Vermögen in Deutschland

Forschungsschwerpunkt: Wohlfahrtsstaat

Status: abgeschlossen

Projektende: 31.12.2016

Projektnummer: 2012-610-4

Projekttitel: Vermögen in Deutschland

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Projektziel:

Das Projekt untersucht den materiellen Wohlstand in Form des Vermögens in unterschiedlichen Kontexten. Das Projekt gliedert sich in 2 Stränge mit 7 Teilprojekten. Strang 1 umfasst Analysen zum Status quo der Vermögensverteilung, während Strang 2 den demographischen Wandel und die Inflation thematisiert und seine Auswirkungen auf die Vermögensverteilung in Deutschland beschreibt.

 

Veröffentlichungen:

Grabka, Markus M., Jan Marcus und Eva Sierminska, 2013. Wealth distribution within couples and financial decision making, SOEPpapers on Multidisciplinary Panel Data Research 540 , Berlin: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, 26 Seiten.

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Böckler Impuls, , 2014. Vermögen: Jeder Vierte hat nichts, Böckler Impuls, 4/2014, S. 3.

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Grabka, Markus M. und Christian Westermeier, 2014. Anhaltend hohe Vermögensungleichheit in Deutschland , DIW Wochenbericht, 09/2014, S. 151-164.

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Böckler Impuls, , 2015. Ein Prozent besitzt ein Drittel, Böckler Impuls, 3/2015, S. 6-7.

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Westermeier, Christian und Markus M. Grabka, 2015. Große statistische Unsicherheit beim Anteil der Top-Vermögenden in Deutschland, DIW Wochenbericht, 07/2015, S. 123-133.

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Grabka, Markus M. und Christian Westermeier, 2015. Reale Nettovermögen der Privathaushalte in Deutschland sind von 2003 bis 2013 geschrumpft, DIW Wochenbereicht, 34, S. 727-738.

Wittenberg, Erich, 2016. Acht Fragen an Christian Westermeier "Die Höhe der vererbten Beträge unterscheidet sich deutlich zwischen den Ländern", DIW Wochenbericht, 17/2016, S. 287.

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Westermeier, Christian, Anita Tiefensee und Markus M. Grabka, 2016. Erbschaften in Europa: Wer viel verdient, bekommt am meisten, DIW Wochenbericht, 17/2016, S. 375-386.

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Westermeier, Christian und Markus M. Grabka, 2016. Longitudinal Wealth Data and Multiple Imputation. An Evaluation Study, Survey Research Methods, 10(3), S. 237-252.

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Enderlein, Henrik und Philipp Ständer, 2016. Vermögenspreise in der Eurozone. Wie volatil sind Privatvermögen?, Policy Paper 179, Berlin: Jacques Delors Institut, 18 Seiten.

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Westermeier, Christian und Markus M. Grabka, 2017. Zunehmende Polarisierung der Immobilienpreise in Deutschland bis 2030, DIW Wochenbericht, 2017(23), S. 451-459.

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Böckler Impuls, , 2017. WO WERTVERLUSTE DROHEN, Böckler Impuls, 11/2017, S. 3.

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Tiefensee, Anita und Markus M. Grabka, 2017. Das Erbvolumen in Deutschland dürfte um gut ein Viertel größer sein als bisher angenommen, DIW Wochenbericht, 2017(27), S. 565-570.

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Böckler Impuls, , 2017. Vermögen. Erbschaften größer als bislang erwartet, Böckler Impuls, 12/2017, S. 1.

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Grabka, Markus M., Timm Bönke, Konstantin Göbler und Anita Tiefensee, 2018. Rentennahe Jahrgänge haben große Lücke in der Sicherung des Lebensstandards, DIW Wochenbericht, 2018(38), S. 809-818.

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Projektbeschreibung:

1. Kontext

Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist weltweit eine Diskussion über den Zusammenhang von wirtschaftlichem Wachstum, der Verteilung von (materiellem) Wohlstand und der gesellschaftlichen und individuellen Zufriedenheit im Gange (siehe z.B. Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission 2009). Neben den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen beschäftigt sich in Deutschland seit Anfang des Jahres 2011 auch der Deutsche Bundestag in Form einer Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft" mit eben dieser Debatte. Die Ergebnisse der Studie sollen die gesellschaftliche Debatte um dieses Themenfeld begleiten und Handlungsvorschläge für gesellschaftliche und politische Entscheidungsträger aufzeigen.


2. Fragestellung

In (I) wird das SOEP durch die Modellierung "superreicher" und extrem arme Haushalte erweitert. Unter (II) wird eine Analyse der Vermögensverteilung in Deutschland in den letzten 10 Jahren durchgeführt. Neben sozio-demographischen Charakteristika werden u.a. auch Analysen zur Vermögensmobilität vorgenommen. In (III) wird untersucht, welchen Platz Deutschland in der Vermögensverteilung im europäischen Vergleich einnimmt. Das Teilprojekt (IV) untersucht, mit welchen Inflationsszenarien in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen ist und deren Auswirkungen auf die Vermögensverteilung. In (V) wird analysiert, welche Auswirkungen der demographische Wandel auf kleinräumiger Ebene auf die Immobilienpreise haben dürfte. Teilprojekt (VI) untersucht, wie lange die Kombination aus individueller Rente und privatem Vermögen zur Lebensstandardsicherung im Alter ausreichen wird. In Teilprojekt (VII) werden die Verteilungswirkungen der künftig zu erwartenden Schenkungen und Erbschaften untersucht.


3. Untersuchungsmethoden

Zentrale Datengrundlage für die Analysen stellt das SOEP dar. Die Modellierung von "superreichen" Haushalten in Teilprojekt (1) basiert auf den Ausführungen von Bach et al. (2011). Es wird eine Paretoverteilung geschätzt, die den Vermögensbereich zwischen der reichsten Person im SOEP und der ärmsten Person aus der Liste der 300 vermögendsten Deutschen abdeckt. Die Vermögensverteilung in Deutschland (2) als auch im europäischen Vergleich (3) wird auf Basis etablierter deskriptiver Verfahren zur Bestimmung der Vermögensungleichheit vorgenommen. Die Simulation der zukünftigen Immobilienpreise (6) wird durch eine Regressionsanalyse auf Basis des Datensatzes von Immobilienscout 24 in Kombination mit den Daten des Statistischen Bundesamtes zur demographischen Entwicklung erstellt. Die Analyse zur Lebensstandardsicherung im Alter (7) erfolgt auf Basis eines Statistical Matchings und der Bestimmung des Gegenwartswerts von Rentenanwartschaften.


4. Darstellung der Ergebnisse

- Knapp 28% der Erwachsenen verfügen über faktisch kein relevantes Vermögen. Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist eine der höchsten im Euro-Raum (WB9/2014).

- Die Vermögensungleichheit dürfte in D. weitaus höher sein als bislang angenommen. Der Vermögensanteil der Top 1% liegt vermutlich bei einem Drittel (WB7/2015).

- Die realen Nettovermögen sind in D. im Zeitraum 2002/2012 gesunken. Ein Treiber hierfür ist, dass große Teile des Geldvermögens in wenig rentierliche Anlagen investiert werden (WB34/2015).

- Das Volumen aller Erbschaften dürfte in D. rund ein Viertel größer sein als bisher angenommen (WB27/2017).

- Je höher das eigene Einkommen, desto höher fallen im Schnitt auch zu erwartende Erbschaften aus (WB17/2016).

- Die Preise für Eigentumswohnungen dürften demografisch bedingt bis 2030 in einem Drittel aller Kreise um mehr als 25% sinken. Vor allem Regionen in Ostdeutschland werden von dieser Entwicklung betroffen sein (WB23/2017).

- Die privaten Vermögen in Ost- und West gleichen sich nur langsam an. Bis zu einem Alter von 30 Jahren finden sich keine signifikanten Unterschiede mehr zwischen den durchschnittlichen Nettovermögen in beiden Landesteilen (WB40/2014).


 

Projektleitung und Bearbeiter/in:

Projektleitung:

Prof. Dr. Henrik Enderlein
Hertie School of Governance
E-Mail: enderlein(at)hertie-school.org

Prof. Dr. Gert G. Wagner
DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
E-Mail: gwagner(at)diw.de

Dr. Markus Grabka
DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP)
E-Mail: mgrabka(at)diw.de


Bearbeiter/in:

Christian Westermeier
DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
SOEP
E-Mail: cwestermeier(at)diw.de

 

Kontakt:

Dr. Dorothea Voss
Hans-Böckler-Stiftung
Abt. Forschungsförderung
E-Mail: dorothea-voss(at)boeckler.de

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