Konkurrent und Komplementär

Forschungsschwerpunkt: Mitbestimmung

Status: abgeschlossen

Projektende: 31.12.2019

Projektnummer: 2017-439-2

Projekttitel: Konkurrent und Komplementär

Veröffentlichungen  |  Projektbeschreibung  |  Projektteam  |  Kontakt

 

Projektziel:

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung führen zahlreiche Unternehmen digitale Plattformen ein, welche die Beschäftigtenpartizipation im Allgemeinen und die institutionalisierte Mitbestimmung stärken sowie eine Kultur der Teilhabe ermöglichen sollen (sog. Enterprise Social Software). Inwieweit konkurrieren ESS mit der herkömmlichen Mitbestimmung und wie weit können sie diese ergänzen?

 

Veröffentlichungen:

Ogolla, Shirley, 2018. Partizipation auf Plattformen gestalten. Symposium am CAIS, In: 09.05.2018, [online] https://www.youtube.com/watch?v=nxXGaEpXl7s, zuletzt abgerufen am 30.01.2020, Bochum.

Zum Volltext


Ogolla, Shirley und Thomas Wagenknecht, 2018. Surviving Social Media In The Workplace: A Kit, In: 03.05.2018, [online] https://www.youtube.com/watch?v=DdvIG73sFdI&t=1s, zuletzt abgerufen am 30.01.2020, Berlin.

Zum Volltext


Ogolla, Shirley, 2018. Slack & Co. – digitale Partizipation im Unternehmen. Shirley Ogolla | Meet the HIIGsters, In: 10.07.2018, [online] https://www.youtube.com/watch?v=BLwIc2N3KTs, zuletzt abgerufen am 30.01.2020, Berlin.

Zum Volltext


Send, Hendrik und Christopher Olk, . Emojis oder Empowerment: Anspruch und Realität von Slack und Co, t3n digital pioneers, S. 1-2.

Zum Volltext


Ogolla, Shirley, . Employee Empowerment or workers’ control?. The use case of Enterprise Social Networks, Connected Life Conference, S. 1-2.

Zum Volltext


 

Weitere Informationen:

Projekt-Homepage
Homepage des Projekts beim Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

HIIG Science Blog: Arbeit im digitalen Zeitalter
Themenfokus zum Projekt beim HIIG Science Blog des Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft

Employee Empowerment or workers’ control? The use case of Enterprise Social Networks.
Connected Life Conference, Oxford Internet Institute

 

Projektbeschreibung:

1. Kontext

Vor dem Hintergrund von Globalisierung, Dezentralisierung, neuen Produktionssystemen und Digitalisierung ist dies Teil einer wachsenden Bedeutung betriebsspezifischer Organisationskulturen und heterogener betrieblichen Partizipationspraktiken. Gerade im Kontext von wissensintensiven Unternehmen wird partizipative Entscheidungsfindung hinsichtlich ihrer Reichweite und Wirkungsmächtigkeit schon seit den 1990ern als Konkurrenz oder Komplementär zur betrieblichen Mitbestimmung diskutiert. Dank fortgeschrittener Software haben digitale Partizipationsplattformen nun das Potential in weitere Partizipationsprozesse hineinzuwirken, die bislang der Betriebsrat organisiert hat.


2. Fragestellung

In dem Forschungsprojekt haben wir untersucht, inwiefern sogenannte Enterprise Social Software (ESS) in der internen Kommunikation den Betriebsrat bezüglich der betrieblichen Mitbestimmung positiv ergänzen oder behindern können. Die zentrale Forschungsfrage der Studie lautet: Welche Chancen und Herausforderungen bieten ESS für die Partizipation im Unternehmen und welche Handlungsoptionen entstehen für Betriebsräte?


3. Untersuchungsmethoden

Nach einer strukturierten Literaturanalyse und eine ESS-Marktanalyse, haben wir zu Beginn Fokusgruppen nach der Rolle von ESS im Kontext von Praktiken der Teilhabe und den daraus resultierenden Implikationen für den gesellschaftspolitischen Kontext befragt. Im Rahmen von einer vertiefenden Fallstudie haben wir im Anschluss den Einsatz von ESS-Systemen im Betrieb untersucht. Anschließend haben wir Betriebsrät*innen im Rahmen einer Gruppendiskussion zu ihren Perspektiven für die Anwendung von ESS für die Mitbestimmungen befragt und die damit verbundenen Herausforderungen für die Akteur*innen in Expert*innen-Interviews skizziert.


4. Darstellung der Ergebnisse

Unsere Studie hat gezeigt, dass für einige der Befragten ESS keine Konkurrenz für Mitarbeitervertretung darstellt sondern auf einer technisch-kommunikativen Ebene ein Werkzeug für die Informationsverarbeitung ist. Wir haben dabei eindeutig Möglichkeiten zur Nutzung von ESS auch im Interesse von Mitarbeitervertretung und Mitbestimmung gefunden. Die Analyse von ESS aus einer Machtperspektive auf Informationszugriff und -verarbeitung zeigt darüber hinaus, dass ESS das Potential haben, verstärkende Effekte für vorhandene Machtstrukturen zu erzeugen. Für Betriebsrät*innen gilt es, den Bedeutungszuwachs der Mitbestimmung im Kontext von ESS zu erkennen. Einerseits gilt es ESS bei ihrer Einführung im Interesse der Belegschaft zu bewerten, andererseits sich diese für die eigenen Prozesse anzueignen. Die Nutzung von ESS als Ergänzung zur analogen Mitbestimmungsarbeit, wäre laut Interviewpartner*innen zielführend, um z.B. einem generellen Imageverlust, vor allem bei den jüngeren Generationen der Beschäftigten, entgegenzuwirken.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Hendrik Send
Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)
E-Mail: hendrik.send(at)hiig.de


Bearbeiter/in:

Shirley Ogolla
Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)
E-Mail: shirley.ogolla(at)hiig.de

Dr. Nico Roedder
FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Ins Stiftung des bürgerlichen Rechts
Information Management & Analytics
E-Mail: roedder(at)fzi.de

Dr. Tim Straub
FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Ins Stiftung des bürgerlichen Rechts
E-Mail: straub(at)fzi.de

Miriam Kloepper
FZI Forschungszentrum Informatik Außenstelle Berlin
E-Mail: kloepper(at)fzi.de

Christopher Olk
Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)
E-Mail: christopher.olk(at)hiig.de

 

Kontakt:

Dr. Stefan Lücking
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
E-Mail: stefan-luecking(at)boeckler.de

X Neuigkeiten aus der Stiftung

Neuigkeiten aus der Stiftung

Schon gesehen? Wir haben einen neuen Newsletter. Darin: Was uns bewegt und beschäftigt, Analysen unserer Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen, neue Veröffentlichungen und die wichtigsten Termine und Neuigkeiten. Alle zwei Wochen in Ihrem Postfach.

X

Hinweis zur Nutzung von Cookies auf dieser Website

Diese Website benutzt Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Die Nutzung der Cookies können Sie in Ihren Browser-Einstellungen ändern. Wir benutzen außerdem Tracking-Cookies der Tracking-Tools Matomo und Webtrekk. Diese werden nur gesetzt, wenn Sie auf den „Einverstanden“-Button klicken. Solange Sie dies nicht tun, nutzen Sie die Website und Ihre Angebote, ohne dass die genannten Tracking-Tools aktiviert werden. Durch die Betätigung des Einverstanden-Buttons willigen Sie auch in das durch Facebook Insights getätigte Tracking auf der Facebook Fanpage der Hans-Böckler-Stiftung ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Einverstanden