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06.10.2004

Neuer Studiengang "Master in Labour Policies and Globalisation"

Globalisierung beeinflusst die Politik der Gewerkschaften und die Rechte der Beschäftigten in der ganzen Welt. Der neue Postgraduierten-Studiengang "Master in Labour Policies and Globalisation" will diese Entwicklung aufgreifen und auf eine wissenschaftliche Basis stellen. Am 7. Oktober fällt in Kassel für 25 Studierende der Startschuss zu dem einjährigen Master-Studium.

Vertreter aus Gewerkschaften und ähnlichen Organisationen können sich in Fragen der Wirt­schafts-, Arbeits- und Sozialpolitik und der industriellen Beziehungen im Kontext der Glo­balisierung qualifizieren. Damit leistet der Studiengang einen Beitrag zur weltweiten Zusammenarbeit von Arbeit­nehmern. Die Hans-Böckler-Stiftung beteiligt sich an der Finanzierung der Pilotphase. Initiiert hat das Projekt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

In Zusammenarbeit mit der Berliner Fachhoch­schule für Wirtschaft und Politik wird das Studienprogramm im ersten Semester an der Universität Kassel starten und im zweiten Semester in Berlin fortgesetzt. Dem ho­hen politischen Stellenwert dieses Studienganges entsprechend werden die Studieren­den am morgigen Donnerstag nicht nur von der Universität begrüßt: Sir Leroy Trotman von der ILO, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für Wirtschaftliche Zu­sammenarbeit und Entwicklung, und die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer werden die Studentinnen und Studenten ebenfalls willkommen heißen.

Die Hans-Böckler-Stiftung hat für die ersten drei Durchgänge des Master-Studiengan­gs 150.000 Euro aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt. Im ersten Jahr gehen insgesamt 42.000 Euro an fünf Studierende aus Mexiko, Vietnam, Barbados, Nepal und den Philippinen. Darüber hinaus hat die Stiftung für den ersten Durchgang vier Stipendien an deut­sche Studierende vergeben.

"Der Reiz des Master-Studienganges liegt für die Stiftung in der Ausrichtung auf eine in­ternationale Zusammenarbeit von Gewerkschaften und Hochschulen in Lehre und For­schung", erläutert Uwe Dieter Steppuhn, Abteilungsleiter Studienförderung in der Hans-Böckler-Stiftung. "Die Stiftung ist seit mehr als 25 Jahren bemüht, in Deutschland die Zu­sammenarbeit von Gewerkschaften und Hochschulen durch die Einrichtung von regio­nalen Kooperationsstellen zu unterstützen. Mit diesem Projekt gewinnen die Bemühungen eine internationale Dimension."

Die Hans-Böckler-Stiftung ist das gewerkschaftliche Studienförderungswerk im Konzert der bundesdeutschen Begabtenförderung, die sich auf Stiftungen der Parteien, der Kir­chen, der Sozialpartner sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes gründet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Stiftung fördert zurzeit 1.200 Stipendiatinnen und Stipendiaten, die an Universitäten und Fachhoch­schulen studieren. Hinzu kommen 300 Doktorandinnen und Doktoranden. Maßgebend für die Vergabe der Stipendien sind Begabung und wissenschaftliche Qualifikation sowie gewerkschaftliches oder gesellschaftspolitisches Engagement. Studierende mit beruf­licher Erfahrung werden bevorzugt. Die Stiftung bietet ein breites studienbegleitendes Programm: Seminare, Veranstaltungen, stipendiatische Projekte, Praktika, Beratung. Die Stiftung fördert besonders Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland, weil sie eine wichtige Voraussetzung für den Berufszugang sind.

Kontakt:

Uwe-Dieter-Steppuhn at boeckler.de  

Pitt Marx
Leiter Pressestelle (kommissarsich)
Pitt-Marx at boeckler.de
Tel: 0211-7778-222

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