Der Betriebsrat ist die Interessensvertretung der Arbeitnehmer*innen. Seine Stellung im Betrieb wird durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelt. Er ist zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber verpflichtet.

Betriebsräte arbeiten ehrenamtlich und üben ihre Tätigkeit während der Arbeitszeit aus, ab 200 ArbeitnehmerInnen sind einzelne Betriebsratsmitglieder von ihrer sonstigen Arbeit freizustellen. Betriebsratsmitglieder genießen einen besonderen Kündigungsschutz.

Der Betriebsrat hat unterschiedlich abgestufte Mitwirkungsrechte, angefangen bei den Informationsrechten, über Anhörungs-, Beratungs- und Initiativrechte, sowie Zustimmungs- und Vetorechte, bis zu Mitbestimmungsrechten. "Echte" Mitbestimmung bedeutet, dass in diesen Angelegenheiten der Arbeitgeber nicht ohne die Zustimmung des Betriebsrats Entscheidungen treffen kann.

Gründung eines Betriebsrats - Grundlegendes kurz zusammengefasst.
Hintergründe zur Betriebsratswahl 2018: Von Fristen, Formvorschriften, Wahlverfahren, Vorbereitung, Erstellung der Wählerlisten bis zum Wahlvorgang.

Mann vertritt Frau - Frauen dürfen bei Betriebsratswahlen nicht benachteiligt werden. Doch da wo viele Frauen arbeiten, gibt es zu wenige weibliche Betriebsräte. Eine Gesetzesänderung könnte die „Vertretungslücke“ schließen.

43 Prozent aller Beschäftigten in der westdeutschen Privatwirtschaft wurden im Jahr 2014 von einem Betriebsrat vertreten, im Osten waren es 33 Prozent. Der Anteil der Mandatsträgerinnen liegt bei 30 Prozent.

Mann vertritt Frau
Branchentarif und Betriebsräte in Ost und West

Der Betriebsrat ist das gewählte und damit legitime Organ der Interessenvertretung der Arbeitnehmer und wird nach Wahlvorschlägen der Arbeitnehmer oder der im Betrieb vertretenen Gewerkschaft auf vier Jahre gewählt. Zur Wahl kann sich jeder Beschäftigte - also auch Auszubildende - stellen, der mindestens 18 Jahre alt ist und dem Betrieb seit mindestens sechs Monaten angehört. Ausnahme: Wenn der Betrieb noch keine sechs Monate existiert.

Wie der Betriebsrat gewählt wird, wie viele Betriebsräte je nach Größe des Betriebes in ihm vertreten sind und welche Rechte und Aufgaben er hat, regelt das zuletzt 2001 novellierte Betriebsverfassungsgesetz.

Der Wahlvorstand leitet die Wahl des Betriebsrates ein. Er wird zehn Wochen vor Ablauf der vierjährigen Wahlperiode vom Betriebsrat bestellt. Er muss aus mindestens drei Mitgliedern bestehen. Sofern noch kein Betriebsrat besteht oder erst noch gegründet werden soll, wird der Wahlvorstand während einer Betriebsversammlung von der Mehrheit der anwesenden Beschäftigten gewählt.

Die nächsten Betriebsratswahlen finden in der Zeit vom 1. März bis 31. Mai 2018 statt.

Die Betriebsratswahl - Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Aggressive Arbeitgeber
Arbeitgeber behindern jede sechste Betriebsratsgründung. Sie schüchtern Kandidaten ein, drohen mit Kündigung oder verhindern die Bestellung eines Wahlvorstands.

Viele Eigentümer wollen alle Macht für sich
Betriebsratsgründer müssen oft gegen hartnäckige Widerstände kämpfen. Besonders heftig ist der Gegenwind in inhabergeführten Unternehmen.

Aggressive Arbeitgeber - Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 03.11.2016
Böckler Impuls Ausgabe 17/2016
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Die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung sind Treiber von rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt. Mit dem digitalen Wandel findet auch eine Internationalisierung von Unternehmen statt. Es entstehen Unternehmen mit immer komplexeren Strukturen. Mit dem Wachsen dieser Strukturen wird auch die Arbeit der Betriebsräte immer komplexer, die heute neben ihrer klassischen Betriebsratsarbeit häufig Managementaufgaben wahrnehmen.

Leiharbeit und Werkverträge - Fremdvergabe fair regeln
Ab 1. April gilt das neue Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen. Für Betriebsräte beginnt die Arbeit jetzt erst richtig. Im Rahmen einer Fachtagung bereitete die IG-Metall ihre Betriebsräte auf die neue Gesetzgebung vor.

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