Arbeit 4.0

Forschungsschwerpunkt: Strukturwandel - Innovation und Beschäftigung

Status: laufend

Projektende: 30.06.2018

Projektnummer: 2015-924-1

Projekttitel: Arbeit 4.0

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Projektziel:

Die Umsetzung von Industrie 4.0-Konzepten wird die Arbeitswelt in Deutschland verändern. Wie dies geschehen wird, ist jedoch alles andere als eindeutig. Aus diesem Grund begleitet und untersucht das Projekt die Einführung von Industrie 4.0 in Betrieben des gewerkschaftlich organisierten Netzwerks "Arbeit 2020". Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund: erstens die Auswirkungen der Einführung von Industrie 4.0 auf die Regulierung, Organisation und Gestaltung von Arbeit im Betrieb und zweitens die Rolle der Betriebsräte als Mitbestimmungsakteure und die Frage, mit welchen Strategien und Konzepten sie versuchen, die Einführung aktiv mitzugestalten.

 

Veröffentlichungen:

Bosch, Gerhard, Tabea Bromberg, Thomas Haipeter und Jutta Schmitz, 2017. Industrie und Arbeit 4.0. Befunde zu Digitalisierung und Mit-bestimmung im Industriesektor auf Grundlage des Projekts „Arbeit 2020“, IAQ-Report 4, Duisburg/Essen: Universität Duisburg-Essen, 24 Seiten.

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Projektbeschreibung:

1. Kontext

Unter dem Label "Industrie 4.0" wird seit einigen Jahren die Vision einer neuartigen, anpassungsfähigen Form der Produktionsautomatisierung diskutiert und entwickelt. Dabei verspricht Industrie 4.0 nicht weniger als die bisherigen technologischen und wirtschaftlichen Grenzen der Automatisierung angesichts steigender Flexibilitätsanforderungen zu überwinden. Bislang ist Industrie 4.0 allerdings wenig mehr als ein Leitbild einer umfassenden Vernetzung der Produktion. Wie dieses Leitbild technisch umgesetzt und organisatorisch integriert wird, ist noch offen. Sowohl regressive, auf die Ersetzung und Abwertung von Arbeit, als auch progressive Lösungen, in denen Qualifikationen und Erfahrungen der Beschäftigten genutzt und ausgeweitet werden, liegen im Bereich des Möglichen.


2. Fragestellung

Im Rahmen des Forschungsprojekts soll die Einführung von Industrie 4.0 in den Betrieben unter zwei Aspekten untersucht werden. Der erste Aspekt bezieht sich auf die Entwicklung von Gestaltungsoptionen in wichtigen arbeitspolitischen Handlungsfeldern wie Arbeitszeit, Qualifikation oder Entgelt. Welche Auswirkungen hat die Einführung von Industrie 4.0 auf die Regulierung, Organisation und Gestaltung von Arbeit im Betrieb? Der zweite Aspekt betrifft die Rolle der Betriebsräte als Mitbestimmungsakteure und die Frage, mit welchen Strategien und Konzepten sie versuchen, die Einführung von Industrie 4.0 aktiv zu gestalten und progressive Lösungen zu fördern. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf den Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretungen wie der Stärkung ihrer Kompetenzen und Ressourcen, der Nutzung externer Netzwerke und Beratung sowie der Einbeziehung der Beschäftigten als Experten ihrer Arbeit in die Interessenvertretungspolitik.


3. Untersuchungsmethoden

Das Projekt begleitet und analysiert das gewerkschaftlich organisierte Netzwerk "Arbeit 2020" und die in ihm vertretenen Betriebe. Methodisch bewegt sich das Projekt im Spannungsfeld zwischen Grundlagen-, Aktions- und Begleitforschung und strebt eine neuartige Symbiose dieser methodischen Ausrichtungen an.

Um die Veränderungen, die bei der Umsetzung von Industrie 4.0 auftreten, angemessen zu erfassen, verfolgen wir ein zweistufiges Forschungsdesign: In einer ersten Stufe wird ausgewählten Netzwerk-Betrieben eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme auf der Grundlage von Interviews mit Betriebsräten und betrieblichen Experten durchgeführt. In der zweiten Stufe werden thematisch fokussierte arbeitspolitische Handlungsfelder (wie Entgelt, Qualifikation, Arbeitszeit oder Gesundheit) der Einführung von Industrie 4.0 nach ihrer betrieblichen Relevanz ausgewählt und im Rahmen intensiver prozessbegleitender Betriebsfallstudien eingehend analysiert.


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Gerhard Bosch
Institut Arbeit und Qualifikation Universität Duisburg-Essen
Fakultät Gesellschaftswissenschaften
E-Mail: gerhard.bosch(at)uni-due.de

Prof. Dr. Thomas Haipeter
Institut Arbeit und Qualifikation IAQ Universität Duisburg-Essen
Raum LE 526
E-Mail: thomas.haipeter(at)uni-due.de


Bearbeiter/in:

Jutta Schmitz
Institut Arbeit und Qualifikation Universität Duisburg-Essen
LE 536
E-Mail: jutta.schmitz(at)uni-due.de

Anne-Christin Spallek
Institut Arbeit und Qualifikation Universität Duisburg-Essen
E-Mail: anne-christin.spallek(at)uni-due.de

 

Kontakt:

Dr. Marc Schietinger
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung
E-Mail: marc-schietinger(at)boeckler.de

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