Branchenanalyse Laboranalytik - Update

Forschungsschwerpunkt: Strukturwandel und Innovation

Status: Abgeschlossen

Projektende: 30.11.2019

Projektnummer: 2018-335-1

Projektziel:

Die Entwicklungen auf dem Markt für Laboranalytik haben sich in den vergangenen drei Jahren beschleunigt. Das vorliegende Update der Studie aus dem Jahr 2016 beleuchtet aktülle Markt-, Struktur- und Beschäftigungstrends. Ergänzt wird dies um die Ergebnisse einer Befragung unter Betriebsrätinnen und Betriebsräte sowie Beschäftigten zu den Arbeitsbedingungen in der Branche .

Veröffentlichungen:

Schöneberg, Katharina, 2020. Branchenanalyse Laboranalytik - Update, Working Paper Forschungsförderung 171, Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, 66 Seiten.

HBS-07608

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Die in der im Jahr 2016 durchgeführten Studie „Branchenanalyse Laboranalytik“ analysierten Markt- und Struktur- sowie Beschäftigungsentwicklungen haben sich in den vergangenen drei Jahren beschleunigt und zu weiteren (Struktur-)veränderungen geführt. Fünf Entwicklungen haben die Branche besonders beeinflusst

• eine Beschleunigung der Marktkonsolidierung

• anhaltende Aktivitäten von Private Equity-Unternehmen

• die Verschärfung der Fachkräfteengpässe

• die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten

• Veränderungen der Betriebsrats-, Mitbestimmungs- und Tarifstrukturen

2. Fragestellung

Im Rahmen des „Update“ wurden ausgewählte Daten und Ergebnisse der Studie „Branchenanalyse Laboranalytik“ aus dem Jahr 2016 mit den aktüllen Entwicklungen in der Branche abgeglichen und neue Trends in der Branche dargestellt.

Leitfragen der Untersuchung waren:

• Wie hat sich der Labormarkt und Geschäftsstrategien in den vergangenen Jahren entwickelt und welche Einflussfaktoren gab es? Welche Rolle spielen Digitalisierung, Fusionen und Übernahmen sowie PE?

• Wie stellen sich Beschäftigungsstruktur, Fachkräfte-, Ausbildungs- und Personalsituation dar?

• Wie haben sich betriebliche und überbetriebliche Mitbestimmung und Tarifstrukturen entwickelt?

• Wie bewerten Betriebsrät*innen und Beschäftigte aus Laborunternehmen die Arbeitsbedingungen?

Ergänzt wird die Analyse um ausgewählte Informationen zu Plasma- und Dialysezentren, die als Anbieter von Produkten der klassischen Chemieunternehmen am Markt tätig sind.

3. Untersuchungsmethoden

Die Analyse wurde auf Grundlage einer Literaturauswertung, statistischen Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes, von neun Expertengesprächen mit Branchenvertreterinnen und -vertreter sowie einer Befragung von 299 Beschäftigten und Betriebsrät*innen per Online-Fragebogen durchgeführt. Zielgruppen der Online-Befragung waren medizinische Laborunternehmen, Laborunternehmen für Lebensmittel-, Material- oder Umweltanalytik sowie Plasma und Dialysezentren.

4. Darstellung der Ergebnisse

In der Laborbranche fand eine Beschleunigung der Marktkonsolidierung durch Zukäufe und Übernahmen statt. Des Weiteren verschärfte sich der Fachkräftemangel. Die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten sorgt für veränderte Arbeits- und Qualifikationsanforderungen.

Betriebsrats-, Mitbestimmungs- und Tarifstrukturen wurden ausgebaut. Es kommt aber immer noch zu Behinderungen bei der Wahl von Betriebsräten durch Unternehmen der Branche. Die Durchsetzung von gerechten und transparenten Gehältern bleibt eine große Herausforderung. Die Zufriedenheit mit dem Gehalt in der Branche ist relativ gering. Arbeitsbelastungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Diese stehen einer von den Beschäftigten als hoch empfundenen Sinnhaftigkeit der Arbeit gegenüber.

Große Parallelen in den aktüllen Entwicklungen der Branche der Plasma- und Dialysezentren zeigen sich u.a.in Bezug auf steigenden Arbeitsdruck, Unternehmensfusionen und -übernahmen und damit einhergehende Veränderung der Mitbestimmungsstrukturen.

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Katharina Schöneberg

Wilke, Maack GmbH wmp consult

katharina.schoeneberg@wilke-maack.de

Bearbeiter/in:

Dr. Peter Wilke

Wilke, Maack GmbH wmp consult

peter.wilke@wilke-maack.de

Kontakt:

Dr. Marc Schietinger

Hans-Böckler-Stiftung

Forschungsförderung

marc-schietinger@boeckler.de

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