WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2014

Linda Clarke, Christopher Winch, Michaela Brockmann

Der Widerspruch zwischen nationalen Berufsbildungssystemen und dem europäischen Arbeitsmarkt: der Fall der Maurerqualifikationen


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WSI-Mitteilungen 1/2014, Seiten 60-69

Zusammenfassung

Am Beispiel der Maurerausbildung in acht Ländern zeigt der Beitrag relevante länderspezifische qualitative Unterschiede hinsichtlich der beruflichen Qualifikation auf. Ursächlich sind verschiedene Berufsausbildungsformen, der jeweilige Einfluss der Sozialpartner (Gewerkschaften und Arbeitgeber) und die unterschiedliche Gewichtung von breiten fachlichen Grundkenntnissen sowie Allgemeinbildung. Ein besonders augenfälliger Unterschied besteht zwischen Ländern, in denen der Maurerberuf noch immer vorrangig als „trade“ im Sinne der englischen Bezeichnung gesehen wird, wofür nur enge Anlernqualifikationen notwendig sind, und anderen Ländern mit einem breiten Berufsbild und beträchtlicher Wissensgrundlage. Das aber bedeutet, dass die unterschiedlichen Berufsausbildungssysteme in einen Widerspruch zum europäischen Arbeitsmarkt geraten, der vergleichbare Qualifikationen fordert. Daraus folgt die Notwendigkeit eines europäischen sektoralen Qualifikationsrahmens (SQR), der es ermöglicht, die unterschiedlichen Qualifikationen einzuordnen und anzuerkennen, und der damit die Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) auf Branchenebene erleichtert.

Abstract

This paper draws on research into bricklaying qualifications in eight countries to show how equivalence might be established between qualitative differences in occupational qualifications so facilitating the implementation of a European Qualifications Framework (EQF). These differences are associated with different forms of vocational education and training (VET) and related to social partner (trade union and employer) involvement and the significance attached to underpinning knowledge and broader educational components. A main distinction is drawn between countries where bricklaying continues to be predominantly a ‘trade’, based on narrow skills gained at the workplace, and those where it is conceived as a broader occupation with a substantial knowledge base. A contradiction exists between national VET systems and the European labour market, from which stems the necessity for a European Sectoral Qualifications Framework (SQF) if differences in qualification are to be recognised and if the EQF is to function as a meaningful translational device.


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