Fachtagung

WSI-Gleichstellungstagung

Genderungleichheiten in der Arbeit

Veranstalter: WSI in der Hans-Böckler-Stiftung

Ort: Berlin, Hotel Aquino

vom: 17.09.2015, 10:30 Uhr

bis: 18.09.2015, 14:00 Uhr

Die Gleichstellungspolitik ist in den letzten Jahren vor allem auf zwei Ziele ausgerichtet: Erhöhung der Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen und Veränderung der Geschlechterrollen durch eine gleichstellungsorientierte Familienpolitik. Weniger diskutiert wird über die Teilung und Organisation von Arbeit, deren Geschlechterstrukturen sich trotz aller (rhetorischer) Modernisierung relativ wenig verändert haben. Die diesjährige WSI-Gleichstellungstagung behandelte Arbeit in ihren vielfältigen Erscheinungsformen; als Erwerbsarbeit, als Fürsorgearbeit und als Hausarbeit.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten neue Forschungsergebnisse zum Thema „Genderungleichheiten in der Arbeit“ vor und diskutierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gewerkschaften, Politik und Praxis.

Im Mittelpunkt der Plenarvorträge standen Wandlungsprozesse von Arbeit und ihrer geschlechtsspezifischen Zuweisung. Die Rolle von Arbeitsteilung in ihrer historischen Entwicklung und heutigen Gestalt wurde ebenso behandelt wie die Bedeutung von Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik für eine wirksame Gleichstellungspolitik.

In den Panels ging es um die folgenden Themen:

  • Arbeit und Teilhabe
  • Die Zukunft der Fürsorgearbeit
  • Entlohnung der Erwerbsarbeit und Geschlechterverhältnis
  • Die Rolle der Erwerbsarbeit für die Existenzsicherung
  • Partnerschaftliches Arrangement und Erwerbsverhalten von Frauen und Männern
  • Reform(en) des Normalarbeitsverhältnisses


Videos der Veranstaltung

 

 

Vorträge zum Download (pdf):

Prof. em. Dr. Ute Gerhard, Universität Frankfurt am Main, Abschied vom männlichen Ernährer - zur Geschichte eines langsam verschwindenden Geschlechtermodells

Prof. Dr. Clarissa Rudolph, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Lebensphasen mit und ohne Erwerbsarbeit

Prof. Dr. Margrit Brückner, Frankfurt University of Applied Sciences, Wer sorgt für wen und wie? Was heute "Care" ist 

Prof.Dr. Simone Leiber, Fachhochschule Düsseldorf, Was heißt es häuslich zu pflegen? Erwerbstätige Männer in der Pflege 

Prof. Dr. Helma Lutz, Johann Wolgang Goethe Universität Frankfurt, Die neuen Hausmädchen - Arbeits- und Lebensbedingungen von migrantischen Hausangestellten in Deutschland

Interview zum Thema
Ausländische Pflegekräfte in deutschen Privathaushalten, Bundeszentrale für Politische Bildung

Prof. Dr. Karin Gottschall, Universität Bremen, Wandelt sich das Konzept des Lohnes - vom "Ernährerlohn" hin zum Familieneinkommen?

Andrea Schäfer, Zentrum für Sozialpolitik an der Universität Bremen, Werden heute zwei Verdiener vorausgesetzt? Zur empirischen Verbreitung von "Ernährerlöhnen" 

Dr. Irene Pimminger, defacto -Sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung, Eigenständige Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit für Frauen und Männer?

Dr. Tanja Schmidt, INES Institut; Dr. Dorothea Voss, Hans-Böckler-Stiftung,
Warum üben Frauen und Männer einen Minijob als Nebentätigkeit aus?

Dr. Karen Jaehrling, Institut Arbeit und Qualifikation Duisburg, Können alleinerziehende ihre Existenz durch Erwerbsarbeit sichern? Entkopplung von Erwerbstätigkeit und materieller Sicherheit

Anna Dechant, Staatsinstitut für Famileinforschung Universität Bamberg, Wenn Paare Eltern werden. Die Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit nach der Geburt von Kindern

PD dr. Matthias Pollmann-Schult, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Vaterschaft - Karrieresprung für Männer? 

Dr. Pia Schober, Deutsches institut für Wirtschaftsforschung Berlin, Die Rolle von Wohlfahrtsstaatspolitik für das Erwerbs- und Fürsorgeverhalten von Müttern und Vätern

Prof. Dr. Ute Klammer, Universität Duisburg-Essen, Eine Gesellschaft der Wahlmöglichkeiten? Beiträge von Erwerbsarbeit und care zur sozialen Sicherung von Frauen und Männern

Prof. Dr. Diana Lengersdorf, Universität Köln, Normale Männer brauchen normale Arbeit? Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Normalarbeitsverhältnis und industriegesellschaftlichem Männlichkeitskonstrukt

Prof. Dr. Maria Funder, Universität Marburg, Eine andere Arbeitspolitik für die Gleichstellung: Was können betriebliche Akteure für die Gleichstellung der Geschlechter tun?

Kontakt:
Dr. Christina Klenner

Veranstaltungsprogramm (pdf)


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