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WSI-Tarifarchiv zieht Zwischenbilanz: Tariflöhne steigen durchschnittlich um 2,5 Prozent

02.08.2017

Die Tariflöhne und -gehälter steigen nach aktuellem Stand im Jahr 2017 um durchschnittlich 2,5 Prozent und damit ähnlich stark wie im Vorjahr, als sie sich um 2,4 Prozent erhöhten. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt.

Bei der auf das Kalenderjahr 2017 bezogenen Berechnung der Tariferhöhungen werden sowohl die Tarifabschlüsse aus dem ersten Halbjahr berücksichtigt als auch länger laufende Abschlüsse aus 2016, in denen Lohnerhöhungen für dieses Jahr vereinbart sind.

In den Abschlüssen des ersten Halbjahres wurden für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen zwei und drei Prozent vereinbart. Im öffentlichen Dienst erzielte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bei den Ländern eine tabellenwirksame Tarifsteigerung um 2,0 Prozent in diesem Jahr und weiteren 2,35 Prozent im kommenden Jahr. Im Kfz-Handwerk erreichte die IG Metall eine Tariferhöhung von 2,9 Prozent in diesem Jahr und eine weitere Anhebung um 2,9 Prozent in 2018. In Branchen wie dem Groß und-Außenhandel, dem Einzelhandel, der Süßwarenindustrie, der Eisen- und Stahlindustrie oder im Hotel- und Gaststättengewerbe bewegen sich die Tarifabschüsse für das Jahr 2017 zwischen 2,3 und 2,6 Prozent. In den meisten Tarifbranchen wurden zweijährige Tarifverträge mit zweistufigen Lohnerhöhungen vereinbart.

„Tarifbeschäftigte erzielen auch in diesem Jahr wieder reale Lohnzuwächse“, sagt der WSI-Tarifexperte Prof. Dr. Thorsten Schulten. „Aufgrund der höheren Inflationsrate fallen diese jedoch deutlich geringer aus als 2016.“ Bei einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,6 Prozent ergebe sich im ersten Halbjahr 2017 bei den Tariflöhnen real ein Plus von 0,9 Prozent. Im Vorjahr stiegen die Tariflöhne preisbereinigt hingegen um 1,9 Prozent.

Kontakt:

Prof. Dr. Thorsten Schulten
WSI-Tarifarchiv

Rainer Jung
Leiter Pressestelle

Die Pressemitteilung mit Grafik und Tabelle (PDF)

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