Der Betriebsrat ist das gewählte und damit legitime Organ der Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und wird nach Wahlvorschlägen der Beschäftigten oder der im Betrieb vertretenen Gewerkschaft auf vier Jahre gewählt. Zur Wahl kann sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter - also auch Auszubildende - stellen mit einem Mindestalter von 18 Jahren und einer Betriebsangehörigkeit von mindestens sechs Monaten. Ausnahme: Wenn der Betrieb noch keine sechs Monate existiert.

Wie das Gremium gewählt wird, wie viele Betriebsrätinnen und Betriebsräte je nach Größe des Betriebes in ihm vertreten sind und welche Rechte und Aufgaben es hat, regelt das zuletzt 2001 novellierte Betriebsverfassungsgesetz.

Der Wahlvorstand leitet die Wahl des Betriebsrates ein. Er wird zehn Wochen vor Ablauf der vierjährigen Wahlperiode vom Betriebsrat bestellt. Er muss aus mindestens drei Mitgliedern bestehen. Sofern noch kein Betriebsrat besteht oder erst noch gegründet werden soll, wird der Wahlvorstand während einer Betriebsversammlung von der Mehrheit der anwesenden Beschäftigten gewählt.

Die nächsten Betriebsratswahlen finden in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai 2018 statt.

Informationen des DGBs kompakt zusammengestellt
Informationen der DGB-Gewerkschaften Ver.di
Informationen der IG Metall
Informationen der IG BCE
Informationen der NGG Aachen
Informationen der Arbeitnehmerkammer
Mehr Informationen zur Betriebsratsgründung

Aggressive Arbeitgeber
Arbeitgeber behindern jede sechste Betriebsratsgründung. Sie schüchtern Kandidaten ein, drohen mit Kündigung oder verhindern die Bestellung eines Wahlvorstands.

Viele Eigentümer wollen alle Macht für sich
Betriebsratsgründer müssen oft gegen hartnäckige Widerstände kämpfen. Besonders heftig ist der Gegenwind in inhabergeführten Unternehmen.

Aggressive Arbeitgeber - Böckler Impuls Ausgabe 17/2016
Viele Eigentümer wollen alle Macht für sich

Der Betriebsrat ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Seine Stellung im Betrieb wird durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelt. Er ist zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber verpflichtet.

Betriebsrätinnen und Betriebsräte arbeiten ehrenamtlich und üben ihre Tätigkeit während der Arbeitszeit aus. Ab 200 Beschäftgten sind einzelne Betriebsratsmitglieder von ihrer sonstigen Arbeit freizustellen. Betriebsratsmitglieder genießen einen besonderen Kündigungsschutz.

Der Betriebsrat hat unterschiedlich abgestufte Mitwirkungsrechte: Angefangen bei den Informationsrechten, über Anhörungs-, Beratungs- und Initiativrechte, sowie Zustimmungs- und Vetorechte, bis hin zu Mitbestimmungsrechten. "Echte" Mitbestimmung bedeutet, dass in diesen Angelegenheiten der Arbeitgeber nicht ohne die Zustimmung des Betriebsrats Entscheidungen treffen kann.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Beteiligungsrechte

Mann vertritt Frau - Frauen dürfen bei Betriebsratswahlen nicht benachteiligt werden. Doch da wo viele Frauen arbeiten, gibt es zu wenige weibliche Betriebsräte. Eine Gesetzesänderung könnte die „Vertretungslücke“ schließen.

43 Prozent aller Beschäftigten in der westdeutschen Privatwirtschaft wurden im Jahr 2014 von einem Betriebsrat vertreten, im Osten waren es 33 Prozent. Der Anteil der Mandatsträgerinnen liegt bei 30 Prozent.

Mann vertritt Frau
Branchentarif und Betriebsräte in Ost und West
Trendreport Betriebsratswahlen 2014

Arbeit transformieren!
Zwei Jahre lang haben 32 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, Wirtschaft und Gewerkschaften in der Kommission "Arbeit der Zukunft" diskutiert. Seit Juni 2017 liegt der Abschlussbericht vor. 

Betriebsratsarbeit der Zukunft
Die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung sind Treiber von rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt. Mit dem digitalen Wandel findet auch eine Internationalisierung von Unternehmen statt. Es entstehen Unternehmen mit immer komplexeren Strukturen. Mit dem Wachsen dieser Strukturen wird auch die Arbeit der Betriebsräte immer komplexer, die heute neben ihrer klassischen Betriebsratsarbeit häufig Managementaufgaben wahrnehmen.

Leiharbeit und Werkverträge - Fremdvergabe fair regeln
Seit 1. April 2017 gilt das neue Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen. Für Betriebsrätinnen und Betriebsräte beginnt die Arbeit jetzt erst richtig.

Arbeit transformieren!
Betriebsratsarbeit der Zukunft
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