Globale Wertschöpfungsketten

Forschungsschwerpunkt: Strukturwandel und Innovation

Status: Laufend

Projektnummer: 2017-233-1

Projektziel:

Das Projekt widmet sich globalen Wertschöpfungsketten (GWK) und wie sich deren Restrukturierung auf die Einkommensverteilung, Arbeitsbedingungen und Trajektorien eines ökonomischen sowie sozialen Upgradings in Industrie- und Entwicklungsländern auswirken.

Veröffentlichungen:

Herr, Hans-Jörg und Petra Dünhaupt, 2019. Global Valü Chains in Economic Development, HWR-Working Paper, Berlin: Hochschule Wirtschaft und Recht, 33 Seiten.

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Die Reorganisation von GWK hat Auswirkungen auf die Frage, in welchem Land, welche Arbeitskräfte unter welchen Bedingungen arbeiten und inwiefern die Steigerung ökonomischer Wertschöpfung auch mit sozialen Fortschritten einhergeht. Das Outsourcen von Aktivitäten an Fremdfirmen und in andere Länder bestimmt auch das Verhältnis von gewerblichen Beschäftigten und sog. wissensintensiven Dienstleistungen. Dabei werden wie z.B. in der Landwirtschaft und der Textilbranche oft die prekären Lebensumstände von Fraün im Wettbewerb um Niedriglohnstandorte von Zulieferern einkalkuliert. Der Verlagerungsdruck hat Folgen für gewerkschaftliche Interessenvertretungen im Globalen Norden. Die Kooperation von gewerkschaftlichen und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie nationalen Regierungen kann einen erheblichen Anteil daran haben, ob aus ökonomischem Up-grading auch soziale Upgrading-Trajektorien im Globalen Süden werden und damit ein Auseinanderdriften vermeiden.

2. Fragestellung

- Mit welchen Handlungsspielräumen verfolgen die Akteure entlang der GWK welche Strategien? Im Fokus stehen hier insbesondere die Machtasymmetrien zwischen den Leadunternehmen, die eine oligopolistische oder monopolistische Stellung einnehmen und den grössten Teil der Wertschöpfung an sich ziehen sowie dem Produzenten in den Entwicklungsländern.

- In welcher Weise kann die Wechselwirkung zwischen ökonomischem und sozialem Upgrading in Industrie- und Entwicklungsländern beeinflusst werden?

3. Untersuchungsmethoden

Das Forschungsprojekt verknüpft eine interdisziplinäre Theorieentwicklung mit Branchen-Länder-Fallstudien. Bei der Theorieentwicklung geht es darum, makroökonomische Perspektiven mit Ansätzen aus der Politökonomie und der Soziologie zu spiegeln. Hier ist die spannende Frage, inwiefern volkswirtschaftliche Betrachtungsweisen mit institutionentheoretischen Traditionen der vergleichenden Kapitalismusforschung mit dem branchenspezifischen „Global Valü Chain“-Ansatz verknüpfbar sind. Ein erstes Desiderat liegt daher in der Einordnung der ausgewählten Länder in die vorhandenen Typologisierungs-Angebote.

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Christina Teipen

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Raum B 2.54

christina.teipen@hwr-berlin.de

Kontakt:

Dr. Marc Schietinger

Hans-Böckler-Stiftung

Forschungsförderung

marc-schietinger@boeckler.de

Weitere Informationen:

Kooperationspartner

Global Labour University

http://www.global-labour-university.org

Projektleitung

Prof. Dr. Hanjoerg Herr, Prof. Dr. Christina Teipen

http://www.ipe-berlin.org

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