Auswertungen

Gestaltung des Übergangs in den Ruhestand

Ausgewertet: 124 Vereinbarungen aus den Jahren 1972 bis 2011


Am Ende eines Arbeitslebens steht der Übergang in den Ruhestand. Hinsichtlich der Gestaltung dieses Überganges bestehen individuell oft recht unterschiedliche Wünsche, die wesentlich auch vom Gesundheitszustand und den besonderen Arbeits- und Lebensbedingungen der betroffenen Personen abhängig sind. Geprägt werden die Rahmenbedingungen für den Übergang neben den Wünschen der Beschäftigten auch vom Arbeitsmarkt und betrieblichen Erfordernissen. Hinzu kommen die finanziellen Möglichkeiten der Sozialversicherungsträger, insbesondere der gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesetzlichen Bestimmungen und heute vor allem die abgeschlossenen Tarifverträge sind Ausgangspunkt für etwaige betriebliche Regelungen.

Ausgewertet wurden 124 betriebliche Vereinbarungen, die sich mit der Gestaltung von Übergängen in den Ruhestand befassen. Zwei Ziele ragen heraus: einen möglichst frühen Eintritt in den Ruhestand erreichen bzw. eine schrittweise Entlastung von der Arbeit in der letzten Phase vor dem Bezug der gesetzlichen Rente. Die Gründe hierfür sind im demographischen Wandel und in der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre zu sehen. Instrumente sind vor allem Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten bzw. auch Maßnahmen zum Gesundheitsschutz.

Die abgeschlossenen Vereinbarungen belegen einen hohen Bedarf an Regelungen, die auch der jeweiligen betrieblichen Situation gerecht werden müssen. Hierfür sind finanzielle Mittel erforderlich. Nachdem die Förderung von Altersteilzeitverträgen durch die Agentur für Arbeit 2009 beendet wurde, hat das Instrument Altersteilzeit an Attraktivität verloren. Einen Ausgleich durch eine entsprechende Förderung durch den Arbeitgeber gibt es in der Regel nur in Branchen, die entsprechende Tarifverträge abgeschlossen haben und wo entsprechend freiwillige betriebliche Vereinbarungen für die Detailfragen existieren. Die Chancen auf eine vorteilhafte Übergangsregelung sind sehr ungleich über die verschiedenen Branchen verteilt. Während es den Gewerkschaften in einigen Branchen gelang, mit tarifvertraglichen Regelungen Anknüpfungspunkte zu schaffen, sind solche tarifvertraglichen Regelungen in anderen Branchen nur selten oder gar nicht anzutreffen. Betriebliche Regelungen sind in diesen Fällen vom guten Willen des Arbeitgebers abhängig.


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