Atmende Arbeitszeiten

Worum geht es?

Kaum ein Thema wird so heiß diskutiert wie die Arbeitszeit, denn sie strukturiert unsere Arbeitswelt wie unser gesamtes Leben. Wer wann wie viel Zeit wofür und mit welchem Grad an Souveränität aufwendet – das entscheidet über Einkommen, Berufsbiografien, Weiterbildungsmöglichkeiten, selbst über die Familiengründung. Um die "richtige" Arbeitszeit ringen nicht nur Arbeitgeber und Gewerkschaften: Zwischen Beschäftigten, in Arbeitsteams und sogar in Partnerschaften und Familien finden diese Aushandlungsprozesse statt. Auch ist der Arbeitsmarkt immer noch gespalten in (zumeist männliche) Vollzeit und (zumeist weibliche) Teilzeit. Diese Spaltung entspricht immer weniger den Bedürfnissen; die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Arbeitszeit wird in immer neuen Studien nachgewiesen.
Angesichts der drängenden Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit sowie der wachsenden Qualifizierungsanforderungen für die Beschäftigten ist ein Ausgleich der Interessen unabdingbar. Zeit wird zur Schlüsselfrage in der digitalen Transformation; gleichzeitig liegt hier auch eine Antwort: Wenn es gelingt, den technischen Fortschritt (also die erwartete "digitale Dividende") in Zeitsouveränität umzuwandeln, lassen sich andere Konflikte entschärfen, etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im Erscheinen: Working Paper Arbeit der Zukunft

(R)Auszeiten – verschiedene Formen beruflicher Freistellungen

Immer mehr Arbeitnehmer/innen wünschen sich längere Auszeiten vom Beruf. Doch wie können diese so ausgestaltet werden, dass auch Geringverdienende, Teilzeitbeschäftigte, Alleinerziehende oder die zunehmende Zahl der befristet Beschäftigten von ihnen profitieren? Welche Modelle und Erfahrungen gibt es bereits in Deutschland und in anderen Ländern? Und welchen Beitrag können Auszeiten zu einer zukunftsfähigen, lebensphasen- und gleichstellungsorientierten Arbeitszeit- und Vereinbarkeitspolitik leisten?

Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung

Innovative Arbeitszeitpolitik im Dienstleistungssektor

Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung ist der Dienstleistungssektor in den Ländern der EU durch schnelle Veränderungs- und Anpassungsprozesse, ein hohes Arbeitsvolumen, atypische Arbeitszeiten und eine wachsende Entgrenzung von Arbeit und Freizeit gekennzeichnet. Hier setzt die vorliegende Studie an. Sie dokumentiert und analysiert Antworten der Gewerkschaften des Dienstleistungssektors in ausgewählten europäischen Ländern auf neue arbeitszeitpolitische Herausforderungen. Berücksichtigt wurden dabei vor allem jene Länder, in denen Arbeitszeitstandards hauptsächlich durch Tarifverträge reguliert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die programmatische Neuausrichtung gewerkschaftlicher Arbeitszeitpolitik im Dienstleistungssektor ein gutes Stück vorangekommen ist.

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Arbeitspapier

Genderaspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt

2018 sind die Frauen im Zentrum der Digitalisierungsdebatte angekommen: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos drehte sich alles um ihre zukünftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wird die Digitalisierung die Arbeitswelt geschlechtergerechter machen – oder wird genau das Gegenteil eintreten? Das Arbeitspapier beleuchtet die Felder, auf denen sich diese Frage entscheidet. Es beschreibt die zentralen Weichenstellungen und gibt Beispiele aus der Praxis, wie Digitalisierung die Ar-beitswelt für Frauen verändert.

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Report

Flexible Arbeitszeiten - Eine Gerechtigkeitsfrage?

In den aktuellen arbeitspolitischen Debatten werden von verschiedenen Akteuren flexible Arbeitszeiten gefordert: Wer aber nutzt flexible Arbeitszeiten? Welche Konsequenzen hat die Nutzung flexibler Arbeitszeiten? Und welche Rolle spielen Betriebe dabei? Die Klärung dieser Fragen ist für die Gestaltung einer Arbeitszeitpolitik notwendig, die allen Beschäftigtengruppen im gleichen Maße zugutekommt und soziale Ungleichheiten in den Betrieben vermeidet.

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