: Kleiner Lohn trotz Vollzeit – wer ist betroffen?

WSI-Direktorin Bettina Kohlrausch erläutert die Hintergründe unserer vielbeachteten Studie zu Beschäftigten im "unteren Entgeltbereich", die trotz Vollzeitarbeit einen relativ niedrigen Lohn erhalten.

: Kein Widerspruch zur Tarifautonomie

Arbeitgeberverbände drohen mit Klagen gegen die geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro. Doch sie haben keine guten Argumente auf ihrer Seite, schreibt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Thorsten Schulten.

: GERINGFÜGIG ENTLOHNTE BESCHÄFTIGUNG IM NEBENJOB, MÄRZ 2021

Die Obergrenze der geringfügig entlohnten Beschäftigung soll in Zukunft auf monatlich 520 Euro steigen. Diese Neuregelung betrifft auch gut 2,8 Mio. Personen, die eine solche Tätigkeit im Nebenjob ausüben.

: AUSSCHLIESSLICH GERINGFÜGIG ENTLOHNTE BESCHÄFTIGUNG, MÄRZ 2021

Nach dem Beschäftigungseinbruch in Folge der Corona-Epidemie gibt es noch 4 Mio. Beschäftigte (Stand: März 2021), die ausschließlich einen 450-Euro-Minijob haben. Wie die Karte zeigt, sind die regionalen Unterschiede beachtlich.

: Arbeit muss zum Leben reichen

Viele Menschen in Deutschland können nicht von ihrer Arbeit leben. Ein höherer Mindestlohn, eine stärkere Tarifbindung und die Eindämmung von Minijobs würden die Lage verbessern.

: Mehr Mindestlohn, mehr Wachstum

Eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro täte der gesamten Volkswirtschaft gut.

: Stärkere Tarifbindung und höhere Vergütung nötig

Das WSI-Tarifarchiv zeit die Spannbreite der in Tarifverträgen vereinbarten Ausbildungsvergütungen.

: Chancen für eine Reform des deutschen Mindestlohnregimes nach der Bundestagswahl

Beim Mindestlohn zeigen sich in aller Deutlichkeit die Konturen einer Richtungswahl: Während die SPD, Grüne und Linke für eine substanzielle Anhebung plädieren, sehen CDU/CSU, FDP und AfD keinerlei Anpassungsbedarf.

: Mindestlohn: 12 Euro, die sich lohnen

IMK-Direktor Sebastian Dullien erläutert die positiven Effekte von 12 Euro Mindestlohn. Eine neue Studie des IMK prognostiziert nicht nur höhere Löhne für Millionen Menschen, sondern auch mehr Wirtschaftswachstum.

: Unterer Entgeltbereich

Daten auf Kreisebene zum Anteil der Geringverdiener:innen an den sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe

: Corona-Zulage im Gesundheits- und Pflegebereich: kaum mehr als Kosmetik

Eine ‚Gefahrenzulage‘ als Bestechungsgeld wird die Unzufriedenheit der Beschäftigten in den Gesundheits- und Pflegeberufen nicht beseitigen. Es geht nicht nur um die Pandemie und die Löhne, sondern um die Frage der menschlichen Würde.