Auswertungen

Managing Diversity

Ausgewertet: 152 Vereinbarungen aus den Jahren 1988 bis 2011


Managing Diversity bedeutet, die Vielfalt der Beschäftigten im Unternehmen als wertvolle Ressource zu sehen. Der Blick wird nicht auf Defizite gelenkt, sondern Unterschiede werden anerkannt und wertgeschätzt.

Die Analyse zeigt ein breites Spektrum wie Managing Diversity in betrieblichen Vereinbarungen integriert werden kann. Viele Vereinbarungen setzen an einzelnen Merkmalen an, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nennt, vor allem Geschlecht, Behinderung, Migrationshintergrund. Das Merkmal Alter wird dagegen kaum angesprochen. Sexuelle Orientierung, Religion und Weltanschauung sind weitere Merkmale, aber nicht unbedingt äußerlich direkt erkennbar. Sie sind in den Vereinbarungen bislang sehr selten explizit genannt.

Gerade Vereinbarungen zur Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit sind häufig detailliert ausgearbeitet. Ein Grund liegt vermutlich in der jahrelangen Gleichberechtigungsarbeit und den bereits vorhandenen Gesetzen. Ähnlich ist auch die Berücksichtigung von Belangen von Behinderten und Schwerbehinderten häufig detailliert geregelt. Nur wenige Vereinbarungen firmieren unter dem Titel Diversity Management oder Managing Diversity. Aber auch hier wird nicht die Vielfalt in allen Aspekten genannt, sondern vorrangig widmet man sich den geschlechtsbezogenen Unterschieden und der Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Weitere Merkmale, die über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hinausgehen, fanden sich in den untersuchten Vereinbarungen kaum. Menschen mit besonderen Arbeitszeiten wie z.B. Teilzeitbeschäftigte und Schichtarbeitnehmende werden unter dem Blickwinkel der Vielfalt vereinzelt benannt. Aber auch Suchterkrankte, Nikotinraucher und Alkoholkranke wurden unter dem Blickwinkel der Suchtbekämpfung angesprochen.

Vereinbarungen mit dem Titel partnerschaftliches Verhalten greifen ebenfalls verschiedene Merkmale auf oder aber bleiben relativ allgemein, vor allem wenn es um Konfliktlösungsstrategien bei direkter Diskriminierung geht.

Es gibt auch Vereinbarungen, die personelle Merkmale als Querschnittsthema einbinden. Zentrale Ansatzpunkte sind hier die Felder Unternehmensorganisation, Personalentwicklung sowie Aus- und Weiterbildung.

Es lassen sich viele Anhaltspunkte finden, um Managing Diversity Konzepte in Unternehmen und Verwaltungen zu begleiten. Die Entwicklung einer gesonderten Vereinbarung zu Managing Diversity muss nicht zwingend das Ergebnis sein. Auch die Prüfung bestehender Vereinbarungen im Hinblick auf Vielfalt und potenzielle Diskriminierung ist eine Maßnahme. Überlegt werden sollte vor allem, wie die jeweiligen Inhalte der Vereinbarungen auf die Vielfältigkeit von Beschäftigten wirken und wie sich ergebende Anforderungen aufgenommen werden können.


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