: Kürzere Arbeitszeit mit Tarif

Tarifverträge sichern höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Das zeigt eine Auswertung des WSI.

: Die Tarifbindung gesetzlich stärken

Um für mehr Tarifbindung zu sorgen, braucht es gesetzliche Anreize. Geeignet wären Tariföffnungsklauseln, die nur tarifgebundene Unternehmen nutzen können.

: Ostdeutschland holt auf

Im Osten Deutschlands steigt der Anteil der Beschäftigten mit Betriebsrat. Es gibt aber immer noch große Lücken in Ost und West bei betrieblicher Interessenvertretung und Tarifbindung.

: Coronakrise verschärft soziale Ungleichheit

Über ein Viertel der Erwerbstätigen hat in der Krise bereits Einkommen verloren, die soziale Ungleichheit nimmt zu. Tarifbeschäftigte sind besser geschützt.

: Wie lässt sich die Tarifbindung stärken? Mit Johanna Wenckebach

In dieser Folge ist Johanna Wenckebach, Direktorin unseres Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeits- und Sozialrecht (HSI) im Podcast zu Gast. Sie erläutert, wie sich die Tarifbindung stärken lässt und warum das für die Gewerkschaften oft so schwer ist.

Bispinck, Reinhard : Immer kürzer - und immer flexibler

Tarifliche Regelungen zur Arbeitszeit und ihrer Gestaltung ; eine Analyse von 68 Tarifbereichen

: Ein kurzer Überblick

Im Jahr 2 nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise machen sich die Spuren der ökonomischen Entwicklung unübersehbar auch in der Tarifpolitik bemerkbar. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Tarifabschlüsse erkennbar niedriger ausfielen als noch im Jahr zuvor, sind die Tarifsteigerungen der diesjährigen Abschlüsse unter dem Druck der anhaltenden Krise noch einmal kräftig zurückgegangen.

: Ein kurzer Überblick

Eine klassische Lohnrunde mit ausschließlich einkommensbezogenen Verhandlungen in allen zentralen Branchen fand in diesem Jahr nicht statt. Der Auftakt der Tarifrunde 2005 war geprägt von den Verhandlungen um ein vollständig neues Tarifwerk im öffentlichen Dienst. Nach rund zweijährigen Verhandlungen gelang den Tarifparteien ein Abschluss, bei dem die Vereinbarung über die Anhebung der Tarifentgelte nur einen Bestandteil unter anderen darstellte.

: Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe einigten sich die Tarifparteien am 21.6. auf einen Tarifabschluss. Damit ging ein 15-monatiger Verhandlungsprozess zu Ende, denn die Lohn- und Gehaltstarifverträge waren bereits Ende März 2004 ausgelaufen.

: Chemische Industrie

In der chemischen Industrie liefen die regionalen Vergütungstarifverträge Ende Mai, Juni bzw. Juli aus. Sie hatten neben einer Einmalzahlung eine lineare Erhöhung der Tarifentgelte um 1,5 % bei einer Laufzeit von 13 Monaten beinhaltet. Der Hauptvorstand der IG BCE legte am 7.3.2005 eine Forderungsempfehlung für die Tarifrunde 2005 vor. Der Schwerpunkt lag auf einer Erhöhung der realen Einkommen.

: Druck- und Papierindustrie

In beiden Branchen waren zweijährige Abschlüsse aus dem Jahr 2003 Ende März 2005 ausgelaufen. Sie hatten in der Druckindustrie eine zweistufige Tariferhöhung von 1,5 % (2003) und 1,7 % (2004) gebracht. In der Papierverarbeitung waren die Tarife um 2,0 % (2003) und 2,3 % (2004) erhöht worden.

: Stahlindustrie

Die Tarifrunde in der Stahlindustrie fällt unterschied sich deutlich von den anderen Runden: Die ökonomische Situation und die weiteren Aussichten der Branche sind glänzend, die Gewerkschaften sahen sich demzufolge in einer guten Verhandlungsposition und die Beschäftigten waren angesichts eher zurückhaltender Abschlüsse in der Vergangenheit sehr wohl bereit, aktiv für die gewerkschaftlichen Forderungen einzutreten.