Interview mit Konstantin Vössing zur LABOR.A® 2019

Arbeit der Zukunft: Grenzenlos Ideen entwickeln

Digitalisierung und Globalisierung sorgen für einen fundamentalen Wandel der Arbeitswelt. Damit Arbeitnehmer/-innen dabei nicht auf der Strecke bleiben, sind neue Ideen für eine humane und sozial ausgewogene Arbeitswelt gefragt. Die LABOR.A® bietet hierfür eine Plattform, Organisator Konstantin Vössing erläutert ihre Hintergründe und Ziele im Interview.


Am 1. und 2. Oktober findet in Berlin zum zweiten Mal die LABOR.A® statt. Wofür steht die Veranstaltung?

LABOR.A® ist die Austauschplattform zur „Arbeit der Zukunft“, die aus einer gleichnamigen Expertenkommission hervorgegangen ist und von der Hans-Böckler-Stiftung in Zusammenarbeit mit 40 Programmpartnern organisiert wird. Die einmal im Jahr stattfindende Tagung ist das Highlight neben einem permanenten Austausch und der Weiterentwicklung von Ideen für die Arbeitswelt der Zukunft.  

Was will die  LABOR.A® 2019 erreichen?

Zwei zentrale arbeitsweltliche Aspekte stechen bei der LABOR.A® 2019 heraus: erstens die Bedeutung von Kooperation und Kollaboration und zweitens die Ideenproduktion. Was den ersten Punkt betrifft, sind wir mit gutem Beispiel vorangegangen: Wir haben schon vor der eigentlichen Veranstaltung die beteiligten Akteure an einen Tisch gebracht, um ihre Ideen zur LABOR.A® gemeinsam zu diskutieren. Viele Programmpartner richten Sessions nun gemeinsam aus, diesen Austausch wollen wir auch in Zukunft noch weiter fördern - vor und nach der LABOR.A®.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, die Ideen festzuhalten, welche die Teilnehmenden zur LABOR.A® 2019 mitbringen und dort im Austausch entwickeln. Dafür wird es diesmal als zentrales Feature eine Ideenlinde geben. Sie ist einer Dorflinde als Ort der sozialen Zusammenkunft nachempfunden und bietet allen Teilnehmenden die Möglichkeit Ideen analog in Schriftform oder digital über ein Mikrofon oder ein Tablet einzugeben. Die Veranstaltung wird von vier Ideenpat/-innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begleitet, die daraus ihre Highlights küren werden. Außerdem werden diese Ideen von uns nach der Tagung ausgewertet.

Wen soll die  LABOR.A® 2019 und die Plattform „Arbeit der Zukunft“ ansprechen?

Wir richten uns gleichermaßen an Praktiker und Theoretikerinnen, an Ideenproduzenten und -umsetzerinnen.  Wir wollen aber gar keine große Unterscheidung der Zielgruppen treffen. Jede/r produziert Ideen, alle sind daran beteiligt, sie umzusetzen, zu verfeinern und weiterzuentwickeln. Wir laden all jene zu einem offenen Diskussionsprozess ein, die mit der Arbeit der Zukunft zu tun haben.

Welche Ideen und Erkenntnisse aus dem letzten Jahr sind hängen geblieben? Um welche Themen wird es diesmal gehen?

Im letzten Jahr haben wir uns unter anderem intensiv mit der Absicherung von Solo-Selbständigen beschäftigt. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat hierzu zum Beispiel ein mit den nationalen Sozialversicherungen verknüpftes Konto vorgeschlagen, auf das Crowdworking-Plattformen einen festen Prozentsatz der Vergütungen einzahlen sollen. Diese Idee wurde sehr positiv aufgenommen und weiterverfolgt.

In diesem Jahr werden das Fortschreiten der künstlichen Intelligenz und die Digitalisierung der Arbeitswelt zentrale Themen sein. Wir fragen uns zum Beispiel, wie wir unter den Rahmenbedingungen der digitalen Arbeit die Teilhabe der Beschäftigten gestalten, wie wir agiles Arbeiten mitbestimmt organisieren können. Neue Formen und Freiräume für Qualifikation und Weiterbildung sind ebenfalls ein wichtiges Thema und Fragen nach Arbeitszeiten und Arbeitszeitsouveränität werden sicher auch wieder eine große Rolle spielen.

Ein Blick in die nahe Zukunft: Die LABOR.A® 2019 ist aus Eurer Sicht erfolgreich, wenn….

viele neue Ideen gewonnen werden, die Besucher/-innen und unsere Ideenpat/-innen in die Ministerien, Unternehmen und Forschungsinsitute tragen – und die uns für die Weiterentwicklung der Plattform „Arbeit der Zukunft“ neue Inspirationen geben und Perspektiven eröffnen.  



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