und mittelfristige Wirtschaftsentwicklung. Im Mittelpunkt steht die Prognose der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Die Basis der Vorausschätzung ist eine fundierte Analyse der Wirtschaftslage. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst - publiziert das IMK umfassende Konjunkturprognosen. Diese werden im Juni und im Dezember in Form eines Updates aktualisiert.

Die aktuelle Prognose wurde am 25. Juni 2018 abgeschlossen.



Der Aufschwung geht leicht gebremst weiter – IMK prognostiziert jeweils 2,1 Prozent BIP-Wachstum für 2018 und 2019

Trotz gestiegener Risiken durch die Handelskonflikte der USA und die neue populistische Regierung in Italien prognostiziert das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, dass sich der solide Aufschwung der deutschen Konjunktur nur leicht gebremst fortsetzt. Für 2018 und 2019 erwarten die Konjunkturforscher eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um jeweils 2,1 Prozent im Jahresdurchschnitt. Gegenüber der Vorhersage vom März senkt das IMK seine Prognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte und für 2019 um lediglich 0,1 Prozentpunkt. Stärkste Säule des Aufschwungs bleibt bei spürbaren Reallohnzuwächsen der private Konsum, doch auch die Investitionen entwickeln sich kräftig. Der Trend auf dem Arbeitsmarkt ist weiter positiv: Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch Zuwanderung gewachsen ist, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: auf 5,3 Prozent im Jahresmittel 2018 und 5,1 Prozent 2019.

zur Pressemitteilung vom 29.06.2018

Starkes Wachstum bei hohem Risiko – IMK prognostiziert 2,4 Prozent BIP-Zunahme 2018 und 2,2 Prozent 2019

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hebt die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal geringfügig an, sieht aber erhebliche Risiken durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. „Wenn Trumps protektionistische Provokation eskaliert und zu einer Spirale gegenseitiger Abschottungsmaßnahmen führt, hat das das Potenzial, den globalen Aufschwung schwer zu schädigen“, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK.

zur Pressemitteilung vom 21.03.2018

IMK hebt Konjunkturprognose an: 2,3 Prozent Wirtschaftswachstum 2017 und 2018

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hebt die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft erneut an. 2017 und 2018 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt nach der heute veröffentlichten IMK-Winterprognose um jeweils 2,3 Prozent zunehmen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv: Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch Zuwanderung spürbar gewachsen ist, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: auf 5,7 Prozent 2017 und 5,5 Prozent 2018. Nach langer Zurückhaltung weiten die Unternehmen ihre Investitionen in Ausrüstungen deutlich aus – im kommenden Jahr um 7 Prozent. Auch der Export legt zu. Tragende Säule der konjunkturellen Entwicklung bleibt aber trotz höherer Inflation die private Nachfrage.

zur Pressemitteilung vom 20.12.2017

Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger – dabei ist er kürzer als gedacht

Bislang kürzer als meist angenommen und vergleichsweise gemächlich, aber dafür außerordentlich robust, weil weniger abhängig von der volatilen Weltkonjunktur – so analysiert eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung den aktuellen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Und die weiteren Aussichten sind gut: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beschleunigt sich auf jahresdurchschnittlich 2,0 Prozent in diesem und 2,1 Prozent im kommenden Jahr. Damit erhöhen die Konjunkturforscher ihre Prognose gegenüber Juli um gleich 0,5 Prozentpunkte für 2017 und 0,3 Prozentpunkte für 2018.

zur Pressemitteilung vom 17.10.2017

Wirtschaft wächst etwas stärker, aber keine Gefahr konjunktureller Überhitzung

Die deutsche Wirtschaft wächst 2017 und 2018 robust und in diesem Jahr auch etwas stärker als bisher erwartet. Von einer Hochkonjunktur oder gar konjunkturellen Überhitzung ist Deutschland aber weit entfernt. Das wird beispielsweise an der nach wie vor niedrigen Inflationsrate und an geringeren Lohnzuwächsen deutlich. Im Jahresdurchschnitt 2017 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 Prozent zunehmen, 2018 um durchschnittlich 1,8 Prozent. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv: Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch Zuwanderung spürbar gewachsen ist, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: auf 5,7 Prozent 2017 und 5,5 Prozent 2018. Wermutstropfen sind die mäßige Investitionsdynamik und eine Verschiebung der Wachstumskräfte: Die Konsumentwicklung im Inland büßt etwas an Schwung ein, während der Export wieder deutlich wichtiger wird. Damit wird die deutsche Wirtschaft erneut abhängiger von der zuletzt volatilen weltwirtschaftlichen Nachfrage.

zur Pressemitteilung vom 03.07.2017.

Der Aufschwung geht weiter und gewinnt etwas an Breite

Die deutsche Wirtschaft bleibt für weitere zwei Jahre in einem moderaten Aufschwung – gestützt auf einen robusten privaten Konsum und etwas anziehende Investitionen sowie weitere fiskalische Impulse. Im Jahresdurchschnitt 2017 wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,3 Prozent wachsen, 2018 um durchschnittlich 1,8 Prozent. Dabei bleibt die Wachstumsdynamik gleich – der niedrigere Durchschnittswert in diesem Jahr beruht darauf, dass mehr Feiertage auf einen Wochentag fallen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv: Die Zahl der Erwerbstätigen steigt auf deutlich über 44 Millionen. Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch die Zuwanderung spürbar wächst, geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück, die Arbeitslosenquote ist mit jahresdurchschnittlich 5,8 Prozent 2017 und 5,6 Prozent 2018 auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Vereinigung. Dagegen ist die Unterbeschäftigung zuletzt etwas gestiegen, weil Geflüchtete zunehmend Qualifizierungsmaßnahmen durchlaufen.

zur Pressemitteilung vom 30.03.2017

Niedrigste Arbeitslosenquote seit 1981 – deutsche Wirtschaft wächst 2016 um 1,8 und 2017 um 1,2 Prozent

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Aufschwung fort – trotz erheblicher weltwirtschaftlicher Unsicherheit angesichts von Brexit, Präsidentenwechsel in den USA und schleppender wirtschaftlicher Erholung in den Schwellenländern. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv: Mit 6,1 Prozent ist die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2016 auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Vereinigung. In der alten Bundesrepublik lag die Quote zuletzt 1981 niedriger. Obwohl das Arbeitskräfteangebot durch die starke Zuwanderung spürbar wächst, ist auch im kommenden Jahr ein weiterer leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen wahrscheinlich.

zur Pressemitteilung vom 20.12.2016

Deutsche Wirtschaft wächst in diesem Jahr um 1,9 und 2017 um 1,3 Prozent

Trotz Unsicherheit durch die Brexit-Entscheidung und schleppender weltwirtschaftlicher Entwicklung wächst die deutsche Wirtschaft 2016 um fast zwei (1,9) Prozent. Getragen wird der fortgesetzte moderate Aufschwung in zunehmendem Maße von der Binnennachfrage, insbesondere von einem kräftig wachsenden privaten Konsum. 2017 schwächt sich das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,3 Prozent ab, wozu allerdings auch die geringere Zahl der Arbeitstage (drei weniger als 2016) wesentlich beiträgt. Schwachstelle der insgesamt aufwärtsgerichteten wirtschaftlichen Entwicklung bleiben in beiden Jahren die Investitionen.

zur Pressemitteilung vom 29.09.2016



Bisherige Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung

Das IMK publiziert im Jahr vier Prognosen. Ältere Prognosen finden Sie hier: mehr ...



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