Auswertungen

Social-Media-Guidelines

Ausgewertet: 61 Richtlinien und 7 Vereinbarungen aus den Jahren 2007 bis 2012


Anwendungen aus dem Web 2.0 werden zu Marketingzwecken, für Kunden- oder Bewerberportale oder als Kommunikationswerkzeug innerhalb der Organisation genutzt. Neue Möglichkeiten der Vernetzung, Beteiligung und Kooperation eröffnen Chancen und Risiken für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wenn mit der Anwendung auch Erwartungen an flexiblere Verfügbarkeiten von Beschäftigten geweckt werden, sind Abgrenzungsmöglichkeiten zwischen Berufs- und Privatleben wichtig. Zunehmend kritisch diskutiert wird die Frage, wo noch unbeobachtbare Freiräume liegen angesichts ständig steigender Kontrollmöglichkeiten.

Die Auswertung erfasst nicht alle Aspekte des Themas vollständig. Tatsächlich gibt es noch viele offenen Fragen zum Umgang mit den Datenströmen in Sozialen Medien sowie zu ihren Auswirkungen auf die oft zitierte Work-Life-Balance. Für Betriebsräte folgt, dass sie mit ihren gesetzlichen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten und wachsendem Selbstbewusstsein aussagekräftige Regelwerke und Grenzen für die Welt der Sozialen Medien aufzeigen können und müssen. Gerade weil die Entwicklung hier noch am Anfang steht. Dabei haben sie noch die Chance, zu gestalten anstatt nur zu reagieren. Diese Chance sollte hier und heute offensiv genutzt werden. Die vorgelegte Auswertung ist ein Hilfsmittel.

Betriebliche Interessenvertretungen müssen Regelungen finden, um Arbeitnehmer wirksam vor ständiger Überwachung, vor ausufernden Verhaltens- und Leistungskontrollen und vor verkürzten Beurteilungsmaßstäben zu schützen. Unternehmen selbst sehen einzelne Aspekte Sozialer Medien durchaus als problematisch an, etwa wenn es um Informations- oder Datensicherheit oder die Deutungshoheit des unternehmerischen Handelns geht.

In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von sogenannten Social-Media-Guidelines entstanden, aber nur wenige sind kollektivrechtliche Vereinbarungen. Das ist deshalb problematisch, weil viele Regelungsinhalte dieser Guidelines Themen aus dem Bereich der betrieblichen Mitbestimmung des Betriebsrates zum Gegenstand haben.

Es ist also an der Zeit, vorhandene Guidelines und betriebliche Vereinbarungen auszuwerten und zu untersuchen, welche wichtigen Regelungsbereiche sich heraus kristallisieren, welche einschlägigen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte Betriebsräte bereits wahrnehmen und welche Fragen in diesem Handlungsfeld offen sind.

Die Analyse stellt die vorhandenen Regelungsansätze hinsichtlich Inhalt und Form der Leitlinien oder Vereinbarungen dar. Vorgestellte Textausschnitte können als Bestandteile für neue betriebliche Vereinbarungen verwendet werden.


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