THEMENFELD „WOHLFAHRTSSTAAT“


Wohlfahrtsstaatliche Sozialpolitik ist Grundpfeiler einer solidarischen Gesellschaft. Das Versprechen der Absicherung sozialer Risiken hat insbesondere in Zeiten starker erwarteter und tatsächlicher Veränderungen einen hohen Stellenwert für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und besitzt damit auch eine zentrale Funktion als sozialer Stabilisator der Arbeits- und Wirtschaftswelt.

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert Projekte, die …

 … soziale Risiken und deren Absicherung erforschen.
Das soziale Sicherungssystem ist auf die Bewältigung von Schutzbelangen ausgerichtet. Dabei nehmen Staat, Sozialversicherungsträger und zunehmend Tarifparteien und Betriebe eine bedeutende Rolle ein. Der Bedarf an sozialer Sicherung verändert sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Vielfalt von Lebensentwürfen, die nicht immer durch kontinuierliche und existenzsichernde Erwerbstätigkeit im abhängigen Beschäftigungsverhältnis gekennzeichnet sind.
Dies wirft Fragen auf, inwiefern gegenwärtig geltende Normen und Regeln für die soziale Absicherung noch ausreichend leistungsfähig sind und welche Erweiterungen bzw. Alternativen notwendig wären. Ebenso stellt sich die Frage nach den Regulierungsebenen sozialer Sicherheit in einem Sozialen Europa: Weil Sozialstaatlichkeit nach wie vor überwiegend auf nationaler Ebene reguliert ist, sind Rechte und Ansprüche von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern bei grenzüberschreitender Mobilität nicht ausreichend gesichert. Dies deutet auf die generelle Frage hin, in welchem Verhältnis nationaler Sozialstaat und europäischer Sozialstaat zukünftig stehen sollen.

… Zugänge zu sozialstaatlichen Leistungen in den Blick nehmen.

Der Zugang und das Leistungsniveau der sozialen Sicherung unterscheidet sich zwischen Beschäftigten- bzw. Personengruppen in Abhängigkeit von den Beschäftigungsbedingungen im jeweiligen Betrieb und in der Branche. Inwiefern es damit insgesamt zu einer Kumulation von sozialen Risiken und Sicherungslücken kommt, ist eine relevante Forschungsfrage.
Die Akzeptanz des Sozialstaats entscheidet sich auch an der Frage, inwiefern es Bürgerinnen und Bürgern gelingt, erworbene Ansprüche an Leistungen des gegliederten sozialen Sicherungssystems geltend zu machen. Auch durch unterschiedliche Muster der Inanspruchnahme von sozialen Dienstleistungen kann soziale Ungleichheit verstärkt werden. Diesbezüglich kommen Mitbestimmungsakteure im sozialen Sicherungssystem in den Blick, denn Selbstverwaltungsorgane können beim Zugang und der Gewährung von Rechten und Leistungen der sozialen Sicherung für Versicherte eine unterstützende Rolle einnehmen.


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