Auswertungen

Gewinn- und Erfolgsbeteiligung

Ausgewertet: 96 Vereinbarungen, abgeschlossen in den Jahren 1973 bis 2011


Werden Beschäftigte am Gewinn bzw. Erfolg beteiligt, dann erhalten sie zusätzlich zum Arbeitsentgelt eine vom Unternehmenserfolg abhängige Entgeltkomponente.

Als wichtiges Ziel einer Erfolgsbeteiligung wird häufig formuliert, Beschäftigten ein zusätzliches Einkommen zu gewähren, eine extra „Belohnung“. Meist wird auch die Absicht formuliert, Beschäftigte mit Jahressonderzahlungen zu mehr unternehmerischem Denken und Handeln motivieren zu wollen mit positiven Effekten für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Es gibt auch Vereinbarungen, bei denen mit einer Erfolgsbeteiligung eine zusätzliche private Altersvorsorge aufgebaut werden kann.

Erfolgsbeteiligungen sind Motivationsanreize. Im Hinblick auf den demografischen Wandel kann das auch bedeuten, begehrte Fachkräfte zu gewinnen und diese längerfristig an das Unternehmen zu binden.

Neben rein quantitativen Kennzahlen werden bisweilen auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie z.B. die Anzahl von Arbeitsunfällen. Aber nicht alle Regelungen und Zielgrößen sind eindeutig positiv. Qualitative Kennzahlen, die bei der Verbesserung des Arbeitsschutzes ansetzen, sind zwar sehr zu begrüßen. Es ist jedoch auch denkbar, dass bei Kennzahlen wie Zahl der Unfälle oder Krankenstand negative Effekte in Gang gebracht werden, wenn Unfälle nicht gemeldet werden oder man krank zur Arbeit erscheint. In solchen Fällen entsteht trotz einer ursprünglich motivierend gemeinten Regelung ein Risiko für die Gesundheit der Beschäftigten.

Die Frage, wie der Unternehmenserfolg definiert wird, ist bisweilen ein strittiges Thema. Die Auswertung zeigt, dass Ausschüttungsvoraussetzungen vielfältig und stark von betriebsinternen Strukturen und Gegebenheiten geprägt sind. Gleiches gilt für die Berechnung des zu verteilenden Gesamtbetrages sowie die Berechnung des individuellen Auszahlungsbetrags.

Fundierte Kenntnisse des betrieblichen Rechnungswesens sind hier relevant: Sollen Kennzahlen des externen (Jahresabschluss) oder des internen Rechnungswesens (Kostenrechnung) angewandt werden? Nach welchen Rechnungslegungsregeln ermitteln sie sich: nach deutschem HGB oder internationalen Rechnungslegungsstandards wie IFRS oder US-GAAP? Detailfragen sollten gut durchdacht werden, will man zu späteren Zeitpunkten Auseinandersetzungen aufgrund unterschiedlicher Interpretationen vermeiden.


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