Projekt

Chancengleichheit in der Begabtenförderung

Das Projekt Chancengleichheit in der Begabtenförderung unterstützt Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Zuwanderungsgeschichte und diejenigen, die als Erste in ihrer Familie studieren.


Aufgrund der positiven Evaluationsergebnisse konnten die Projektbausteine nach Ende der Projektlaufzeit 2013 in das Seminarprogramm der Studienförderung integriert und somit verstetigt werden. Ebenso finden weiterhin die Werkstattgespräche zur Vernetzung mit anderen Begabtenförderwerken statt.

Warum das Projekt?

Die Hans-Böckler-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, auch und gerade denjenigen ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen, für die der Weg an die Hochschule keine Selbstverständlichkeit ist. Im Rahmen der Böckler-Aktion Bildung wurden seit Oktober 2007 über 700 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Zuwanderungsgeschichte, aus bildungsfernen Elternhäusern und einer oft schwierigen finanziellen oder sozialen Lage in die Studienförderung aufgenommen. Dabei hat sich gezeigt, dass es nicht ausreicht, an der Stelle der Förderung des Bildungsübergangs anzusetzen. Es kommt auch darauf an, fehlende Bildungserfahrungen im familiären und sozialen Umfeld, die für ein erfolgreiches Studium notwendig sind, durch einen nachhaltigen institutionellen Support auszugleichen. Mit dem Projekt "Chancengleichheit in der Begabtenförderung" erweitert die Hans-Böckler-Stiftung ihre ideelle Studienförderung um Bildungs- und Beratungsangebote für diese Stipendiatinnen und Stipendiaten, um ihren Studienerfolg bestmöglich zu unterstützen.

Die Projektbausteine

Tutorien zum Studieneinstieg
Der erfolgreiche Studieneinstieg ist für den Studienerfolg unerlässlich. Gerade für Studierende, die in ihrer Familie nicht auf Hochschulerfahrungen zurückgreifen können, ist zu Beginn des Studiums vieles neu und unbekannt. Als "Einstiegshilfe" stehen ältere Stipendiatinnen und Stipendiaten für Fragen zur Verfügung und helfen, die Anfangsphase so gut wie möglich zu gestalten.

Familienarbeit
Der Rückhalt der Familie ist wichtig für den Studienerfolg. Dazu gehört, dass Eltern oder Partner/in der Studierenden, insbesondere wenn sie nicht studiert haben, wissen, was sie mit einem Studium erwartet und wie sie unterstützen können. In der Familienarbeit wird der Dialog zwischen Stiftung, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie deren Angehörigen gestärkt.

Kollegiales Coaching
Im Kollegialen Coaching werden Selbstkompetenzen gestärkt, um eigene Ressourcen nachhaltig zu mobilisieren und Unsicherheiten zu überwinden. Altstipendiatinnen und -stipendiaten können sich als "Diversity-Coaches" ausbilden lassen und eine Coaching-Gruppe aus Stipendiatinnen und Stipendiaten leiten.

Sprachförderung
Die Mehrsprachigkeit von Studierenden mit Zuwanderungsgeschichte ist ein großes persönliches und gesellschaftliches Potenzial. Um dieses Potenzial zu nutzen, werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten unterstützt, ihre Sprachkompetenz in ihrer Muttersprache und in der Zweitsprache Deutsch auszubauen.

Schlüsselqualifikationen für das Studium
Für Studierende, die im eigenen sozialen Umfeld nicht über akademische Erfahrungen verfügen, stellen Studienorganisation, die Kommunikation mit Lehrenden und wissenschaftlicher Habitus oft Hürden auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studienabschluss dar. In Seminaren trainieren Stipendiatinnen und Stipendiaten Handlungskompetenzen für einen erfolgreichen Studienalltag.

Strategische Karriereberatung
Während des Studiums müssen Entscheidungen getroffen werden, die berufliche Wege erleichtern oder erschweren: die Wahl des Masterstudiums, ein Praktikumsplatz oder zusätzliche Sprachkenntnisse. Das notwendige Hintergrundwissen über Institutionen und mögliche Karrierewege steht jedoch nicht allen Studierenden in ihrem sozialen Umfeld zur Verfügung. Die Karriereberatung unterstützt die Stipendiatinnen und Stipendiaten hier in ihrer Berufsplanung.

Vernetzung
Um die Förderung von Studierenden mit Zuwanderungsgeschichte und aus hochschulfernen Elternhäusern strukturell zu stärken und zu verbessern, finden Werkstattgespräche zu Vernetzung der Begabtenförderwerke, Hochschulen, Gewerkschaften und weiteren Akteuren statt. Darüber hinaus ist ein Teil des Bildungsangebots auch für Stipendiatinnen und Stipendiaten anderer Begabtenförderwerke geöffnet.


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