WSI-Mitteilungen Ausgabe 08/2015

Anne Busch-Heizmann

Frauenberufe, Männerberufe und die „Drehtür“ – Ausmaß und Implikationen für West- und Ostdeutschland


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WSI-Mitteilungen 8/2015, Seiten 571–582

Zusammenfassung

Der Artikel befasst sich mit der Beobachtung der unterschiedlichen beruflichen Verortung von Frauen und Männern auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zunächst werden aktuelle Zahlen zum Ausmaß dieser (horizontalen) beruflichen Geschlechtersegregation in Gesamtdeutschland sowie getrennt für West- und Ostdeutschland bereitgestellt. Hier wird auf die aktuelle Berufsklassifikation des Statistischen Bundesamtes, Version 2010, zurückgegriffen. Anschließend werden mögliche Implikationen der Segregation im Hinblick auf ihre bemerkenswerte zeitliche Persistenz diskutiert. Ausgangspunkt ist die Beobachtung einer im individuellen Erwerbsverlauf hohen Anzahl von Berufswechseln aus geschlechtsuntypischen in geschlechtstypische Berufe. Als Gründe für eine solche „Drehtür“ werden in der US-amerikanischen Forschung Mechanismen sozialer Kontrolle im Erwerbsleben angeführt. Unter Rückgriff auf institutionentheoretische und sozialpsychologische Ansätze der Genderforschung wird der entsprechende Forschungsstand zu diesen Mechanismen für Deutschland vorgestellt. Zudem werden Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland im Hinblick auf die „Drehtür“ dargelegt und diskutiert.

Abstract

The article addresses the observation of different occupational paths for women and men on the German labour market. First, recent data showing the extent of this (horizontal) occupational gender segregation are presented for Germany and separated between East and West Germany. Here we use the new occupational classification of the German Federal Statistical Office, version 2010. Second, possible implications of the segregation are discussed, focusing on its remarkable persistence over time. This discussion starts with the observation of frequent occupational changes from gender-atypical to gender typical occupations over the individual life course. Research from the USA explains this “revolving door” effect with mechanisms of “social control” within working life. Considering institutional and social psychological approaches in gender research, we present the state of research addressing the German labour market with respect to these mechanisms. Furthermore, differences between East and West Germany concerning the “revolving door” are introduced and discussed.


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