Tarif- und Einkommensdaten

Zu den zentralen Schwerpunkten des Projekts gehören die zunehmende Einkommenspolarisierung, der wachsende Niedriglohnsektor, die Einkommensdifferenzierung zwischen einzelnen Branchen und Beschäftigtengruppen, das Verhältnis von Tarif- und Effektiveinkommen sowie vielfältige Aspekte der tarifvertraglichen und gesetzlichen Regulierung von (Mindest-) Einkommensstandards. Die methodische und inhaltliche Basis dieser Arbeit sind eine Reihe von unterschiedlichen Datenquellen zu den Verdiensten und dem Arbeitskontext von ArbeitnehmerInnen in Deutschland.

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Neuer WSI-Report

Lohnhöhe und Tarifbindung

Durch die kollektive Aushandlung der Verdienst- und Arbeitsbedingungen auf Branchen- oder Firmenebene erzielen Arbeitnehmer/-innen einen signifikant höheren effektiven Bruttostundenverdienst.

WSI Report 20/2014 (pdf)

Jugend ohne Mindestlohn?

Von der Einführung eines Mindestlohns in Deutschland sollen Jugendliche unter 18 Jahren ausgenommen werden. Lohnexperten des WSI haben sich mit dieser Forderung auseinandergesetzt und zeigen: sowohl die Erfahrungen europäischer Nachbarländer als auch eine Analyse der Arbeitsmarktsituation von Jugendlichen in Deutschland lassen die Argumente für eine Ausnahme sehr fragwürdig erscheinen.

WSI Report 14/2014 (pdf)
Vortrag von Dr. Reinhard Bispinck (WSI)
Artikel von Dr. Thorsten Schulten (WSI)

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Niedriglohnsektor: Jeder Dritte ohne Mindestlohn? Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn und ihre Konsequenzen

Die Auswertung der aktuellsten Welle des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ergibt, dass 37 % der Niedriglohnbezieher aus dem Geltungsbereich des Mindestlohns herausfallen könnten, falls die Bundesregierung Minijobber, Rentner, Studierende und Arbeitslose mit Zuverdienst vom Mindestlohn ausnehmen würde.

WSI-Report 12/2014 (pdf)

Tarifbindung in Deutschland – Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung

Seit kurzem steht der Wissenschaft eine neue Datenquelle zur Verfügung, die Auskunft gibt über die Tarifbindung in der deutschen Wirtschaft: die Verdienststrukturerhebung (VSE) des Statistischen Bundesamtes, die alle vier Jahre durchgeführt wird, zuletzt im Jahr 2010. Wir präsentieren im Folgenden ausgewählte Ergebnisse zur Tarifbindung nach Branchen und Regionen.

zum Arbeitspapier (pdf)



Methodik und Datengrundlage

Grundlage der Analysen sind unterschiedliche Betriebs- und Arbeitnehmerdaten für Deutschland. Dazu gehören Erhebungen der Statistischen Ämter der Länder und des Instituts für Arbeit- und Berufsforschung sowie die laufende Haushaltsbefragung des Sozio-oekonomischen Panels.

Im Folgenden finden Sie einige Informationen zu dem Aufbau, der Struktur und dem Analysepotenzial der externen Datenquellen:

IAB Betriebspanel

Linked-Employer-Employee-Daten des IAB

Sozio-oekonomisches Panel

Verdienststrukturerhebung



Das IAB-Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist eine jährliche repräsentative Befragung von Betrieben aller Wirtschaftszweige und Größenklassen in Deutschland. Mit dem IAB-Betriebspanel liegen bis 2012 repräsentative Zahlen zur Tarifbindung der deutschen Betriebe und Arbeitnehmer vor. 

Die Linked-Employer-Employee-Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (LIAB) sind eine Verknüpfung der Daten des jährlich erhobenen IAB-Betriebspanels mit den laufend erhobenen Personendaten der Beschäftigten- und Leistungsempfänger-Historik des IAB. Der LIAB-Datensatz erlaubt Längsschnittsanalysen zu arbeitnehmer- und arbeitnehmerinnenbezogenen Verdienstmerkmalen unter Berücksichtigung zahlreicher betrieblicher Variablen. Die Daten umfassen dabei einen Erhebungszeitraum von 1993 bis 2011. 

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine seit 25 Jahren jährlich stattfindende repräsentative Wiederholungsbefragung deutscher Privathaushalte. Durch die wiederholte Befragung gleicher Personen können insbesondere langfristige Trends und Veränderung der Einkommens- und Arbeitssituation im zeitlichen Verlauf herausgearbeitet werden.

Aktuell werden die Personendaten des SOEP im Projekt SOEP-LEE durch eine Betriebsbefragung erweitert. Der so entstehende Linked-Employer-Employee-Datensatz auf Grundlage des SOEP bietet die Möglichkeit die Lebensbedingungen und den Lebenskontext abhängig Beschäftigter vor dem Hintergrund ihrer betrieblichen Arbeitssituation zu analysieren. 

Die Verdienststrukturerhebung (VSE) des Statistischen Bundesamtes in Zusammenarbeit mit den statistischen Landesämtern ist eine seit 2006 alle vier Jahre durchgeführte Erhebung der Verdienste und Beschäftigungsmerkmalen von ArbeitnehmernInnen in Betrieben des produzierenden Gewerbes, ausgewählter Dienstleistungsbereiche, der öffentlichen Verwaltung und des Bereichs Erziehung und Unterricht. Die VSE enthält unter anderem Angaben zu Verdiensten, Überstundenvergütung und anderen Sonderzahlungen, der Anzahl der bezahlten Arbeitsstunden, dem Urlaubsanspruch, der Art der Beschäftigung und nicht zuletzt auch genaue Angaben über den im Betrieb gültigen Tarifvertrag und die tarifliche Eingruppierung.

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