Gesundheit

Versichertenstruktur in der privaten Krankenversicherung 2015

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Wenn Frauen privat krankenversichert sind, dann sind sie dies häufiger als Beamtin oder als Mitversicherte eines Beamten.

Unter den Vollversicherten in der privaten Krankenversicherung haben Frauen einen Anteil von weniger als einem Drittel. Männer stellen mehr als die Hälfte und Kinder weniger als ein Fünftel der privat Krankenvollversicherten.

Relativ gesehen sind privat krankenversicherte Frauen mit 63 Prozent häufiger als Männer (39 Prozent) beihilfeberechtigt, weil sie entweder Beamtin oder Ehefrau eines Beamten sind. Umgekehrt sind Männer häufiger ohne Beihilfe privat krankenvollversichert. Dies bedeutet, dass Frauen zu einem größeren Teil entweder aufgrund ihres eigenen Beschäftigungsverhältnisses beim Staat oder über den Beamtenstatus ihres Ehepartners privat krankenversichert sind. Demgegenüber sind Männer relativ häufiger entweder aufgrund ihres Erwerbsstatus als Selbständiger oder aufgrund ihres die Versicherungspflichtgrenze überschreitenden Erwerbseinkommens privat versichert. 

Bearbeitung: Dr. Peter Sopp; Dr. Alexandra Wagner


Literatur

Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) (2015): Zahlenbericht der Privaten Krankenversicherung 2014. Köln

Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) (2015): Rechenschaftsbericht der Privaten Krankenversicherung 2015. Köln

Datentabelle zur Grafik

Methodische Anmerkungen

Die Daten basieren auf Angaben des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, der seine Daten von den jeweiligen Mitgliedsunternehmen (private Krankenkassen) erhält. Seine Mitgliedsunternehmen decken nahezu den kompletten privaten Krankenvoll- und Zusatzversicherungsmarkt in Deutschland ab. Dargestellt werden privat krankenversicherte Personen als Anteil an der Gesamtbevölkerung. Ab dem 16. Lebensjahr sind diese nach Geschlecht ausgewiesen. Personen unter 15 Jahren werden unabhängig vom Geschlecht in der Kategorie „Kinder“ erfasst.

Private Krankenversicherung (PKV):
In der PKV können sich Personen versichern, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, d.h. Selbständige und Beamtinnen und Beamte sowie Arbeitnehmer/innen, deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Ein Wechsel von privat krankenversicherten Personen in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Vollversicherung:
Bei einer Vollversicherung werden Leistungen für ambulante, stationäre und zahnärztliche Versorgungen durch den Krankenversicherungsschutz abgedeckt.

Beihilfe:
Die Beihilfe ist eine vom Staat eingerichtete Zuschussform zur Krankenversicherung für Beamtinnen und Beamte. Je nach Beihilfevorschrift des Bundes bzw. Bundeslandes und der familiären Situation erstattet die Beihilfe 50 bis 80 Prozent der Krankheitskosten, z. B. für ärztliche und zahnärztliche Behandlungen, Arzneimittel und Krankenhausaufenthalte. Ein bundesweit einheitliches Beihilferecht gibt es nicht, es gilt immer die Beihilfevorschrift des jeweiligen Dienstherren. Der Anspruch auf Beihilfe erstreckt sich auch auf die Familienmitglieder der Beamtinnen und Beamten. Ehepartner/innen sind beihilfeberechtigt, wenn deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet.

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