Auswertungen

Kontinuierliche Schichtsysteme

Ausgewertet: 43 betriebliche Vereinbarungen der Jahre 1989 bis 2008


Arbeit „rund um die Uhr“ ist in nahezu allen Branchen vorzufinden: Von Stahlkonzern bis Call-Center und vor allem auch dort, wo Versorgung und Schutz der Bevölkerung sichergestellt werden müssen. Hierzu gehören Krankenhäuser, Feuerwehren und die Polizei.

Gesetzlich gibt es hinsichtlich der kontinuierlichen Schicht- und Nachtarbeit, für Sonn- und Feiertage Ausnahmeregelungen für bestimmte Branchen sowie Produktions- und Dienstleistungserfordernisse. Ansonsten bedarf es einer entsprechenden Genehmigung.

Dauer, Lage und Verteilung der Arbeit „rund um die Uhr“ an 168 Stunden in der Woche, stellen besondere Anforderungen an die Schichtplangestalter und die betrieblichen Parteien. Laut § 6 ArbZG müssen beispielsweise gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Nachtarbeit kann negative gesundheitliche Auswirkungen haben. Arbeit in den Abendstunden sowie an Wochenenden bringt auch negative Auswirkungen vorrangig für Familien sowie Freizeit und soziale Kontakte mit sich.

In kontinuierlichen Schichtsystemen wird die Arbeitszeit der Beschäftigten zumeist auf Früh-, Spät- und Nachtschichten verteilt und aufeinander abgestimmt. Hierbei hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Betriebsverfassungsgesetz.

Die vorliegende Auswertung stellt die Grundprinzipien kontinuierlicher Schichtarbeit und deren Regelungsbedarf in Form von Betriebsvereinbarungen dar. Dabei sind die grundlegenden Informationen zu Anfangs- und Endzeiten von Schichten sowie die Schichtpläne immer geregelt. Der kontinuierliche Arbeitseinsatz in einem feststehenden Schichtzyklus bringt es mit sich, dass zeitliche Ausgleichs- und Vertretungsregelungen festgelegt werden. Auch Regelungen zum Einsatz von älteren Beschäftigten gehören dazu.
Die Beteiligung der Interessenvertretung ist in Fragen der Arbeitszeit obligatorisch. Belange der Beschäftigten werden beachtet, allerdings unter vorrangiger Berücksichtigung betrieblicher Erfordernisse.

Regelungen im Hinblick auf ältere Beschäftigte zur Belastungsminderung auch im Sinne einer Work-Life-Balance kommen bislang eher selten vor.


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