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28.05.2014

Online-Umfrage von www.lohnspiegel.de:

Was verdienen Bürokaufleute?

Das Bruttomonatseinkommen von Bürokaufleuten beträgt ohne Sonderzahlungen auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.250 Euro. Je nach Branche variiert dieses Einkommen zwischen rund 2.060 € brutto im Grundstücks- und Wohnungswesen und 2.430 € im Wirtschaftszweig Maschinenbau (siehe die Grafik in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 3.400 Bürokauffrauen und -männer haben sich daran beteiligt. Die Daten kommen u. a. zu folgenden Ergebnissen:

  • Neben der Branche zählt die Betriebsgröße: In Betrieben mit unter 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen der Bürokaufleute 2.150 €, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt auf 2.440 € und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei fast 2.590 €.
  •  Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Bürokaufleuten mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung beträgt im Schnitt 2.100 €, bei 6 bis 10 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 2.180 € und bei über 20 Jahren Berufserfahrung klettert es auf rund 2.450 €.
  • Bürokaufleute profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben liegt ihr Monatseinkommen mit durchschnittlich 2.540 € rund 400 € über dem Gehalt von 2.140 € in nicht tarifgebundenen Betrieben.
  • Frauen verdienen als Bürokaufleute weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen mit 2.185 € rund 12 Prozent unter dem der Männer mit rund 2.500 €.
  • Befristet beschäftigte Bürokaufleute erhalten ein Monatseinkommen von 2.060 €, unbefristet Beschäftigte dagegen verdienen durchschnittlich 2.270 €. Dies macht rund 9 Prozent Lohnunterschied.
  • 26 Prozent der befragten Bürokaufleute geben an, Teilzeit zu arbeiten. Bei den Frauen liegt der Anteil bei 31 Prozent, während es bei den Männern nur 5 Prozent sind.
  • Rund 38 Prozent der Bürokaufleute arbeiten im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart. Gut 58 Prozent bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich, 42 Prozent erhalten keine Überstundenvergütung.
  • Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein beträchtliches Einkommensgefälle: Das Einkommen der Bürokaufleute in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt gut 18 Prozent niedriger als in den alten Ländern.

Das Projekt „LohnSpiegel“ erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus insgesamt 70 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite „www.lohnspiegel.de“ freiwillig und anonym beteiligen können.

Kontakt:

Dr. Reinhard Bispinck
Leiter des WSI-Tarifarchivs

Dr. Heiner Dribbusch
WSI

Rainer Jung
Leiter Pressestelle


Die Pressemitteilung mit Grafik (pdf)

Zusatzinfos

Die komplette Untersuchung (pdf)


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