: Mein Arbeitsplatz

Aliaho Hoder, Maßschneider, Tel Aviv, Nahalat Binyamin St. 29: „Ich bin in Bagdad geboren. In einer jüdischen Schule habe ich Hebräisch gelernt. Im Jahr 1952 bin ich nach Israel gegangen. Ich hauste in einem Auffanglager in einem Zelt, dann hat mich ein Onkel rausgeholt...

: Rätselhaftes Fundstück

Ein protziges gotisches Schloss erhebt sich seit 1880 auf dem Halberg bei Saarbrücken. Bauherr ist der Industrielle Carl Ferdinand Stumm. In seiner Heimat, dem Saarrevier, hat er ein Hüttenimperium aufgebaut, das mit Tausenden Arbeitern große Menge Roheisen produziert. Als Reichstagsabgeordneter der Freikonservativen Partei unterstützt der Unternehmer weitgehend den Kurs Bismarcks, setzt sich aber noch entschiedener als dieser für Schutzzölle und gegen die Sozialisten ein...

: Pro und Contra

Verstößt Hartz IV in seiner aktuellen Form gegen die Verfassung?

: Die Umweltdirektorin

Lobbyistin in Brüssel? Dazu fallen einem viele Klischees ein. Erika Mink, Umweltdirektorin von Tetra Pak International, gelernte Mechanikerin und studierte Umweltingenieurin, erfüllt die wenigsten davon. Ein vorsintflutlich wirkender Mini-Aufzug rattert das Treppenhaus hinauf, und die Sekretärin auf der kleinen Büroetage ist so zuvorkommend, dass das Wort „Vorzimmerdame“ berechtigt ist. Hier hat Erika Mink, die Umweltdirektorin des größten Verpackungsherstellers der Welt, Tetra Pak International, ihren Arbeitsplatz...

: ZUR SACHE - Martin Behrens über Arbeitgeberverbände

„Die Ressourcen der Mitglieder kommen nicht den Verbänden selbst zugute – sie bieten Unternehmen die Freiheit, die Arbeitsbeziehungen im Zweifel selbst zu regeln.“

: INTERWIEV "Niemand ist Durchschnitt"

Der US-Arbeitsmarktforscher Dale Mortensen, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2010, über chinesische Löhne, die Spaltung der US-Gesellschaft und deutsche Arbeitsmarktreformen.

: Krisengipfel in Lindau

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT Die Antworten auf die weltweite Krise, die die Ökonomie-Nobelpreisträger bei ihrem Lindauer Treffen gaben, waren überaus vielstimmig – vor allem aber nachdenklich. Von Herbert Hönigsberger

: Ein typischer Kompromiss

EBR-GESETZESNOVELLE Gewerkschaftsexperten versprechen sich deutliche Verbesserungen für die Arbeit der Eurobetriebsräte. Zugleich kritisieren sie zahlreiche Schwachstellen im neuen Regelwerk. Von Mario Müller

: Fusion mit Hintertür

VERSCHMELZUNG Die grenzüberschreitende Verschmelzung von Kapitalgesellschaften gilt als Alternative zur Gründung einer SE. Die Regeln für die Mitbestimmung orientieren sich im Grundsatz an den nationalen Gesetzen. Doch die Nachteile für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stecken im Detail. Von Ingmar Höhmann

: Der österreichischen Mutter abgerungen

STRABAG Seit der österreichische Baukonzern eine SE ist, können die Arbeitnehmervertreter aus Deutschland besser mitreden. Doch eine Beteiligung nach deutschem Vorbild haben sie nicht erreicht. Ein Konzern baut Europa. Von Wien bis Hamburg, von Prag bis Budapest setzen Bauarbeiter der Strabag SE Stein auf Stein. Das österreichische Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren Baufirmen in ganz Europa geangelt. Im ersten Halbjahr 2011 hat es seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent gesteigert. Von Wien und Villach in Kärnten aus dirigiert es rund 75 000 Mitarbeiter an mehr als 500 Standorten... Von Eva-Maria Simon

: Pingpong der Gremien

SOCIETAS EUROPAEA Verwässert die europäische Rechtsform die Mitbestimmung? Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende beim Nutzfahrzeug- und Motorenbauer MAN SE und IG-Metall-Mitbestimmungsexperte Thomas Otto widerspricht: „Bei uns jedenfalls nicht“. Von Stefan Scheytt

: INTERVIEW „Wir generieren einen Zusatznutzen“

Rolf Zimmermann, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz SE, über länderübergreifende Teambildung, transparente Spielregeln und die Entwicklung einer europäischen Identität

: Präzise plaziert

MITBESTIMMUNG Mit europaweit einheitlichen Rechtsformen wie der Europäischen Aktiengesellschaft oder der Europa-GmbH soll Unternehmen das internationale Geschäft leichter gemacht werden. Für die Gewerkschaften bedeutet das Langzeitprojekt der EU einen ständigen Kampf um Beteiligung. Von Joachim F. Tornau