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WSI-Mitteilungen

Menz, Wolfgang / Kratzer, Nick / Dunkel, Wolfgang : 'Permanentes Ungenügen' und 'Veränderung in Permanenz' - Belastungen durch neue Steuerungsformen

Ausgabe 07/2010

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie zwei Entwicklungen, die für Erwerbsarbeit von zentraler Bedeutung sind - der Anstieg von Leistungsanforderungen und der Anstieg psychischer Belastungen - , miteinander in Beziehung stehen. Dabei wird die These vertreten, dass neue Organisations- und Steuerungsformen von Arbeit nicht einfach nur zu einer erhöhten Arbeitsmenge führen, sondern zugleich die Prinzipien und Maßstäbe der Leistungserbringung im Betrieb verändern und dass genau dies zu psychischen Belastungen beitragen kann. Anhand eines Unternehmens aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen werden diejenigen Dimensionen von Stress und Überforderung illustriert, die aus einer radikalisierten Form der erfolgsorientierten Leistungssteuerung resultieren können ("permanentes Ungenügen"). Am Fall eines Unternehmens aus der Kommunikationstechnik werden solche Belastungen deutlich, wie sie mit auf Dauer gestellten Reorganisationsprozessen verbunden sind ("Veränderung in Permanenz"). Neue Organisations- und Steuerungsformen von Arbeit können jedoch nicht nur psychische Belastungen erzeugen - sie legen den Beschäftigten auch eine individualisierte Belastungsbewältigung nahe. Abschließend wird darauf eingegangen, welche Folgerungen hieraus für die betriebliche Gesundheitspolitik zu ziehen sind.

(in: WSI-Mitteilungen, 7/2010, S. 357-364)

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