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21.12.2009

Auswertung des WSI

Weniger gemeinsame Zeit am Wochenende: 45 Prozent arbeiten samstags

Für eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern ist der Samstag kein Familientag mehr. Gut 45 Prozent der abhängig Beschäftigten arbeiten samstags zumindest hin und wieder wie an ganz normalen Arbeitstagen, zeigt eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Das sind knapp 14,8 Millionen Menschen. Im Jahr 1991 waren erst rund 11 Millionen Arbeitnehmer,  knapp 33 Prozent der Beschäftigten, von Samstagsarbeit betroffen.

Die Rückkehr zur Samstagsarbeit bedeute kein Zurück zur Sechs-Tage-Woche der 1950er-Jahre, erläutert WSI-Arbeitsmarktexperte Dr. Alexander Herzog-Stein. Fünf Arbeitstage pro Woche sind heute die Regel - aber die freien Tage fallen nicht mehr automatisch aufs Wochenende. Damit "verliert das lange Wochenende als gesellschaftliche Zeitinstitution an Bedeutung", so Herzog-Stein. Familien- und übriges Sozialleben zu organisieren, falle vielen Beschäftigten immer schwerer - zumal sich "im Kielwasser der Samstagsarbeit auch die Sonntagsarbeit ausbreitet". So arbeiteten 2008 rund 26 Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich am Sonntag. 1991 waren es gut 17 Prozent. Auch andere Formen atypischer Arbeitszeiten wie Nachtarbeit oder Tätigkeit in Wechselschicht haben seit Anfang der 1990er Jahre zugenommen.
     
Kontakt:

Dr. Alexander Herzog-Stein
WSI  

Rainer Jung
Leiter Pressestelle  

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