Hans-Böckler-Stiftung

Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.)

Zu Beginn des Jahres 2018 hat das Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.) der Hans-Böckler-Stiftung seine Arbeit aufgenommen. Mit dem I.M.U. schreibt die Hans-Böckler-Stiftung die Erfolgsgeschichte der Mitbestimmung in die Zukunft fort.


Im Jahr 2016 wurde das Mitbestimmungsgesetz 40 Jahre alt und das Montanmitbestimmungsgesetz 65 Jahre alt. Die Hans-Böckler-Stiftung hat aus diesem Anlass die Debatte begonnen, wie die Zukunft der Mitbestimmung im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung gesichert werden kann und wie dieses demokratische Gestaltungsprinzip der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und in Europa weiter ausgebaut werden kann.

Das neu gegründete I.M.U. gibt diesem politischen Willen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und seiner Mitgliedsgewerkschaften Ausdruck.


Verständnis und Aufgaben

Mitbestimmung ist eine Bedingung für gute Unternehmensführung. Mitbestimmung bedeutet aus Arbeitnehmersicht Mitverantwortung für gute Unternehmensführung. Grundauftrag des neuen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung ist die Förderung eines solchen Verständnisses von Mitbestimmung.

Beratung, Qualifizierung und Forschung für und mit den Mandatsträgern der Mitbestimmung sind die Eckpfeiler der Arbeit des neuen Instituts.

Das I.M.U. wird sich mit einer starken, wissenschaftlich fundierten Stimme einbringen in die gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Debatten unserer Zeit, wie zur zielführenden Corporate Governance, zur Verantwortung der Unternehmen in der Gesellschaft, zu den Wertegrundlagen nachhaltigen Wirtschaftens und über die Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den wirtschaftlichen Entscheidungen der Unternehmen oder zur mitbestimmten Gestaltung der Arbeit der Zukunft.

Das I.M.U. will Wege und Formate entwickeln, um Mitbestimmung als Zukunftsthema zu verankern. #zukunftmitbestimmung fördert eine Kultur, in der sich das Individuum im Arbeitsmarkt der Zukunft behaupten und seine individuellen und kollektiven Interessen am Arbeitsplatz, im Betrieb und Unternehmen und in der Gesellschaft wahrnehmen kann und durch demokratische Beteiligung das eigene Arbeitsleben mitgestalten kann.


I.M.U.: EIN Institut - Drei Welten von Adressaten

Das I.M.U. berät und qualifiziert Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten, bietet Betriebsräten, Aufsichtsräten, Arbeitsdirektoren und ihren Expertennetzwerken einen Ort für den fachlichen Austausch und kümmert sich um die Forschung über Mitbestimmung.

Das I.M.U. will in drei unterschiedlichen Welten seine Wirkung erzielen:

  • in der Welt der Mitbestimmungspraktiker/innen besonders in mitbestimmten Aufsichtsräten (sowie als Arbeitsdirektoren/innen in Unternehmensvorständen),
  • in der Welt der Wissenschaft in verschiedenen Forschungsdisziplinen sowie der akademischen Ausbildung,
  • in der Welt der (Fach)Öffentlichkeit, sowohl in Deutschland als auch in Europa (und darüber hinaus).

Das I.M.U. will in der Zusammenarbeit mit seinen Welten selbst zum Laboratorium für beteiligungsorientiertes Kommunizieren und Arbeiten werden. Dazu gehören mutige und innovative analoge Formate für Zusammenarbeit und Veranstaltungen genauso, wie das zielführende Experimentieren mit digitalen Medien und Arbeitsformen.

Der Twitter-Kanal @zukunftMB lädt zum Dialog zum Thema in den sozialen Medien ein.
Das Mitbestimmungsportal sowie das Praxiswissen Betriebsvereinbarungen bilden heute den Zugang zum Service des I.M.U.



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