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20.07.2011

Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de

Was verdienen Chemielaboranten/innen?

Das Bruttomonatseinkommen von Chemielaborantinnen und -laboranten beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 2.917 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. 563 Chemielaboranten/innen haben sich daran beteiligt. „Unsere Daten zeigen die Einkommensunterschiede dieser Berufsgruppe nach Branche, Berufserfahrung und Betriebsgröße.“, sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. „In Betrieben mit über 500 Beschäftigten verdienen die Chemielaboranten/innen mit durchschnittlich 3.246 Euro deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 2.236 Euro kommen“.

Die Auswertung kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung: Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Chemielaboranten/innen mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.142 Euro, bei 10 bis 14 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.859 Euro und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 3.467 Euro.

Branchen: In der chemischen Industrie werden die Chemielaboranten/innen mit durchschnittlich 3.125 Euro am besten bezahlt, gefolgt vom Bereich Bergbau/Steine und Erden mit 2.981 Euro. Im Bereich Metallerzeugung beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.733 Euro und im Bereich Energie- und Wasserversorgung/Entsorgung und Recycling 2.652 Euro. Darunter liegt der Bereich Nahrungs- und Genussmittelherstellung mit 2.239 Euro (siehe auch die Grafik in der pdf-Version dieser PM; Link unten).

West – Ost: Während die Chemielaboranten/innen in Westdeutschland durchschnittlich 2.981 Euro erhalten, bekommen sie in Ostdeutschland 2.185 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Chemielaboranten/innen 27 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.

Tarifbindung: Chemielaboranten/innen profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.123 Euro rund 23 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Das Projekt „LohnSpiegel“ erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus mehr als 60 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite „www.lohnspiegel.de“ freiwillig und anonym beteiligen können. Sie sind nicht repräsentativ, liefern aber für viele Berufe verlässliche Orientierungswerte. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Gehalts-Check für rund 300 Berufe.

Weitere Informationen:

Die komplette Auswertung (pdf) 

Die Pressemitteilung mit Grafiken (pdf)

Kontakt:

Dr. Reinhard Bispinck
Leiter des WSI-Tarifarchivs

Dr. Heiner Dribbusch
WSI, Tarif- und Gewerkschaftspolitik

Rainer Jung
Leiter Pressestelle

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