WSI-Mitteilungen Ausgabe 08/2012

Christine Franz, Angelika Kümmerling, Steffen Lehndorff, Dominique Anxo

Arbeitszeiten von Frauen: Lebenslaufperspektive und europäische Trends


Volltext (pdf)

WSI-Mitteilung 8/2012, Seiten 609-617

 
Zusammenfassung

 
Die tatsächliche Arbeitsmarktintegration von Frauen hinkt dem gesellschaftlichen Anspruch auf Gleichstellung von Frauen im Berufsleben hinterher. Der Beitrag analysiert die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern im europäischen, speziell deutsch-schwedischen Vergleich und bezieht auch die Zeitaufwendungen für unbezahlte Familien- und Hausarbeit sowie Arbeitszeitpräferenzen mit ein. Vor dem Hintergrund einer Lebenslaufperspektive zeigt sich, dass geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich bezahlter und unbezahlter Arbeitszeit in Schweden deutlich geringer ausfallen: Schwedische Frauen sind stärker in den Arbeitsmarkt und schwedische Männer in die Hausarbeit integriert. Während deutsche Frauen in der Familienphase sich längere Arbeitszeiten wünschen, streben Männer eher eine Arbeitszeitverkürzung an. Die geschlechterspezifische Ungleichverteilung von Arbeitszeiten in Deutschland zeigt gleichermaßen Veränderungsbedarf sowie -potenzial auf, was zu einer arbeitszeitpolitischen Berücksichtigung unterschiedlicher Präferenzen in unterschiedlichen Haushaltskonstellationen führen sollte.

abstract

 
The actual integration of women on the labour market lags behind the explicit social claim of gender equality in working life. This article analyses the employment of men and women in Europe, in particular through a German-Swedish comparison with regard to the amount of time invested in unpaid household and family-related work, as well as working time preferences. Against the background of a life course perspective considerably less gender differences were found in terms of paid and unpaid working time in Sweden: Swedish women are more and better integrated into the labour market than their German counterparts. On the other hand Swedish men are more involved in household activities than their German colleagues. Furthermore, while German women in their family phase prefer to work longer hours than they actually do, German men prefer a shortening of their actual working time. Thus, the gender specific unequal distribution shows both the need and the potential for change which aims at an overall consideration of individual preferences depending on household constellations and life stages in working time policies.


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