Drei Fragen an Sabine Stephan

Die Konjunktur im Jahr 2018

Sabine Stephan, Referatsleiterin Ökonometrie, erklärt die Prognose des IMK für das Jahr 2018.


Ist die Bundesregierung mit ihrer Prognose zu optimistisch?

Nein. Der Aufschwung in Deutschland hat an Breite und Stärke gewonnen und vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose – wie die Forschungsinstitute auch – nach oben korrigiert. Sie erwartet ein Wirtschaftswachstum von 2 % in diesem und von 1,9 % im kommenden Jahr. Damit schätzt sie die Wachstumsaussichten 2018 sogar etwas verhaltener ein als das IMK.

Ist dieser Aufschwung besonders?

Dieser Aufschwung ist – anders als die beiden vorangegangenen Aufschwünge – stark binnenwirtschaftlich geprägt. Löhne und Beschäftigung expandieren gleichermaßen. Des Weiteren ist die Inflationsrate niedrig. Sie bewirkt, dass sich nominale Lohnzuwächse in relativ kräftigen  Reallohnzuwächsen niederschlagen. Das trägt wiederum dazu bei, die Kaufkraft und damit den privaten Konsum merklich zu steigern.

Was bedeutet die Prognose des IMK für die privaten Haushalte?

Im Prognosezeitraum wird sich der Aufschwung fortsetzen und mit ihm die positive Lohn- und Beschäftigungsentwicklung. Für die privaten Haushalte bedeutet dies deutliche Einkommenszuwächse in einem Umfeld erhöhter Arbeitsplatzsicherheit. Das IMK erwartet, dass die nominalen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2017 und 2018 um jeweils rund 3 ½ % zunehmen. Bei anziehender Teuerung fallen die Zuwächse beim realen verfügbaren Einkommen in beiden Jahren mit jeweils rund 2 % allerdings etwas geringer aus als zuvor.

 


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