Zahlen des Jahres: Infografik 2016

2016 hat mit einigen wichtigen Zahlen und Fakten aufgewartet. Manches war die Fortführung eines Trends, anderes kam überraschend. Klar ist: Was die sozialen Verhältnisse und Arbeitsbedingungen angeht, sah es im vergangenen Jahr nicht gerade rosig aus. Wir haben die wichtigsten Zahlen in einer Infografik zusammengefasst.


Die Themen des Jahres im Überblick:

Einkommensungleichheit erreicht Höchststand

Die Einkommensverteilung in Deutschland wird undurchlässiger. Arme Menschen bleiben häufiger dauerhaft arm, während sehr reiche sich zunehmend sicher sein können, ihre Einkommensvorteile auf Dauer zu behalten. So schafft es die Hälfte der Armen nicht, innerhalb von fünf Jahren aus der Armut herauszukommen – deutlich mehr als noch in den 1990er Jahren.

Sozialer Aufstieg wird seltener

Die Reichen in Deutschland können sich ihrer privilegierten Position immer sicherer sein. Wer hingegen arm ist, für den wird es schwieriger, aus der Armut herauszukommen. Im internationalen Vergleich zeigt sich: In kaum einem anderen Land hängen die Chancen so stark von der Herkunft ab wie hierzulande.

Altersarmut nimmt zu

Laut Statistischem Bundesamt lebten im Dezember 2015 rund 536.000 Senioren am Existenzminimum. Zu den Risikogruppen für Altersarmut gehören familienorientierte Frauen, Selbstständige, Zuwanderer und Ostdeutsche, die zur Wende zwischen 40 und 50 Jahre alt waren. In den kommenden Jahren werden Menschen mit langjähriger prekärer Beschäftigung und Geringverdiener im Allgemeinen zunehmend von Altersarmut betroffen sein.

Crowd Worker

Der überwiegende Teil der Crowd Worker ist laut einer Studie gut ausgebildet – knapp die Hälfte hat einen Hochschulabschluss. Trotzdem: Das Lohnniveau ist niedrig. Etwa 70 Prozent verdienen weniger als 500 Euro im Monat, nach Abzug der Gebühren der Plattformen, aber vor Steuern.

Digitalisierung wird zur Belastung

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag. Einerseits wird die Arbeit durch unterstützende Robotik oder Software leichter. Andererseits werden die Arbeitsinhalte komplexer und die Anforderungen steigen. Fast die Hälfte aller Beschäftigten findet, dass die Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung eher gestiegen ist.

Beschäftigte würden gern weniger arbeiten

Viele Beschäftigte sind mit ihrer aktuellen Wochenarbeitszeit unzufrieden: 40 Prozent möchten weniger arbeiten, 12 Prozent lieber mehr. Vor allem Männer in Vollzeitjobs würden gerne ihre Arbeitszeit reduzieren; Frauen mit kurzer Teilzeit wollen eher aufstocken.

Unternehmen behindern Betriebsratsgründung

Wenn Beschäftigte ihre verbrieften Mitbestimmungsrechte in Anspruch nehmen, müssen sie in etlichen Firmen mit Schikanen seitens des Arbeitgebers rechnen. Eine Untersuchung zeigt: Arbeitgeber behindern jede sechste Betriebsratsgründung. Sie schüchtern Kandidaten ein, drohen mit Kündigung oder verhindern die Bestellung eines Wahlvorstands.

Mehr Auszubildende durch Mitbestimmung

Mitbestimmte Unternehmen beteiligen sich stärker an der dualen Ausbildung als andere. Unternehmensgröße und Branchenzugehörigkeit hingegen haben keinen statistisch messbaren Einfluss auf die Ausbildungsquote.

Vorstände verdienen ein Vielfaches

Die Vorstände in DAX-30-Unternehmen verdienen das 57-fache des Durchschnittsgehalts. Dabei reicht die Spanne vom 17-fachen bei Beiersdorf bis zum 141-fachen bei Volkswagen. In den USA kassieren Spitzenmanager im Schnitt das 335-fache ihrer Arbeiter und Angestellten.

Frauen bleiben in der Minderheit

Frauen sind in den Spitzenpositionen der deutschen Wirtschaft nach wie vor klar in der Minderheit. In den Vorständen der 200 umsatzstärksten Unternehmen lag Ende 2015 der Frauenanteil bei sechs Prozent, in den Aufsichtsräten bei gut 20 Prozent – trotz der seit Januar geltenden Frauenquote von 30 Prozent.



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