Pressemitteilungen 2008

2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 | 2008 2007

21.08.2008

Service des WSI-Tarifarchivs

Daten und Fakten zur Tarifrunde 2008 in der Metallindustrie

Ende Oktober laufen die Lohn- und Gehaltstarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie aus. Die IG Metall hat angekündigt, dass sie für die rund 3,5 Millionen Beschäftigten höhere Tarifforderungen stellen und auch ein höheres Ergebnis durchsetzen will als im vergangenen Jahr. Die Tarifforderung belief sich 2007 auf 6,5 Prozent. Der Abschluss umfasste neben einer Einmalzahlung von 400 Euro für die Monate April und Mai 2007 eine Tarifanhebung von 4,1 Prozent ab Juni 2007 sowie eine weitere Anhebung von 1,7 Prozent ab Juni 2008. Außerdem wurde eine Einmalzahlung von 0,7 Prozent  für die Monate Juni bis Oktober 2008 vereinbart.

Das WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung hat in der folgenden Übersicht die Entwicklung von Forderungen und Abschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie seit Beginn der 1990er Jahre zusammengestellt. Die höchste Lohnforderung stellte die IG Metall mit zehn Prozent im Jahr 1991 auf.

In den vergangenen zehn Jahren von 1998-2007 habe die IG Metall mit ihren Tarifabschlüssen den neutralen Verteilungsspielraum im Wesentlichen ausgeschöpft, analysiert der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck. Das heißt, die Preissteigerungsrate wurde ausgeglichen und die tariflichen Reallöhne in der Metallindustrie wurden in etwa im Ausmaß des Anstiegs der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität angehoben.

Damit  weise die Metallbranche im Vergleich zu den anderen großen Wirtschaftszweigen die relativ beste Verteilungsbilanz auf, so Bispinck. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt blieben die Tarifanhebungen deutlich unter dem neutralen Verteilungsspielraum. "In der Folge kam es zu einer kräftigen Umverteilung zugunsten der Gewinneinkommen", sagt der Wissenschaftler.

Kontakt:

Dr. Reinhard-Bispinck at boeckler.de  

Rainer-Jung at boeckler.de  

zurück

X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Durch die Betätigung des Einverstanden-Buttons willigen Sie auch in das durch Facebook Insights getätigte Tracking auf der Facebook Fanpage der Hans-Böckler-Stiftung ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden