Ausstellung

Vom Wert der Mitbestimmung

Ein Ausstellung zeigt die Geschichte der 76er-Mitbestimmung. Zu sehen ist sie derzeit in Hannover. Von Margarete Hasel


So richtig gut gelitten bei Gewerkschaftern waren diese drei Herren nicht, als sie am 18. oder 19. Juni 1976 in der Dortmunder Westfalenhalle auf dem SPD-Parteitag die Köpfe zusammensteckten: der SPD-Vorsitzende Willy Brandt, der Arbeitsminister – und frühere IG-Bergbau-Vorsitzende – Walter Arendt und Bundeskanzler Helmut Schmidt. Drei Monate zuvor, am 18. März, hatte der Bundestag mit überwältigender Mehrheit das „Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer“ verabschiedet. 95 Prozent der Bundestagsabgeordneten hatten für den sozialliberalen Kompromiss gestimmt, den der damalige DGB-Vorsitzende Heinz-Oskar Vetter als größte Enttäuschung seiner Amtszeit bezeichnen sollte. Die turbulente Vorgeschichte des 76er-Mitbestimmungsgesetzes wird auf einer von über 20 Stellwänden erzählt, auf denen die Kuratoren der Ausstellung „Vom Wert der Mitbestimmung“, Werner Milert und Rudolf Tschirbs, mit Repros von Quellenmaterial, Fotos und Plakaten dokumentieren, was Betriebsräte und Aufsichtsräte seit 1945 geleistet haben. Ob diese Erfolgsgeschichte Heinz-Oskar Vetter vielleicht doch versöhnt hätte? 


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Öffnungszeiten und Ort: Die Wanderausstellung „Vom Wert der Mitbestimmung“ ist derzeit bis zum 25. Mai 2016 in der IG-BCE-Hauptverwaltung, Königsworther Platz 6, 30167 Hannover, zu sehen. Mo. bis Fr., 8–19 Uhr

Weitere Stationen organisiert Birgit Hoffmann (HBS)

Lesenswert: Zur Veranstaltung ist ein Katalog erschienen. 

Multimedia: Berichte, Fotos und Videos von den Ausstellungseröffnungen am 7. März in Berlin sowie am 12. April in der IG-BCE-Hauptverwaltung 


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