WSI GenderDatenPortal: Arbeitszeiten

Teilzeitquoten der abhängig Beschäftigten 1991–2016

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Die Teilzeit unter abhängig Beschäftigten – hier bestimmt als der Anteil der Beschäftigten mit Arbeitszeiten unterhalb von 32 Wochenstunden(1) – hat in Deutschland innerhalb des Beobachtungszeitraums deutlich zugenommen. Dies gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Allerdings fällt der Anstieg bei Frauen (16 Prozentpunkte) zwischen 1991 und 2016 deutlich stärker aus als bei Männern (knapp 9 Prozentpunkte), sodass sich der Abstand zwischen den Teilzeitquoten beider Geschlechter über den gesamten Beobachtungszeitraum von 25 Jahren deutlich vergrößert hat.

Die genderspezifische Lücke bei der Teilzeitquote betrug 1991 noch 28 Prozentpunkte, bis zum Jahr 2016 ist sie auf 35 Prozentpunkte angewachsen:

  • Frauen waren und sind deutlich häufiger in Teilzeit tätig als Männer. Im Jahr 1991 war ein Drittel der Frauen teilzeitbeschäftigt, im Jahr 2016 gilt dies für fast jede zweite Frau. Der Anstieg erfolgte insbesondere zwischen den Jahren 1991 und 2006. In den darauffolgenden Jahren ist der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen weitgehend konstant geblieben.
  • Bei den Männern ist die Quote der Teilzeitbeschäftigten zwischen 1991 und 2016 fast kontinuierlich von 2 auf fast 11 Prozent angestiegen. Insgesamt hat sich der Anteil teilzeitbeschäftigter Männer unter den abhängig Beschäftigten damit verfünffacht, auch wenn sich ihre Teilzeitquote – im Vergleich zu den Frauen – immer noch auf niedrigem Niveau bewegt.

Regionale Unterschiede bei den Teilzeitquoten zeigen sich im Vergleich von West- und Ostdeutschland:

  • Die Teilzeitquote von Frauen fällt in Ostdeutschland im Zeitverlauf durchgängig deutlich niedriger aus als in Westdeutschland. Im Jahr 2016 fällt sie in  Ostdeutschland (35 Prozent) um 14 Prozentpunkte niedriger als in Westdeutschland (49 Prozent).(2)
  • Bis zum Jahr 2004 war Teilzeit unter Männern in Ostdeutschland seltener als unter Männern in Westdeutschland. Seit 2005 fällt die Teilzeitquote ostdeutscher Männer dagegen durchgängig höher aus als die ihrer Geschlechtsgenossen in Westdeutschland.
  • Im Jahr 2016 ist der geschlechtsspezifische Abstand der Teilzeitquoten in Ostdeutschland (23 Prozentpunkte) – wegen der niedrigeren Teilzeitquoten von Frauen dort – deutlich geringer ausgeprägt als in Westdeutschland (38 Prozentpunkte).

 
Für die Erklärung des hohen – und steigenden – Anteils an teilzeitbeschäftigten Frauen ist zu berücksichtigten, dass die Arbeitszeiten von Frauen stark durch den Haushaltkontext beeinflusst werden: Teilzeit hat insbesondere bei Frauen aus Paarhaushalten zugenommen. Seit Beginn der 1990er Jahre haben sich die Erwerbskonstellationen insbesondere in den Paarhaushalten verschoben. Bis Ende der 1990er war das Modell des Alleinverdieners vorherrschend, bei dem sich eine Vollzeiterwerbstätigkeit des Mannes mit einer Nichterwerbstätigkeit der Frau kombiniert. Seit Beginn dieses Jahrhunderts dominiert in Deutschland inzwischen das Zuverdiener-Modell, bei welchem die Männer in Vollzeit arbeiten, während die Frauen einer Teilzeittätigkeit nachgehen.(3) Die hohe Teilzeitquote der Frauen in Deutschland hängt vor allem damit zusammen, dass Frauen in Paarhaushalten immer noch den Großteil der (notwendigen) unbezahlten Arbeit leisten, also die Hausarbeit und die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen.(4)

Die Teilzeittätigkeit von Frauen ist durchaus zweischneidig zu beurteilen: Einerseits wünscht sich fast die Hälfte der abhängig beschäftigten Frauen in Deutschland eine Tätigkeit mit weniger als 35 Wochenstunden.5 Dabei begründet die große Mehrheit der Frauen ihre Teilzeittätigkeit mit familiären Betreuungsaufgaben.(6) Mit anderen Worten: Hintergrund für diesen Wunsch ist auch, dass es die Frauen sind, die einen Großteil der unbezahlten familiären Betreuungsarbeit übernehmen – wodurch es Männern erst ermöglicht wird, lange und überlange Vollzeit zu übernehmen. Andererseits wirken sich längere Teilzeitphasen negativ auf den weiteren Erwerbs- und Lebensverlauf von Frauen aus: Teilzeitbeschäftigte haben insgesamt geringere Karrierechancen und oftmals gelingt es ihnen später nicht mehr, wieder in Vollzeit zu gelangen.(7) Für mehr als die Hälfte der Frauen in Teilzeit muss zudem davon ausgegangen werden, dass sie mit ihrer eigenen Erwerbsarbeit kein existenzsicherndes Einkommen erzielen.(8) Da sich die Höhe wohlfahrtsstaatlicher Leistungen an der Höhe der Einkommen bemessen, kann dies für teilzeitbeschäftigte Frauen gravierende Folgen haben. Ganz besonders deutlich zeigt sich dies am nach wie vor extrem großen Gender Pension Gap in Deutschland.(9)


Literatur:
Absenger, Nadine / Ahlers, Elke / Bispinck, Reinhard / Kleinknecht, Alfred / Klenner, Christina / Lott, Yvonne / Pusch, Toralf / Seifert, Hartmut (2014): Arbeitszeiten in Deutschland. Entwicklungstendenzen und Herausforderungen für eine moderne Arbeitszeitpolitik, WSI Report Nr. 19. https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_19_2014.pdf, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018): Abhängig beschäftigte Frauen nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017a): Erwerbskonstellationen in Paarhaushalten 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017b): Gewünschte Wochenarbeitszeiten abhängig Beschäftigter 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017c): Gründe für Teilzeittätigkeit 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

Hobler; Dietmar / Klenner, Christina / Pfahl, Svenja / Sopp, Peter / Wagner, Alexandra (2017): Wer leistet unbezahlte Arbeit? Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege im Geschlechtervergleich, in: WSI-Report Nr. 35. https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_35_2017.pdf, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Klenner, Christina / Schmidt, Tanja (2011): Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von abhängig beschäftigten Frauen. In: Klammer, Ute (Hg.): Neue Wege –Gleiche Chancen. Expertisen zum Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, Seite 253 - 311.

Körner, Thomas und Puch, Katharina (2009): Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken. Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe, S. 528 - 552 in: Wirtschaft und Statistik, 2009, Heft 6, https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Arbeitsmarkt/MikrozensusArbeitsmarktstatistiken.pdf?__blob=publicationFile, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Pimminger, Irene (2017): Theoretische Grundlagen zur Operationalisierung von Gleichstellung. In: Wroblewski, Angela / Kelle, Udo / Reith, Florian (Hg.): Gleichstellung messbar machen. Grundlagen und Anwendungen von Gender- und Gleichstellungsindikatoren, Wiesbaden, S. 39 - 60.

Statistisches Bundesamt (2017): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2016, Fachserie 1 Reihe 4.1, https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/ErwerbsbeteiligungBevoelkung2010410167004.pdf?__blob=publicationFile, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Statistisches Bundesamt (2016): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1, https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/StandEntwicklungErwerbstaetigkeit2010411157004.pdf?__blob=publicationFile, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Statistisches Bundesamt (2006): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen, https://www.destatis.de/GPStatistik/servlets/MCRFileNodeServlet/DEHeft_derivate_00004012/2010411067004.pdf, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Wagner, Alexandra / Klenner, Christina / Sopp, Peter (2017): Alterseinkommen von Frauen und Männern. Neue Auswertungen aus dem WSI GenderDatenPortal. Reihe: WSI Report, Nr. 38. https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_38_2017.pdf, letzter Zugriff: 07.05.2018.

Wenzel, Stefanie (2012): Konvergenz oder Divergenz? Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern in Ost- und Westdeutschland. In: Gender, Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 3, Seite 59 - 76.

Bearbeitung: Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Sandra Horvath


(1)Die Festlegung der Obergrenze von Teilzeit bei 32 Stunden/Woche steht im Zusammenhang mit Datenrestriktionen der hier verwendeten Fachserie des Statistischen Bundesamtes (siehe Glossar). Allerdings wird mit dieser Abgrenzung die Teilzeitarbeit unterschätzt, denn für vollzeitnahe Teilzeit sind Wochenarbeitszeiten im Stundenbereich von 32 bis 39 Stunden durchaus üblich.

(2) Die regionalen Unterschiede zwischen den Frauen dürften sowohl auf die bessere Lage bei der Kleinkindbetreuung in Ostdeutschland zurückzuführen sein als auch auf das immer noch nachwirkende Frauenbild aus DDR-Zeiten, bei dem Mutterschaft in der Regel mit einer Vollzeittätigkeit kombiniert wurde. Vgl. Wenzel, Stefanie (2012): Konvergenz oder Divergenz? Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern in Ost- und Westdeutschland. In: Gender, Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 3, Seite 72 f.

(3) Vgl. Absenger, Nadine et al. (2014): Arbeitszeiten in Deutschland, WSI-Report Nr. 19. Trotz einer deutlichen Angleichung zwischen West- und Ostdeutschland, sind dabei immer noch einige Unterschiede festzustellen, insbesondere bei Paaren mit Kindern: In Westdeutschland ist bei drei Vierteln dieser Paare das Zuverdienermodell stark dominierend, während in Ostdeutschland nur knapp die Hälfte der Paare dem Zuverdienermodell zuzurechnen sind, während ebenso viele Paare eine doppelte Vollzeittätigkeit kombinieren. Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017a): Erwerbskonstellationen in Paarhaushalten 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

(4) Vgl. Hobler; Dietmar / Klenner, Christina / Pfahl, Svenja / Sopp, Peter / Wagner, Alexandra (2017): Wer leistet unbezahlte Arbeit? Hausarbeit, Kindererziehung und Pflege im Geschlechtervergleich, in: WSI-Report Nr. 35.

(5) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017b): Gewünschte Wochenarbeitszeiten abhängig Beschäftigter 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

(6) Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2017c): Gründe für Teilzeittätigkeit 2015. In: WSI GenderDatenPortal.

(7) Vgl. Klenner, Christina / Schmidt, Tanja (2011): Teilzeitarbeit im Lebensverlauf von abhängig beschäftigten Frauen.

(8) Dazu dürfte der Großteil der Teilzeittätigkeiten unter 20 Stunden zählen. Vgl. Hobler, Dietmar / Pfahl, Svenja / Horvath, Sandra (2018): Abhängig beschäftigte Frauen nach Arbeitszeitgruppen 1991–2016. In: WSI GenderDatenPortal. Weiterführende Analysen über die Höhe eines existenzsichernden Einkommens liegen von Irene Pimminger (2017) vor.

(9) Vgl. Wagner, Alexandra / Klenner, Christina / Sopp, Peter (2017): Alterseinkommen von Frauen und Männern. Neue Auswertungen aus dem WSI GenderDatenPortal. Reihe: WSI Report, Nr. 38.

Datentabelle zu den Grafiken

 

 

Methodische Anmerkungen

Grundlage der Berechnungen sind die Daten des Mikrozensus. Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes ist eine laufende, amtliche Repräsentativstatistik über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Mikrozensuserhebung wird auf der Basis einer 1-Prozent-Haushaltsstichprobe jährlich durchgeführt. Der Mikrozensus stellt u. a. Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zu Haushalten und Familien, zur Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit sowie zu Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen zur Verfügung. Die Grundgesamtheit ist die Wohnbevölkerung in Deutschland, damit werden Personen ohne festen Wohnsitz nicht berücksichtigt. Ausgewählte Ergebnisse des Mikrozensus werden regelmäßig in den Fachserien des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Auch die hier vorliegenden Ergebnisse basieren auf Daten, die jährlich in einer Fachserie veröffentlicht werden (Fachserie 1 Reihe 4.1 „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung“, bzw. bis zum Berichtsjahr 2015: Fachserie 1 Reihe 4.1.1 „Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland“).(1)

Bis einschließlich zur Erhebung 2004 bezogen sich die Angaben des Mikrozensus auf eine feste Berichtswoche für alle Befragten, die zumeist im April eines Jahres lag. Seit 2005 erfolgt die Erhebung des Mikrozensus nach dem Prinzip der Unterjährigkeit, d.h. die Befragung erfolgt über alle Wochen des Jahres verteilt. Mit der veränderten Erhebung können methodisch bedingte Veränderungen der Werte einhergehen.(2)

Die zugrunde liegende normalerweise geleistete Arbeitszeit zielt eher auf durchschnittliche Werte ab und unterliegt daher nicht so starken Schwankungen wie die ebenfalls erfasste tatsächliche Arbeitszeit, mit welcher nur die Arbeitsstunden der vorangegangenen Woche erfasst werden. Die seit 2005 praktizierte unterjährige Erhebung erfasst verstärkt solche Tätigkeiten, die deutliche Jahresschwankungen aufweisen (z. B. saisonale Beschäftigungen). Dies kann auch die normalerweise geleistete Arbeitszeit beeinflussen, weil dadurch saisonale Beschäftigungen mit sehr kurzen, aber auch mit sehr langen Arbeitszeiten stärker berücksichtigt werden.

Ab 2005 werden Berlin (West) und Berlin (Ost) zusammen als ein Gebiet erfasst und – statt wie bis 2004 nur Berlin (Ost) – insgesamt den neuen Bundesländern zugerechnet. Durch diese Veränderung ist eine Vergleichbarkeit von nach Ost und West differenzierten Daten vor und nach dieser Umstellung nur bedingt gegeben.(3)

Die Ergebnisse ab dem Jahr 2013 wurden „auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 09.05.2011) basieren.“(4) Diese Umstellung zeigt sich „in erster Linie in einem Niveaueffekt, der zu einem Bruch in der Zeitreihe bei den absoluten Werten führt. Auf die Berechnung von Quoten hat die Umstellung des Hochrechnungsrahmens dagegen nur einen geringen Einfluss.“(5) Dennoch ergeben sich auch für einige Quoten deutliche Brüche zwischen 2012 und 2013. Grundsätzlich gilt, dass infolge des neuen Hochrechnungsrahmens die Ergebnisse ab dem Jahr 2013 nur noch eingeschränkt vergleichbar sind mit den Ergebnissen aus den Vorjahren.(6) Mit dem Berichtsjahr 2016 wurde schließlich die Datenbasis auf eine neue Grundlage umgestellt. Seit diesem Jahr basiert die Stichprobe des Mikrozensus auf den Ergebnissen des Zensus 2011.(7)

 


(1) Vgl. Statistisches Bundesamt (2017): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2016, Fachserie 1 Reihe 4.1. sowie Statistisches Bundesamt (2016): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1.

(2) a. a. O., Seite 5.

(3) Vgl. Statistisches Bundesamt (2006): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen.

(3) Vgl. Statistisches Bundesamt (2016): Mikrozensus. Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland, Fachserie 1 Reihe 4.1.1, Seite 6.

(4) Statistisches Bundesamt (2017): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2016, Fachserie 1 Reihe 4.1, Seite 4.

(5) a. a. O.

(6) a. a. O.

Teilzeitquote (abhängig Beschäftigte)
Die Teilzeitquote gibt den Anteil der abhängig Beschäftigten, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, an allen abhängig Beschäftigten wider. Im Rahmen des
Mikrozensus werden zwar Angaben zur Selbsteinstufung von abhängig Beschäftigten erhoben – sie können also selbst angeben, ob sie Teilzeit oder Vollzeit arbeiten. Allerdings hat das Statistische Bundesamt die Grenze zwischen Teilzeit und Vollzeit in den veröffentlichten Fachserien bis 2012 über die normalerweise geleistete Arbeitszeit festgelegt.(1) Als Teilzeitbeschäftigte wurden vom Statistischen Bundesamt definiert: Abhängig Beschäftigte mit einernormalerweise geleisteten Arbeitszeit von weniger als 32 Wochenstunden (inklusive Überstunden). Um die Vergleichbarkeit der Zeitreihe zu wahren, wurden die Teilzeitbeschäftigten ab 2013 entsprechend dieser Abgrenzung bestimmt. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Teilzeitquoten beziehen sich jeweils auf alle abhängig beschäftigten Frauen und Männer ab 15 Jahren.

Arbeitszeit (normalerweise geleistete Arbeitszeit)
„Im Mikrozensus wird die normalerweise geleistete Arbeitszeit je Woche und die tatsächlich geleistete Arbeitszeit in der Berichtswoche erhoben. Bei der normalerweise geleisteten Arbeitszeit je Woche werden gelegentliche oder einmalige Abweichungen nicht berücksichtigt (z. B. Urlaub, Krankheit, gelegentlich geleistete Überstunden). Die ,normale‘ Arbeitszeit kann von der tariflich vereinbarten Arbeitszeit abweichen, wenn regelmäßig wöchentlich Überstunden geleistet werden. (...) Die (...) dargestellten Ergebnisse beziehen sich nur auf normalerweise (...) geleistete Arbeitszeiten aus der einzigen bzw. Haupterwerbstätigkeit.“(2)

Abhängig Beschäftigte
„Personen, die ihre Haupttätigkeit auf vertraglicher Basis für eine Arbeitgeberin bzw. einen Arbeitgeber in einem abhängigen Arbeitsverhältnis ausüben und hierfür eine Vergütung erhalten. Hierzu zählen auch Personen, die vorübergehend nicht arbeiten, sofern sie formell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind (z. B. aufgrund von Urlaub, Krankheit, Streik, Aussperrung, Mutterschafts- und Elternurlaub, Schlechtwettergeldempfang usw.). Nicht von Bedeutung ist dabei der zeitliche Umfang der ausgeübten Tätigkeit oder ob aus dieser der überwiegende Lebensunterhalt bestritten werden kann. Synonyme Begriffe sind auch abhängig Erwerbstätige oder Arbeitnehmer.“(3)

 


(1) Vgl. dazu: Körner, Thomas / Puch, Katharina (2009): Der Mikrozensus im Kontext anderer Arbeitsmarktstatistiken. Ergebnisunterschiede und ihre Hintergründe, S. 528-552 in: Wirtschaft und Statistik, 2009, Heft 6.

(2) Statistisches Bundesamt (2017): Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung. Ergebnisse des Mikrozensus zum Arbeitsmarkt 2016, Fachserie 1 Reihe 4.1, Seite 6.

(3) a. a. O.

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