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03.12.2008

Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de

Was verdienen Bürokaufleute?

Das Bruttomonatseinkommen von Bürokaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.157 Euro. Je nach Branche variiert dieses Einkommen zwischen 1.882 € brutto im Kraftfahrzeughandel und 2.510 € im Wirtschaftszweig Herstellung von Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräten (siehe Grafik im Anhang zu dieser PM; Link zur PM mit Anhang am Fuß dieses Textes). Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals http://www.lohnspiegel.de/, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 3.600 Bürokauffrauen und -männer haben sich daran beteiligt. Die Daten beziehen sich auf 10 verschiedene Bran-chen und kommen u. a. zu folgenden Ergebnissen:

 

Neben der Branche zählt die Betriebsgröße: In Betrieben mit unter 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen der Bürokaufleute 1.997 €, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt auf 2.314 € und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei 2.711 €.

Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Bürokaufleuten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 1.776 €, bei 10 bis 19 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.300 € und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.424 €.

Bürokaufleute profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.483 € rund 475 € über dem Gehalt von 2.008 € in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Frauen verdienen als Bürokaufleute deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.072 € rund 15 Prozent unter dem der Männer mit 2.440 €.

Bürokaufleute in Teilzeitarbeit erhalten umgerechnet auf eine Vollzeitarbeitsverhältnis ein Monatseinkommen von 2.058 €, Beschäftigte in Vollzeit dagegen verdienen durchschnittlich 2.178 €. Dies macht rund 5 Prozent Lohnunterschied.

Befristet beschäftigte Bürokaufleute erhalten ein um knapp 15 Prozent niedrigeres Einkommen als unbefristet Beschäftigte.

Rund 45 Prozent der Bürokaufleute arbeiten im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Gut die Hälfte bekommt dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 43 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.

Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein beträchtliches Einkommensgefälle: Das Einkommen der Bürokaufleute in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt gut 23 Prozent niedriger als in den alten Ländern.

Das Projekt "LohnSpiegel" erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus insgesamt 35 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite "www.lohnspiegel.de" freiwillig und anonym beteiligen können. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Online-Gehalts-Check für rund 250 Berufe.

Weitere Informationen:

Die komplette Untersuchung (pdf)

Kontakt:

Dr. Reinhard-Bispinck at boeckler.de  

Dr. Heiner-Dribbusch at boeckler.de  

Fikret-Oez at boeckler.de  

Rainer-Jung at boeckler.de  

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