Praxisblätter für Betriebsräte und Aufsichtsräte

Whistleblowing

Wenn Beschäftigte auf Fehlverhalten von Vorgesetzten hinweisen, gehen sie ein erhebliches Risiko ein, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Darum benötigen so genannte "Whistleblower" Schutz.

Im Jahr 2011 hat sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Thema befasst und für rechtens erkannt, dass Arbeitnehmer Missstände unter besonderen Voraussetzungen öffentlich machen dürfen. (Urteil vom 21.07.2011, Beschwerde-Nr. 28274/08)

Personal- und Betriebsräte können sich dafür einsetzen, mit dem Arbeitgeber Dienst- bzw. Betriebvereinbarungen abzuschließen, die interne Risikokommunikation erleichtert und externes Whistleblowing weitestgehend erübrigt. Das dient dem Schutz der (potentiellen) Whistleblower und ist gleichzeitig im Interesse aller Beteiligten, da Risiken rechtzeitig erkannt werden können und Schäden, die nicht zuletzt durch externes Wistleblowing entstehen können, vermieden werden.

Das Archiv Betriebliche Vereinbarungen der Hans Böckler Stiftung hat hierzu eine Auswertung von 32 betriebliche Vereinbarungen und Richtlinien veröffentlicht.
Mehr Infos und Download der Studie

Whistleblowing – Beitrag der Mitarbeiter zur Risikokommunikation
Broschüre von Björn Rohde-Liebenau aus der Edition der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Ziele der Bröschüre:
Beschäftigtenvertretungen Wege auzuzeigen wie sie Kollegen, die im Zusammenhang mit Whistleblowing Gefahr laufen, in existentielle Schwierigkeiten zu geraten, Soforthilfe bereitstellen zu können,
im Rahmen der Mitbestimmung zu sinnvollen Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber kommen können, um vermeidbaren Krisen vorzubeugen,
im Betrieb zu einem strukturell offeneren Kommunikationsklima beitragen können, so dass nicht nur Hinweise auf Missstände, sondern auch Verbesserungsvorschläge und andere Formen wichtiger interner Kommunikation besser aufgegriffen werden können. 

Mehr Infos und Download der Broschüre

Aufdecker brauchen Rückhalt, eine Altenpflegerin deckt einen Pflegenotstand auf, Dortmunder Industriearbeiter einen Umweltskandal. In ihrem Kampf gegen Missstände in Unternehmen stehen mutige Hinweisgeber wie sie oft alleine da. Gewerkschaften und Betriebsräte können helfen. Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 05/2013

Whistleblower benötigen verlässliche Ansprechpartner, Guido Strack, Sprecher des Whistleblower-Netzwerks, über die Beziehung von Hinweisgebern und Arbeitnehmervertretern. Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 05/2013

Manuela Maschke / Whistleblower-Netzwerk e.V.: „Whistleblowing: Den Umgang mit Hinweisen und Meldungen im Unternehmen gestalten“, in: Lasse Pütz/Manuela Maschke (Hrsg.): Compliance – ein Thema für Betriebs- und Aufsichtsräte, Düsseldorf 2012

Interview vom 13.09.2013 mit Dietmar Hexel: „Die Gewerkschaften dulden keine Korruption

Denunziant oder Aufklärer, wer Missstände in einem Unternehmen öffentlich macht, ist der Vergeltung des Arbeitgebers ausgeliefert. Gewerkschafter, Rechtsexperten und Oppositionsparteien fordern ein Gesetz zum Schutz der Hinweisgeber, Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 04/2012

Whistleblowing: Hinweisgeber schützen, Einblick 05/2012, 19.03.2012


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Kontakt

Dr. Norbert Kluge
Tel.: 0211 - 7778 198
Mail an Dr. Norbert Kluge senden
Praxisblätter - Wissen für Betriebs- und Aufsichtsräte

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