Erwerbstätigkeit

Leiharbeit 1991-2017

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Leiharbeit hat in Deutschland seit Beginn der 1990er Jahre und ganz besonders in den Jahren nach 2004 stark an Bedeutung gewonnen. Über den Beobachtungszeitraum der letzten 25 Jahre hinweg ist die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen auf mehr als das Siebenfache angewachsen. Noch im Jahr 1991 waren in Deutschland nur 131.000 Beschäftigte in der Leiharbeitsbranche tätig. Im Jahr 2017 erreichte die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen mit 1.034.000 Beschäftigten ihren bisherigen Höchststand.

 

Leiharbeit ist in Deutschland immer noch männlich dominiert, allerdings ist der Frauenanteil in den letzten 25 Jahren um etwa die Hälfte angewachsen. Im Jahr 2017 sind knapp 30 Prozent aller Leiharbeitnehmer/innen weiblich. Im Vergleich beider Geschlechter zeigt sich, dass Leiharbeit unter Frauen über den gesamten Beobachtungszeitraum etwas stärker zugenommen hat als unter Männern: Im Jahr 1991 waren nur 26.000 Frauen als Leiharbeitnehmerinnen tätig, im Jahr 2017 aber schon 306.000. Damit stieg die Zahl der Leiharbeiternehmerinnen seit 1991 fast auf das Zwölffache an. Bei den Männern fand im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 106.000 auf 728.000 Beschäftigte statt; dies entspricht einem Anstieg auf mehr als das Sechsfache.

 

Ein besonders starker Anstieg der Leiharbeit ist für beide Geschlechter in den Jahren nach 2004 festzustellen. Zwischen 2004 und 2008 – also in nur 4 Jahren – verdoppelte sich die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen von 381.000 auf 761.000.(1)Im Jahr 2009 ist die Beschäftigtenzahl in der Leiharbeit infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise dann aber stark eingebrochen. Hiervon waren Männer in stärkerem Maße betroffen, sodass der Frauenanteil an allen Leiharbeitnehmer/innen in diesem Jahr zum ersten Mal auf 30 Prozent angestiegen ist.

 Bei der Interpretation der Zeitreihe ist zu beachten, dass die Ergebnisse ab 2013 auf einer neuen Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung basieren. Infolge der Umstellung werden Leiharbeitnehmer/innen nun besser erfasst, dadurch liegt ihre Zahl seit- dem etwas höher als in den Jahren bis 2012 (siehe methodische Anmerkungen). Mit der neuen Statistik kann nun auch der Anteil der Leiharbeitnehmer/innen an der Gesamtbeschäftigung in Deutschland direkt bestimmt werden: Bezogen auf die Jahresdurchschnittswerte waren im Jahr 2017 3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Leiharbeitnehmer/in tätig. Bei den Männern (4,0 Prozent) spielt die Leiharbeit dabei eine größere Rolle als bei Frauen (1,8 Prozent) (ohne Tabelle).

 

Im politischen Diskurs kommt Leiharbeit eine besondere Bedeutung zu, weil sie mit erhöhten Prekaritätsrisiken verbunden ist: Leiharbeitnehmer/innen erhalten im Durch- schnitt deutlich geringere Löhne als andere abhängig Beschäftigte. Im Jahr 2016 er- zielten vollzeitbeschäftigte Leiharbeitnehmer/innen durchschnittlich etwa 42 Prozent weniger Lohn als alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland.(2) Leiharbeit ist zudem durch eine hohe Dynamik und meist kurze Beschäftigungsdauern gekennzeichnet.(3) Deutlich benachteiligt sind Leiharbeitnehmer/innen auch beim Zugang zu betrieblich-beruflicher Weiterbildung und bei der beruflichen Aufwärtsmobilität.(4) Schließlich scheint Leiharbeit sogar die Partnerschaft zu belasten, denn nicht verheiratete Paare trennen sich deutlich häufiger, wenn ein Partner Leiharbeitnehmer/in ist.(5)

 

Noch nicht abschließend geklärt sind die beschäftigungspolitischen Effekte von Leiharbeit. Etwa die Frage, ob Leiharbeit den Übergang aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung erleichtert und ob Leiharbeit ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung darstellt. Eine empirische Untersuchung für das Bundesland Hessen (über den Zeitraum 2000 bis 2004) bestätigt zwar, dass Zeitarbeit den Übergang aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung erleichtert, kann aber keinen „Sprungbretteffekt“ nachweisen. (6)

 

Für die Beschäftigten birgt Zeitarbeit jedoch deutliche Risiken im weiteren Erwerbsverlauf: Im Vergleich zu den Beschäftigten in anderen Branchen sind Leiharbeitnehmer/innen einem fast fünfmal höheren Risiko von Arbeitslosigkeit ausgesetzt, und mehr als ein Drittel der Leiharbeitnehmer/innen, die „arbeitslos werden, rutschen direkt in Hartz IV, obwohl sie vorher sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben.“(7)Zudem deuten empirische Studien darauf hin, dass Leiharbeit zwar erheblich zum Beschäftigungsaufbau beitragen kann. „Allerdings geht etwa die Hälfte dieser flexiblen Jobs auf Kosten der Beschäftigung in anderen Sektoren.“(8)

 
 

Die letzte Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes trat zum 1. April 2017 in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen sind dabei: 1. Die (Wieder-) Einführung einer Höchstdauer für die Überlassung an andere Betriebe von 18 Monaten. 2. Leiharbeitnehmer/innen müssen spätestens 9 Monaten das gleiche Arbeitsentgelt erhalten wir vergleichbare Stammbeschäftigte. An der aktuellen Reform wurde besonders kritisiert, dass immer noch viele Möglichkeiten bestehen, die Höchstüberlassungsdauer zu überschreiten, und dass der Grundsatz des gleichen Lohns nach 9 Monaten nur eine Minderheit der Leiharbeitnehmer/innen betreffen wird, sodass der hohe Einkommensrückstand der Leiharbeiter/innen kaum reduziert wird.(9)

 

 

 

Bearbeitung: Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Linda Hentschel

 

 

Literatur

 

Absenger, Nadine et al. (2016): Leiharbeit und Werkverträge – Das aktuelle Reform- vorhaben der Bundesregierung, WSI-Report Nr. 32, 10/2016, https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_32_2016.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Bundesagentur für Arbeit (2018): Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung: Der Arbeits- markt in Deutschland – Zeitarbeit – Aktuelle Entwicklungen, Juli 2018, Nürnberg, https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Branchen/ generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Bundesagentur für Arbeit (2015 a): Arbeitsmarkt in Zahlen – Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeitnehmer und Verleihbetriebe, 1. Halbjahr 2014, Nürnberg,
https://www.ig-zeitarbeit.de/system/files/2015/aueg-d-0-201406-xls-1.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Bundesagentur für Arbeit (2015 b): Methodenbericht – Statistik zur Arbeitnehmer- überlassung auf Basis des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung, Nürnberg Dezember 2015, https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/ Beschaeftigungsstatistik/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Beschaefti-gungsstatistik-Statistik-zur-Arbeitnehmerueberlassung-auf-Basis-des-Meldeverfah-rens-zur-Sozialversicherung.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Deutscher Bundestag (2017): Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit in Deutsch- land und in Europa, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Frakti- on DIE LINKE, Drucksache 18/13147, http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/132/1813245.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

DGB Bundesvorstand (2015): Risiken und Reformbedarf in der Leiharbeit, arbeits- marktaktuell, Nr. 8, Oktober 2015, Berlin, http://www.dgb.de/uber-uns/dgb-heute/organisation-und-bundesvorstand/++co++52 c06cf2-789c-11e5-962b-52540023ef1a, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Haller, Peter / Jahn, Elke (2014): Zeitarbeit in Deutschland: Hohe Dynamik und kurze Beschäftigungsdauern, IAB-Kurzbericht 13/2014, Nürnberg, http://doku.iab.de/kurzber/2014/kb1314.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Hans Böckler Stiftung (2015): Leiharbeit belastet Partnerschaft. In: Böckler Impuls Nr. 11/2015, Seite 5,
https://www.boeckler.de/impuls_2015_11_5.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Jahn, Elke / Weber, Enzo (2013): Zeitarbeit: Zusätzliche Jobs, aber auch Verdrän- gung, IAB-Kurzbericht 2/2013, Nürnberg, http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb0213.pdf, letzter Zugriff: 15.10.2018.

Keller, Berndt / Seifert, Hartmut (2011): Atypische Beschäftigungsverhältnisse. Stand und Lücken der aktuellen Diskussion, in: WSI Mitteilungen, 3/2011, Seiten 138 -145.

Lepper, Timo (2015): Leiharbeit in Hessen: Ein Sprungbrett in reguläre Beschäfti- gung? In: Wirtschaft und Statistik, 2/2015, Seiten 88 - 97. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/2015/02/Wista_2_2015. pdf?blob=publicationFile, letzter Zugriff: 15.10.2018.

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(1) Als Ursache dieses Anstiegs gelten die umfassenden Veränderungen im Zuge der Hartz-Reformen (Erstes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt): Zum 1. Januar 2003 wurde die zuvor geltende Begrenzung der Überlassungsdauer abgeschafft. Aufgehoben wurde auch das Verbot der wiederholten Befristung (Synchronisationsverbot), das eine Begrenzung des Arbeitsvertrages auf die Einsatzdauer bei einem Entleihunternehmen untersagte. Zudem entfiel das Wiedereinstellungsverbot, das ausschließen sollte, dass das Zeitarbeitsunternehmen kündigt und die ehemaligen Leiharbeitnehmer/innen dann innerhalb von drei Monaten erneut einstellt. Ein knapper Überblick über die wichtigsten Reformen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt (AÜG) findet sich bei Haller, Peter / Jahn, Elke (2014): Zeitarbeit in Deutschland: Hohe Dynamik und kurze Beschäftigungsdauern, IAB-Kurzbericht 13/2014, Seite 1 ff.

(2) Maßstab für die Bestimmung war das mittlere monatliche Arbeitsentgelt (Median). Für die Männer fiel der Abstand mit fast 46 Prozent sogar deutlich höher aus als für Frauen (34 Prozent). Dies liegt vor allem daran, dass sozialversicherungspflichtig beschäftigte Männer höhere mittlere Einkommen erzielen als vergleichbare Frauen. Deutscher Bundestag (2017): Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit in Deutschland und in Europa, Seite 3, sowie Tab. 6 auf Seite 18.

(3) Etwa die Hälfte der Leiharbeitnehmer/innen verlässt das Zeitarbeitsunternehmen bereits in den ersten drei Monaten wieder. Wie Zeitreihen belegen, hat sich daran über den Zeitraum von 2000 bis 2015 kaum etwas geändert. Vgl. Haller, Peter / Jahn, Elke (2014): Zeitarbeit in Deutschland: Hohe Dynamik und kurze Beschäftigungsdauern, IAB-Kurzbericht 13/2014, Seite 5ff, und Deutscher Bundestag (2017): Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit in Deutschland und in Europa, Tab. 4 auf Seite 16.

(4) Vgl. Keller, Berndt / Seifert, Hartmut (2011): Atypische Beschäftigungsverhältnisse. Stand und Lücken der aktuellen Diskussion, Seite 141 f.

(5) Vgl. Hans Böckler Stiftung (2015): Leiharbeit belastet Partnerschaft. In: Böckler Impuls Nr. 11/2015, Seite 5.

(6) Vgl. Lepper, Timo (2015): Leiharbeit in Hessen: Ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung? In: Wirtschaft und Statistik, 2/2015, Seite 92 ff.

(7) DGB Bundesvorstand (2015): Risiken und Reformbedarf in der Leiharbeit, arbeitsmarktaktuell, Nr. 8, Oktober 2015, Seite 1 und Seite 5 ff.

(8) Jahn, Elke / Weber, Enzo (2013): Zeitarbeit: Zusätzliche Jobs, aber auch Verdrängung, IAB-Kurzbericht 2/2013.

(9) Vgl. zu diesen und weiteren Kritikpunkten an der Reform: Absenger, Nadine et al. (2016): Leiharbeit und Werkverträge – Das aktuelle Reformvorhaben der Bundesregierung, WSI-Report Nr. 32, 10/2016.

 

Datentabelle zu den Grafiken

 

 

 

Methodische Anmerkungen

 

Bis Ende 2015 wurden Angaben zu den Leiharbeitnehmer/innen in Deutschland als eigene Statistik erhoben: „Die Statistik über Leiharbeitnehmer und Verleihbetriebe basiert auf Meldungen der Arbeitgeber, die Arbeitnehmer überlassen dürfen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) haben Antragsteller einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer AÜG-Erlaubnis. Liegt ei- ne AÜG-Erlaubnis vor, so hat der Verleiher halbjährlich der Bundesagentur für Arbeit statistische Meldungen auf Vordruck zu erstatten.“(1)

Ab Januar 2015 wurde die Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) auf eine andere Datenquelle umgestellt: Die ANÜ ist seither in die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit integriert. „Die Voraussetzung [dafür] … wurde durch die Einführung eines gesonderten personenbezogenen Kennzeichens der Arbeitnehmerüberlassung in das Meldeverfahren zur Sozialversicherung geschaffen. Datenbasis für die neue Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung sind nun somit die laufenden Meldungen der Arbeitgeber im Rahmen des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung (…).“(2)

 

Die Integration in die Beschäftigungsstatistik bringt einige Vorteile für die ANÜ mit sich:

  • Für die Leiharbeitnehmer/innen werden nun mehr Merkmale und differenzierter als bisher erhoben. Die Daten sind insgesamt genauer und verlässlicher, weil sie nicht mehr in einer (zeitaufwändigen und fehleranfälligen) zusätzlichen Erhebung erfragt werden müssen. „Das neue Merkmal ‚Zeitarbeit‘ in den Meldungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung bietet nun die Möglichkeit, die Beschäftigten einzelfallbezogen als Leiharbeitnehmer zu identifizieren und statistisch auszuwerten.“(3)
  •  „Da nun die Personen in Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ-Beschäftigte) eine Teilmenge der sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten in der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit darstellen (…), sind jetzt aussagekräftigte Strukturvergleiche zwischen Beschäftigten in Arbeitnehmerüberlassung auf der einen Seite und den Beschäftigten insgesamt auf der anderen Seite möglich.“(4) Daher kann nun auch der Anteil der Leiharbeitnehmer/innen an allen (abhängig) Beschäftigten in Deutschland genau berechnet werden.

 

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die Leiharbeitnehmer/innen in der neuen Statistik nach dem Konzept der „Hauptbeschäftigung von Personen“ bestimmt werden, sodass alle Arbeitnehmer/innen, die ausschließlich in der Nebenbeschäftigung als Leiharbeitnehmer/in tätig sind, in der ANÜ nicht erfasst werden.(5)

Bis einschließlich 2015 wurde Zahl der Leiharbeitnehmer/innen parallel nach dem alten und neuen Verfahren erfasst, sodass die Ergebnisse beider Statistiken mitein- ander verglichen werden können. Im Juni 2015 lag die nach der neuen Statistik der ANÜ ermittelte Zahl der Leiharbeitnehmer/innen um etwa 3,5 Prozent über der Zahl, die sich nach der alten Statistik ergeben hätte.(6)

Für die Zeitreihe wurden die von der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich 2013 rückwärts revidierten Daten der ANÜ genutzt, sodass der Bruch in der vorliegenden Zeitreihe zwischen den Jahren 2012 und 2013 liegt.

Die Arbeitnehmerüberlassungsstatistik weist die Zahlen der Leiharbeitnehmer/innen auf Monatsbasis aus. Für die vorliegenden Analysen wurden die Jahresdurchschnittswerte auf der Basis der Monatsangaben berechnet. Auf die weit verbreitete alternative Nutzung der Angaben des zweiten Quartals (Stichtag: 30. Juni) wurde hier verzichtet. Wie eigene Analysen ergeben haben, weichen die Quartalsangaben in manchen Jahren erheblich von den echten Jahresdurchschnittswerten ab. Zudem fallen diese Abweichungen für Frauen und Männer in der Höhe sehr unterschiedlich aus.

 

 

 


(1) Bundesagentur für Arbeit (2015 a): Arbeitsmarkt in Zahlen – Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeitnehmer und Verleih- betriebe, 1. Halbjahr 2014, Seite 56.

(2) Bundesagentur für Arbeit (2015 b): Methodenbericht – Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung auf Basis des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung, S. 4.

(3) a. a. O. Seite 13.

(4) a. a. O. Seite 24.

(5) a. a. O. Seite 11 ff.

(6) Bundesagentur für Arbeit (2015 b): Methodenbericht – Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung auf Basis des Meldeverfah- rens zur Sozialversicherung, Seite 4

 

Leiharbeitnehmer/innen

„Bei der Arbeitnehmerüberlassung wird ein Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) von seinem Arbeitgeber (Verleiher) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung überlassen
– zumeist gegen ein Entgelt. Der Vertrag zwischen dem Leiharbeitnehmer und dem Verleiher ist ein Arbeitsvertrag mit allen Rechten und Pflichten, wie in jedem Arbeitsverhältnis üblich. Der Unterschied besteht nur darin, dass der Arbeitgeber berechtigt ist, den Arbeitnehmer einem Dritten zu überlassen.“(1)

„Im AÜG [Arbeitnehmerüberlassungsgesetz] wird die Tätigkeit von überlassenen Arbeitnehmern als ‚Leiharbeit‘ bezeichnet. In der Öffentlichkeit wird anstelle der Begriffe ‚Arbeitnehmerüberlassung‘ und ‚Leiharbeit‘ häufig auch der Begriff ‚Zeitarbeit‘ verwendet.“(2) In Anlehnung an das AÜG werden die betroffenen Arbeitnehmer/innen hier als Leiharbeitnehmer/innen bezeichnet.

 

 


(1) Bundesagentur für Arbeit (2015b): Methodenbericht – Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung auf Basis des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung, Seite 5.

(2) a. a. O.

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