Auswertungen

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Ausgewertet: 27 Vereinbarungen aus den Jahren 1996 bis 2013


Seit Ende 2013 ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz explizit die Berücksichtigung psychischer Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung vorgesehen.

Das Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist weniger geregelt als bei anderen Gefährdungen. Da keine einheitlichen Messgeräte existieren, muss jeder Betrieb seinen eigenen Verfahrensweg finden. Der größere Handlungsspielraum führt zu Unsicherheiten. Entscheidend für den Erfolg ist daher eine sorgfältige Planung und Vorbereitung.

Die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen liegt beim Arbeitgeber. Der Spielraum, den der Gesetzgeber den Arbeitgebern bei der Entwicklung und Umsetzung lässt, unterliegt allerdings der Mitbestimmung des Betriebsrats. Ziel des Betriebsrats sollte daher sein, die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen fest in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. Somit ist es gleichzeitig möglich, einen systematischen Prozess der Verbesserung des Arbeitsschutzes sowie der Präventionsarbeit in Dienststelle und Betrieb in Gang zu setzen.

In dieser Auswertung wurden 27 Vereinbarungen zum Thema Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen aus dem Gesamtbestand der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet.


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