Tarifrunde 2017 - aktueller Überblick

Die Tarifrunde 2017 hat begonnen: die ersten Forderungen liegen bereits vor. Alle Forderungen und Abschlüsse hier auf einen Blick (pdf). Mehr zu den Verhandlungen in den einzelnen Bereichen auf dieser Seite.

Energiewirtschaft

Nahrung-Genuss-Gaststätten

Öffentlicher Dienst, Länder

Steinkohlenbergbau

Textil- und Bekleidungsindustrie



Ver.di hat den Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten der Energie- und Versorgungs-wirtschaft Ost (AVEU) zum 28.02.2017 gekündigt und folgende Forderungen aufgestellt. Erhöhung der Entgelte um 5,0 % mit einer Laufzeit von 15 Mon. bis 31.05.2018, 150 €/Mon. Erhöhung in allen Ausbildungsjahren, Verbesserungen bei der Vergütung für Bereitschafts-dienste und Zahlung eines Betreuungsgeldzuschusses für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Weitere Forderungen betreffen die finanzielle Unterstützung von Auszubildenden.
Am 12.01.2017 beschloss die IG BCE ihre Forderungen: Erhöhung der Ecklohngruppe um 125 € und entsprechende Anpassung der übrigen Vergütungsgruppen, überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen.
Die 1. Verhandlungsrunde findet am 23.01.2017 statt.

Für die Tarifrunde 2017 hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen in der Lebensmittelindustrie, im Lebensmittelhandwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe um 4,5 bis 5,5 % im Jahr 2017 steigen sollen, bei einer Laufzeit der Tarifverträge von 12 Monaten.
Darüber hinaus soll der demografische Wandel in den NGG-Branchen auch tarifvertraglich gestaltet werden.

In weiteren Schritten will die NGG Vereinbarungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit abschließen, damit die Beschäftigten gesund die Regelaltersrente erreichen, gleitende Übergänge in die Rente vor allem für besonders belastete Beschäftigte tarifvertraglich regeln und für junge Menschen eine sichere Perspektive durch eine qualifizierte Berufsausbildung sichern. Darüber hinaus wolle man die Übernahme nach der Ausbildung in Tarifverträgen festzurren.

Die ver.di-Bundestarifkommission fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6,0 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darin enthalten sein soll eine soziale Komponente (Sockel- oder Mindestbetrag), die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die derzeit gültigen Tarifverträge laufen zum 31.12.16 aus. Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder, die ErzieherInnen in Berlin sowie bei den an den TV-L gebundenen Studentenwerken und den ArbeitnehmerInnen in der Pflege soll die Vergütung an die der Gemeinden angeglichen werden. Für die Auszubildenden werden 90 €/Monat in allen Ausbildungsjahren, ein erhöhter Urlaubsanspruch sowie die Übernahme Ausgebildeter gefordert. Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeschlossen werden.
Die 1. Verhandlungsrunde am 18.01.17 blieb ohne Ergebnis. Aber sowohl bei den Gewerkschaften als auch den Arbeitgebern bestehe das Interesse, die Verhandlungen konstruktiv zu führen sagt der ver.di-Vorsitzende. Die Verhandlungen werden am 30./31. Januar fortgesetzt. 

Am 23.11.16 hat die Tarifkommission der IG BCE die Kündigung der Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 31.12.16 beschlossen. Mit der Forderung nach einer Anhebung der Vergütungen um einen Prozentsatz, der einen deutlichen realen Einkommenszuwachs sicherstellt, werden Anfang 2017 die Verhandlungen aufgenommen.

Der Vorstand der IG Metall hat am 07.11.16 beschlossen, eine Anhebung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie um 4,5 % ab 01.02.17 zu fordern. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Der Ende Januar 2017 auslaufende Tarifvertrag zur Altersteilzeit soll unter verbesserten Konditionen fortgeführt werden.

Die Auftaktverhandlung am 06.12.16 blieb ohne Ergebnis. Die IG Metall begründete ihre Forderungen, die Arbeitgeber wiesen die Forderungen als unrealistisch zurück. In der 2. Verhandlungsrunde am 17.01.17 legte die Arbeitgeberseite ein Angebot vor: nach 4 Nullmonaten 1,4 % ab Juni 2017, weitere 1,5 % ab Juni 2018 bei einer Laufzeit von 28 Monaten. Zur Altersteilzeit legten sie kein Angebot vor. Die IG Metall wies dies zurück und wird ab 01.02. zu Warnstreiks aufrufen.

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