zurück
Wandel ostdeutscher Familiengedächtnisse

Erinnerungen der "Vertreibung" zwischen Nationalsozialismus, Wende und Gegenwart: Wandel ostdeutscher Familiengedächtnisse

In einer biographie- und erinnerungstheoretischen Untersuchung geht Katinka Meyer der Frage nach, wie ostdeutsche Familien an die "Vertreibung" der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten erinnern. Diese Familien waren durch ihre Ansiedlung in der SBZ/DDR mit einer antifaschistischen Erinnerungskultur konfrontiert. In der Studie wird empirisch das komplexe Zusammenspiel familieninterner Dynamiken und gesellschaftlicher Systemwechsel - von Nationalsozialismus, über die DDR bis zur Bundesrepublik - innerhalb der Familiengedächtnisse rekonstruiert. Auf individueller, intergenerationeller und familienbiographischer Ebene verdeutlicht sie, dass die Familiengeschichte dazu genutzt werden kann, Traumatisierungen zu bearbeiten, Verluste zu erinnern und NS-Täterschaft zu verschweigen.

Quelle

Meyer, Katinka: Wandel ostdeutscher Familiengedächtnisse
Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen - Memory Studies , Wiesbaden , ISBN: 978-3-658-28831-0,978-3-658-28832-7 (eBook) , 427 Seiten

Dissertation, Georg-August-Universität Göttingen, 2018

Zugehörige Themen

Newsletter mit Ihren Themen

Bleiben Sie informiert: Neueste Forschungsergebnisse und Infos zu den Themen Mitbestimmung, Arbeit, Soziales, Wirtschaft. Unsere Newsletter können Sie jederzeit abbestellen.

Der Beitrag wurde zu Ihrerm Merkzettel hinzugefügt.

Merkzettel öffnen