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17.02.2011

Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de

Was verdienen Energieanlagenelektroniker/innen?

Das Bruttomonatseinkommen von Energieanlagenelektroniker/innen beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 2.868 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals http://www.lohnspiegel.de/, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 790 Energieanlagenelektroniker/innen haben sich daran beteiligt. "Unsere Daten zeigen die Einkommensunterschiede dieser Berufsgruppe nach Branche, Berufserfahrung und Betriebsgröße.", sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. "In Betrieben mit über 500 Beschäftigten verdienen die Energieanlagenelektroniker/innen mit durchschnittlich 3.186 Euro deutlich mehr als die Beschäftigten in Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten, die auf 2.482 Euro kommen".

Die Auswertung kommt u. a. zu folgenden Ergebnissen:

Berufserfahrung
Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Energieanlagenelektroniker/innen mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.286 Euro, bei 10 bis 14 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.897 Euro und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 3.202 Euro.

Branchen
Im Fahrzeugbau werden die Energieanlagenelektroniker/innen mit durchschnittlich 3.162 Euro am besten bezahlt, gefolgt von der Metallerzeugung mit 3.004 Euro und dem Maschinenbau mit 2.993 Euro. Im Bereich Energie- und Wasserversorgung beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2.895 Euro und im Bereich Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte beträgt es 2.686 Euro. Darunter liegt noch das Baugewerbe mit durchschnittlich 2.338 Euro.

West - Ost
Während die Energieanlagenelektroniker/innen in Westdeutschland durchschnittlich 2.960 Euro erhalten, bekommen sie in Ostdeutschland 2.159 Euro. In den neuen Bundesländern verdienen damit Energieanlagenelektroniker 27 Prozent weniger als ihre Kollegen/innen in den alten Bundesländern.

Tarifbindung
Energieanlagenelektroniker/innen profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 3.057 Euro rund 15 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen und Kolleginnen in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Das Projekt "LohnSpiegel" erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus mehr als 40 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite "www.lohnspiegel.de" freiwillig und anonym beteiligen können. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Gehalts-Check für rund 280 Berufe.

Kontakt:

Dr. Reinhard Bispinck
Leiter WSI-Tarifarchiv

Dr. Heiner Dribbusch
WSI

Rainer Jung
Leiter Pressestelle


Die Pressemitteilung mit Grafik (pdf)

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