Arbeitszeit, Sozialstaat, Bürgergeld, Rente, Krankenversicherung: Seit über einem Jahr prägen Forderungen nach Deregulierung, Kürzungen und „mehr Leistung” die politische Debatte und Regierungspolitik. Doch halten die versprochenen Effekte einer wissenschaftlichen Prüfung stand?
Sandrina Hurler hat sich die Ideen der Regierung zur Neuregelung von Sozialleistungen angeschaut. So viele Vorschläge wie derzeit wurden selten diskutiert.
Was der Staat pro Schüler ausgibt, wie sich der Bau von Wohnungen entwickelt, wie der Beruf der Pflegefachkraft ankommt und wie die Beschäftigung wächst.
Ein hoher Krankenstand, zunehmende Arbeitsverdichtung, Entgeltfortzahlung, Prävention und Arbeitsfähigkeit stellen Beschäftigte, Familien und Betriebsräte aber auch Politik, Arbeitgeber und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Ein Blick auf unsere Analysen, Studien und aktuelle Auswertungen.
Ja, findet Wirtschaftsprofessor Christian Hagist. Eine Arztgebühr stärke nicht nur die Eigenverantwortung der Versicherten, sondern könne auch helfen, ärztliche Ressourcen effizienter zu nutzen. Sylvia Bühler Verdi-Bundesvorstand lehnt dagegen Arztgebühren als sozial ungerecht ab. Wer krank ist, müsse weiter ohne Angst vor Extra-Kosten zum Arzt gehen können.
Wohlfahrtsstaatliche Sozialpolitik ist Grundpfeiler der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Staat, Sozialversicherungen und Sozialpartner sichern vielfältige soziale Risiken ab.
Von den Ausgaben der Krankenkassen entfallen rund 18 Prozent auf versicherungsfremde Leistungen. Die sind in der solidarischen Versicherung richtig angesiedelt, sollten aber besser aus Steuermitteln bestritten werden.
Systematische Darstellung und Bewertung vorliegender Ansätze zur Abgrenzung versicherungsfremder Leistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
Der Sozialstaat steht mal wieder in der Kritik: Angeblich zu teuer, zu groß, zu bequem. Doch stimmen diese Vorwürfe? IMK-Direktor Sebastian Dullien erklärt, wo die Kosten wirklich steigen und warum klare Fakten wichtiger sind als Schlagzeilen.
Saisonarbeitskräfte sind schlecht gegen gesundheitliche Risiken abgesichert. Der Gesetzgeber ist in der Pflicht, sie in die sozialen Sicherungssysteme einzubeziehen.