Neues Gutachten des Sachverständigenrats

„Ohne große Überraschungen, aber äußerst bedenklich“

Renteneintrittsalter, Solidaritätsbeitrag, Wirtschaftswachstum: Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) stimmt in wesentlichen Punkten nicht mit dem heutigen Gutachten der sogenannten „Wirtschaftsweisen“ des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überein.


„Der Sachverständigenrat setzt seine neoliberale Irrfahrt durch die Wirtschaftspolitik fort“ sagt IMK-Direktor Prof. Gustav A. Horn dazu in seinem aktuellen Podcast. Er bezeichnet es zudem als „äußerst bedenklich“. Mit einem höheren Beschäftigungsgrad und gutbezahlten Jobs ließe sich nicht nur der Wirtschaftsabschwung durch eine höhere Binnennachfrage auffangen, sondern auch die Folgen der demografischen Entwicklung mindern. Unsere Studien zu den Themen des Gutachtens:

  • Podcast von Gustav A. Horn zum Gutachten des Sachverständigenrats vom 7.11.2018.
  • Das IMK prognostiziert ein BIP-Wachstum um 1,9 für 2018 und 2,0 Prozent für 2019: Obwohl der Anstieg der deutschen Exporte durch Handelskonflikte, Unklarheit über den Brexit und steigende Energiepreise tatsächlich gebremst wird, geht der moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft weiter. Vor dem Hintergrund spürbar steigender Löhne und eines weiter positiven Trends am Arbeitsmarkt bleibt der Konsum die zentrale Stütze des Wachstums.
  • Eine starke gesetzliche Altersvorsorge mit höheren Renten ist nötig – und auch langfristig möglich. Mehr und bessere Beschäftigung stabilisieren auch die Alterssicherung nachhaltig. Unser Infopaket zu einer gerechten Reform der Rente.
  • Es gibt gute Gründe für einen Erhalt des Solidaritätszuschlags bzw. einer vergleichbaren Anpassung der Einkommenssteuer. Die jährlich rund 20 Milliarden Euro würden vor allem bei dringend notwendigen öffentlichen Investitionen der Kommunen fehlen.
  • Eine Entlastung und steigende öffentliche Investitionen der Kommunen sind auch aus einem anderen Grund nötig: Die Mietpreise in den Großstädten sind für viele Betroffene zu der neuen sozialen Frage geworden. Helfen würde vor allem eine deutliche Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus, zeigt unsere Studie.


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