WSI-Mitteilungen Ausgabe 02/2006

Kira Marrs, Tobias Kämpf, Andreas Boes

Zukunft der Arbeitsbeziehungen: Zwischen Atomisierung und neuer Solidarität


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Auf dem Höhepunkt des New-Economy-Hype schien es so, als würde sich das Thema Mitbestimmung in Deutschland von selbst erledigen. Vor dem Hintergrund der Durchsetzung neuer Unternehmenskonzepte und dem Vordringen hochqualifizierter, junger Beschäftigtengruppen erschien die verfasste Mitbestimmung gegenüber neuen Formen individualistischer Interessenvertretung als Auslaufmodell. Heute, vier Jahre nach dem Platzen der Börsenblase, ist dieser Befund zu hinterfragen. Gerade in jenen Wirtschaftsbereichen, die vormals in einer unzulässigen Verallgemeinerung unter dem Begriff der New Economy subsumiert wurden, zeichnet sich für die Zukunft der Arbeitsbeziehungen eine weitaus vielschichtigere und in ihrer Tendenz keineswegs eindeutige Entwicklungsrichtung ab. In zwei Branchen, die oftmals als paradigmatisch für neue post-fordistische Produktionsstrukturen und Arbeitsbeziehungen begriffen werden, konnten wir unterschiedliche empirische Ergebnisse hinsichtlich des Interessenhandelns von Beschäftigten identifizieren. Während im Bereich der AV-Medien eine "neue Ökonomie der Unsicherheit" zu einer Atomisierung von Beschäftigten führt, konnten wir im Bereich Software-Entwicklung und IT-Dienstleistungen das Potenzial für eine neue Kultur der Solidarität entdecken.


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