Angesichts des demografischen Wandels sollte die Förderung älterer Arbeitsloser eigentlich an Bedeutung gewinnen. In der Praxis ist davon jedoch nichts zu spüren.
Der Sozialstaat ist mehr als ein Kostenfaktor. Doch wie muss sich er sich ändern, um Sicherheit, Teilhabe und Wohlstand auch künftig zu sichern? Ein neuer Forschungsverbund denkt Sozialpolitik neu.
Arbeitszeit, Sozialstaat, Bürgergeld, Rente, Krankenversicherung: Seit über einem Jahr prägen Forderungen nach Deregulierung, Kürzungen und „mehr Leistung” die politische Debatte und Regierungspolitik. Doch halten die versprochenen Effekte einer wissenschaftlichen Prüfung stand?
Höhere Beschäftigung – mehr Beiträge für die gesetzliche Altersvorsorge: Der Arbeitsmarkt sollte als Schlüssel zur Bewältigung des demografischen Wandels stärker berücksichtigt werden. Außerdem zeigt ein Blick auf das österreichische Rentensystem, dass ein deutlich höheres gesetzliches Rentenniveau möglich ist und besseren Schutz vor Altersarmut bietet.
Die Alterssicherungskommission hat ihre Vorschläge vorgelegt. In dieser Folge von Systemrelevant klärt Sebastian Dullien auf: Welche ökonomischen Folgen drohen? Was bedeutet die Kapitaldeckung bei der Rente wirklich? Und warum investiert Deutschland potenziell überwiegend in US-Aktien?
Sozialpolitik ist weit mehr als Absicherung – sie ist auch Produktivkraft, Fundament für Wohlstand und Grundlage für Selbstbestimmung. Doch sie steht am Scheideweg: In einer Welt der Umbrüche geraten unsere sozialen Sicherungssysteme unter Druck und multiple Transformationen erfordern, neue Wege zu gehen.
Der DGB-Bundeskongress hat Yasmin Fahimi im Amt bestätigt. Die Vorsitzende kritisiert Aussagen von Kanzler Merz und bietet Gespräche an. Von Jeannette Goddar