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Jahreschronik

Ergebnisse 1 bis 10 von 136 für den Zeitraum: 2006

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23.12.2006
Der drohende Streik bei der Deutschen Post ist abgewendet. Die Tarifparteien einigten sich am Samstag darauf, dass die rund 60.000 Post-Beamten auch im kommenden halben Jahr nur 38,5 Stunden pro Woche arbeiten, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte. Eigentlich sollten sie vom 1. Januar an 41 Stunden arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt fällt eine Ausnahmeregelung weg, die den Post-Beamten eine kürzere Arbeitszeit als ihren Kollegen in anderen Bereichen der Bundesverwaltung zugestand.
14.12.2006

Die IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) will mit einer Forderung nach 6,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifverhandlungen für die rund 75 000 Beschäftigten der baden-württembergischen Chemieindustrie gehen. Das teilte die Gewerkschaft am Donnerstag in Stuttgart nach einer Sitzung ihrer Chemie-Tarifkommission mit. Die Verhandlungen sollen am 23. Januar in Karlsruhe beginnen. Pressemitteilung (pdf) der IG BCE.

06.12.2006

Die IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern der saarländischen Stahlindustrie einen Abschluss erzielt, der sich am Abkommen mit der westdeutschen Stahlindustrie vom 21.9.2006 orientiert. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die rund 14.000 Beschäftigten in den saarländischen Stahlbetrieben, bei  Buderus Edelstahl in Wetzlar und bei den Badischen Stahlwerken in Kehl steigen ab Mai 2007 um 3,8 %. Für Dezember gibt es eine Einmalzahlung von 750 Euro. Für Januar bis einschließlich April 2007 erhalten die Beschäftigten jeweils monatlich 160 Euro - insgesamt also 640 Euro.  Die Laufzeit endet am 30. April 2008.

03.12.2006

SPD-Chef Kurt Beck und Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) haben sich angesichts der robusteren Konjunktur und gestiegener Unternehmensgewinne für höhere Lohnzuwächse ausgesprochen. "Es ist Zeit für eine Lohnpolitik, die den Arbeitnehmern angemessene Lohnerhöhungen zubilligt", sagte Beck der "Bild am Sonntag". Die Phase, in der Lohnzurückhaltung wegen der wirtschaftlichen Schwäche und der großen internationalen Konkurrenz angezeigt gewesen seien, sei überwunden. Müntefering sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag: "Es ist Zeit für Mut, die Spirale nach oben zu drehen." Gute Löhne seien auch zum Nutzen der Binnenkonjunktur. Mehrere Bezirksleiter der IG Metall forderten ebenfalls deutliche Tarifsteigerungen, die Forderungen würden höher ausfallen als im Vorjahr. Die Metallarbeitgeber wollen angesichts der guten Konjunktur ihre Beschäftigten in der Tarifrunde 2007 "angemessen" am Zuwachs und Erfolg beteiligen. Gesamtmetall-Präsident Kannegießer warnte jedoch vor "überzogenen" Gehaltssteigerungen.

29.11.2006

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat als erste Gewerkschaft konkrete Lohnforderungen für die Tarifrunde 2007 festgelegt. Der Gewerkschaftsvorstand hat die Empfehlung beschlossen, Lohnerhöhungen zwischen vier und 5,5 Prozent zu fordern. Die NGG vertritt laut eigenen Angaben rund 1,8 Millionen Beschäftigte, davon gut eine halbe Million im Bereich Ernährung. Begründet wurde die Forderung unter anderem mit der Belastung der Beschäftigten durch die für Januar vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie mit dem Sinken der Reallöhne in Deutschland seit 1996. Außerdem habe insbesondere das Ernährungsgewerbe mit einem Umsatzzuwachs von rund drei Prozent überdurchschnittlich gut abgeschnitten, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Weitere Informationen

26.11.2006

SPD und CDU wollen gesetzliche Regelungen zum "Investivlohn" treffen. SPD-Parteivorsitzender Kurt Beck sagte auf einem Programmkongress seiner Partei, er werde "sehr bald" einen konkreten Vorschlag für die Förderung und Absicherung der Beteiligung von Arbeitnehmern am Firmenkapital vorlegen. Kern des SPD-Konzepts ist Beck zufolge, das Geld der Arbeitnehmer durch Bürgschaften oder Rückversicherungen vor dem Verlust durch Insolvenz zu schützen. Zudem könne der Staat die Mitarbeiterbeteiligung unterstützen, indem er sie etwa wie die betriebliche Altersvorsorge nachgelagert besteuere. An der Mitbestimmung und der Tarifautonomie dürfe aber nicht gerüttelt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Gesprächsangebot von SPD-Chef Beck positiv aufgenommen. Sie halte es für eine «prima Sache», wenn eine Beteiligung der Arbeitnehmer am Kapital ins Regierungshandeln hineinkäme, sagte Merkel im ZDF. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat vor überzogenen Erwartungen an das Konzept der Investivlöhne gewarnt. Zwar sei Mitarbeiterbeteiligung "ein spannendes Thema", sagte Bsirske der "Neuen Presse" in Hannover. Ein Investivlohn müsse aber ergänzend zu den festen, vereinbarten Tariflöhnen gezahlt werden, forderte er.

Stichwort "Investivlohn" (Wikipedia)
Pro und Contra (ver.di)
Investivlohn - Trostpflaster für Lohnverzicht?(pdf)  (ver.di)
"Beruhigungspille Investivlohn" (Frankfurter  Rundschau)
"Kreislauf der Entgeignung" (taz)

19.11.2006

In der bevorstehenden Tarifrunde für die rund 3,4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben ein deutliches Lohnplus erreichen. "Die Geschäftslage unserer Branche ist hervorragend, und davon sollen auch die Beschäftigten etwas haben", sagt der Bezirksleiter der IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Hartmut Meine, der "Wirtschaftswoche". Auch die Steigerung der Mehrwertsteuer soll laut Meine teilweise in die Forderung mit einfließen.

07.11.2006

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auf dem Arbeitgebertag 2006 in Berlin gegen einen gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen. "Es wird keinen flächendeckenden einheitlichen Mindestlohn geben. Ich halte ihn für falsch. Diese Sorge können Sie streichen."

07.11.2006

Postchef Klaus Zumwinkel hat die Niedriglöhne der
Wettbewerber bei der Briefzustellung scharf kritisiert. Der
bestehende Lohnnachteil der Deutschen Post AG werde gegenwärtig noch
mit einer zwei- bis dreifach höheren Produktivität ausgeglichen,
sagte Zumwinkel der Chemnitzer "Freien Presse".
Wenn sich das nicht mehr garantieren lasse, "müssen die Löhne bei den
Wettwerbern rauf". Zumwinkel schlug einen branchenorientierten
Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde vor, mit dem die
Wettbewerbsverzerrung abgemildert werden solle. Bei der europäischen
Marktöffnung sei das dringend erforderlich. Dabei verwies Zumwinkel
besonders auf die polnischen Wettbewerber, die in Ostdeutschland mit
Billiglöhnen auf den Markt drängten. "Ab 2008 sollten die
Tarifpartner einen Mindestlohn vereinbaren", betonte Zumwinkel.. Weitere Informationen

03.11.2006

Tariftreuegesetz zulässig: Die Länder können bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge verlangen, dass die beteiligten Unternehmen ihre Arbeiter nach Tarif bezahlen. Mit einem am Freitag in Karlsruhe bekannt gegebenen Beschluss bestätigte das Bundesverfassungsgericht ein entsprechendes Landesgesetz in Berlin. Weder die Koalitionsfreiheit noch die Berufsfreiheit seien verletzt. (Az: 1 BvL 4/00)

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